Wizards müssen sich Ravensburg geschlagen geben

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Zwei Spieltage vor Ende der Oberliga-Hauptrunde haben die Stuttgart Wizards weiter alle Chancen auf den begehrten fünften Tabellenplatz, der zum Einzug in die Meisterrunde berechtigt. Trotz der 2:4 (0:1, 1:0, 1:3)-Niederlage gegen den EV Ravensburg am Sonntagabend liegt der Aufsteiger mit 52 Punkten auf dem fünften Rang. „Wir konzentrieren uns auf die anstehenden Aufgaben und werden alles versuchen, um in den verbleibenden zwei Partien noch den Einzug in die Meisterrunde zu packen“, gibt sich Stuttgarts Trainer Wilbert Duszenko vor den nächsten Spielen gegen die EA Kempten (16. Januar, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) und beim direkten Rivalen SC Mittelrhein-Neuwied (18. Januar, 18 Uhr) kämpferisch. Vor der erfreulichen Kulisse von 1130 Zuschauern auf der Stuttgarter Waldau taten sich die gastgebenden Wizards, die auf Andrej Jaufmann, Corey-Joe Ficek, Marc Mundil und Vitalij Karpenko verzichten mussten, von Anfang an schwer gegen den oberschwäbischen Rivalen. Der EV Ravensburg zog ein druckvolles Spiel auf und kam in den ersten zehn Minuten zu einigen guten Möglichkeiten, von denen Vitalij Blank in der zehnten Spielminute eine zum 0:1 nutzte. In der Folgezeit entwickelte sich eine zerfahrene Partie. Die Wizards waren um den Ausgleich bemüht, doch der EV Ravensburg machte geschickt die Räume eng und ließ die Zauberer nicht ins Spiel kommen. Die Gäste aus Oberschwaben kamen ihrerseits zu weiteren guten Torchancen, konnten Stuttgarts Torhüter Tyrone Garner im ersten Drittel jedoch kein zweites Mal überwinden. Im zweiten Drittel ein ähnliches Bild. Die Wizards kämpften und versuchten so ins Spiel zu kommen, der EVR tat nur das nötigste, um den Gegner in Schach zu halten. Trotzdem kamen beide Teams zu einigen guten Gelegenheiten, die sie zunächst jedoch ungenutzt ließen. Nach genau 38 Minuten keimte beim Stuttgarter Anhang wieder Hoffnung auf. Nach einem langen Pass von Jeff White an die blaue Linie verwandelte Wizard John Sicinski eiskalt zum 1:1. Durch diesen Treffer beflügelt schalteten die Wizards einen Gang hoch und suchten im Schlussdrittel die Entscheidung. Die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko hatten einige gute Chancen, selbst in Führung zu gehen, konnten diese aber nicht verwerten. Wie so oft im Eishockey sollte sich diese Abschlussschwäche rächen. Mit einem Doppelschlag erzielten die Ravensburger Dan Heilman und Harald Schäfler binnen 108 Sekunden (45./46.) zwei Treffer, und die Wizards lagen 1:3 zurück. Beim Tor von Schäfler sah der ansonsten fehlerfrei haltende Tyrone Garner unglücklich aus, als er die Scheibe nicht festhalten konnte. Sie landete genau auf dem Schläger des Ravensburgers, der keine Mühe hatte, ins leere Tor einzuschieben. Trotz des Rückstandes steckten die Wizards jedoch nicht auf. Sie rannten, kämpften und rackerten, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Ab der 48. Minute waren sie mehrere Minuten lang mit mindestens einem Mann in Überzahl und hätten die Chance gehabt, mit zwei Treffern ins Spiel zurück zu kommen. Die Stuttgarter konnten Ravensburgs Keeper Waldemar Quapp jedoch nur einmal bezwingen: In der 51. Minute gelang John Sicinski das 2:3. Nun mobilisierten die Wizards noch einmal alle Kräfte um doch noch den Ausgleich erzielen zu können. Die beste Gelegenheit dazu hatte Jeff White in der Schlussminute - die Zauberer hatten inzwischen ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis geholt. Der Kanadier zog jedoch am leeren Tor vorbei und im Gegenzug entschied Ravensburgs Andrej Naumann mit seinem Treffer ins verwaiste Wizards-Gehäuse zum 2:4 die Partie endgültig. Über die gesamten 60 Minuten gesehen hatte Ravensburg mehr vom Spiel, so dass der Sieg der Oberschwaben in Ordnung geht. So sah es auf der anschließenden Pressekonferenz auch EVR-Coach Jiri Neubauer: „Mein Team hat zwei Drittel lang großen Druck gemacht. Nach dem zweiten Stuttgarter Tor hätte das Spiel kippen können, denn die Wizards hatten etliche gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Insgesamt hatten wir aber mehr vom Spiel. Deshalb denke ich, dass unser Sieg in Ordnung geht." Groß war die Enttäuschung hingegen bei Stuttgarts Trainer Wilbert Duszenko: „Natürlich bin ich nach die Niederlage enttäuscht, doch ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Chancen waren da, aber die Ausfälle von Andrej Jaufmann und Corey-Joe Ficek haben sich negativ bemerkbar gemacht. Meine Mannschaft hat alles probiert, doch nach den zwei schnellen Gegentoren im Schlussdrittel ist uns die Zeit davon gelaufen. Mehr war heute einfach nicht drin. Wir spielen derzeit absolut am Limit. Nun gilt die ganze Konzentration den beiden noch ausstehenden Partien. Für uns als Aufsteiger wäre die Meisterrunde eine Sensation, Wir werden alles daran setzen, sie zu schaffen“, so der Schwetzinger. Tore: 0:1 (9:17) Vitalij Blank (Martin Miklik) 5-4, 1:1 (38:00) John Sicinski (Jeff White), 1:2 (44:04) Dan Heilman (Martin Miklik, Marek Sebek), 1:3 (45:52) Harald Schäfler (Todd Wetzel, Lukas Slavetinsky), 2:3 (50:11) John Sicinski (Mike Hofstrand, Peter Westerkamp), 2:4 (59:05) Andrej Naumann 5-6 ENG. Strafen: Stuttgart 10, Ravensburg 18. Zuschauer: 1130.

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