Wizards haben Rang zwei im Visier

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Langsam kommen die Stuttgart Wizards in der Oberliga-Abstiegsrunde in Form. Das vergangene Wochenende war das bislang erfolgreichste des Aufsteigers, der beim 1:2 nach Verlängerung einen Punkt aus Selb entführte und mit einem 6:4 gegen den Höchstadter EC drei weitere einfuhr. Mit nunmehr 14 Punkten haben die Blau-Gelben fünf Zähler Vorsprung auf Schlusslicht EA Kempten und liegen nur vier Punkte hinter dem Spitzenreiter EV Füssen. Somit ist die Zielsetzung fürs kommende Wochenende klar. Der Abstand zu den Spitzenteams soll weiter verkürzt werden. Die Chancen, dies zu schaffen, stehen nicht schlecht. Mit einem Heimsieg gegen die Haßfurt Sharks am morgigen Donnerstag (26. Februar, 20 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) könnten die Wizards zumindest für 24 Stunden den zweiten Tabellenplatz übernehmen. Am kommenden Sonntag (29. Februar, 18.30 Uhr) wollen die Cracks um Kapitän John Sicinski beim EHC Klostersee ebenfalls punkten und auch den zweiten Vergleich in der Relegation - das Hinspiel gewannen die Stuttgarter 4:2 - für sich entscheiden. Wilbert Duszenko, Stuttgarts Trainer, freut sich über die ansteigende Formkurve seiner Schützlinge. „Schon in Selb haben wir eine gute Partie geboten und am Sonntag gegen Höchstadt hat meine Mannschaft 50 Minuten lang sehr gut gespielt“, so der Schwetzinger, der hinzufügt: „Allerdings dauert ein Eishockeyspiel bekanntlich 60 Minuten und es kann nicht sein, dass Höchstadt durch unsere Nachlässigkeiten in der Defensive noch drei Tore geschenkt bekommt. Daran haben wir im Training gearbeitet. Die Mannschaft weiß, worauf es ankommt und muss es gegen Haßfurt besser machen.“ Höchste Konzentration wird gegen die Haie auch nötig sein, denn Trainer Stefan Kagerer kann sich auf ein ausgeglichenes Team verlassen, das zuletzt allerdings Probleme mit der Disziplin zu haben schien – beim Penalty-Sieg in Miesbach wurden den Franken 90 Strafminuten aufgebrummt. Vor heimischer Kulisse gegen den EHC Klostersee waren es zwar nur deren 22, doch auch dies konnte die 2:3-Niederlage nicht verhindern. „Gerade die Tatsache, dass Haßfurt am letzten Wochenende nur zwei Punkte geholt hat, macht es für uns sehr schwer, denn angeschlagene Gegner sind bekanntlich die gefährlichsten“, meint Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko zur Situation beim Tabellenvierten, ist aber dennoch guter Dinge: „Meine Mannschaft wird wie schon gegen Höchstadt von Anfang an Vollgas geben. Ein Schlüssel zum Erfolg ist sicher die Disziplin. Es gilt, unnötige Strafzeiten zu vermeiden und die herausgearbeiteten Torchancen konsequent zu verwerten“, sagt der Übungsleiter. Dass dies gegen Haßfurt freilich alles andere als leicht wird, wissen die Wizards aus eigener Erfahrung. Im ersten Spiel der Relegationsrunde unterlagen sie in Franken nach einer 3:1-Führung noch 3:6. Unter anderem auch deshalb, weil Haie-Keeper Joachim „Bibi“ Appel, der vermutlich auch am Donnerstag zwischen den Pfosten stehen wird, selbst beste Chancen zunichte machte und die Wizards schier zur Verzweiflung trieb.

Besonderes Augenmerk sollten die Wizards auch auf die Angreifer Josef Eckmair und Sebastian Buchwieser richten. Beide sind in der Scorerliste auf den Positionen drei und vier zu finden und erzielten im Hinspiel vier der sechs Haßfurter Treffer. Gemeinsam mit dem Kanadier Taras Foremsky und dem zuletzt sehr effektiven Michael Maaßen sorgen die beiden Angreifer für geballte Offensiv-Power. Verzichten müssen die Sharks hingegen auf Ersatzkeeper Willi Dexheimer, der nach einer Blinddarm-Operation bis Saisonende ausfällt. Gleiches gilt für Andreas Herrmann (Darm-Operation) sowie den ehemaligen Hügelsheimer Sandro Pagani, den ein doppelter Kieferbruch zum Zuschauen zwingt. Jedenfalls wollen die Wizards weiter um Rang eins mitspielen, der zur Teilnahme am Deutschen Eishockey-Pokal berechtigt. Personell kann Duszenko übrigens weiter aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Markus Wartosch, dessen Einsatz am Wochenende wegen Rückenproblemen fraglich ist, sind alle Mann an Bord. Und einer dürfte am Donnerstag ganz besonders motiviert sein: Matt Holmes. Der wieselflinke Angreifer kam im Januar aus Haßfurt an den Neckar, nachdem er bei den Franken die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Bei den Wizards kommt er im zweiten Sturm neben Mike Bader und Georg Hessel immer besser in Fahrt und war am Sonntag gegen Höchstadt unermüdlicher Antreiber, schoss zudem ein Tor und bereitete ein weiteres vor. „Natürlich wäre es schön, auch gegen meinen alten Club zu treffen“, sagt der Kanadier augenzwinkernd, „aber wichtig ist letztlich nur der Erfolg des Teams. Hauptsache, wir gewinnen.“ Am Sonntag geht es in Grafing beim EHC Klostersee weiter. Dort geht der Aufsteiger nur als Außenseiter ins Rennen, denn die Rot-Weißen konnten am letzten Wochenende unter der Regie des neuen Trainers Ludvik Kopecky, der zuvor beim TEV Miesbach entlassen worden war, gegen Berlin und Haßfurt die optimale Ausbeute von sechs Zählern einfahren.

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