Wizards beenden Negativserie

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Es war ein hartes Stück Arbeit, doch am Ende blieben drei wichtige Punkte in Stuttgart. Nach zuletzt fünf Niederlagen fuhrenWizards beim 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) gegen den SC Mittelrhein-Neuwied am Sonntagabend wieder einen Sieg ein. Damit wahrten die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko, mit 34 Punkten derzeit Tabellensiebter, ihre Chancen auf Rang fünf, der zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt. Am kommenden Wochenende wollen die Zauberer weiteren Boden gutmachen. Am Freitag (26. Dezember, 18:45 Uhr) ist der direkte Verfolger EHC Klostersee zu Gast im Stuttgarter Eissport-Zentrum Waldau, ehe es am Sonntag (28. Dezember, 18 Uhr) zum derzeitigen Fünften EC Peiting geht.

Die knapp 700 Zuschauer auf der Waldau erlebten gegen Neuwied in den ersten 20 Minuten ein offenes Spiel. Neuwied hatte mehr Chancen, scheiterte aber ein ums andere Mal am gut aufgelegten Tyrone Garner im Stuttgarter Tor. Auch Garners Gegenüber Marc Gronau konnte sich im ersten Drittel mehrfach auszeichnen, so dass es ohne Treffer in die Pause ging. Beide Mannschaften wollten auch im zweiten Drittel aus einer stabilen Defensive zum Erfolg kommen. Bei den Gästen aus Rheinland-Pfalz klappte das Umschalten von Abwehr auf Angriff besser. Mit zwei, drei schnellen Spielzügen überbrückten die Neuwieder Bären die neutrale Zone und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Stuttgarter Tor auf. Wizards-Keeper Tyrone Garner war jedoch ein gewohnt sicherer Rückhalt und verhinderte den Rückstand. Nach 22 Minuten war jedoch auch er machtlos. Bei Vier gegen Vier schloss Neuwieds Sami Leinonen einen Konter über Jaroslav Majer zum 0:1 ab. In der Folgezeit kamen die Gäste immer besser ins Spiel und hatten etliche Chancen, mit ihrem zweiten Treffer die Partie frühzeitig zu entscheiden. Die Wizards hielten in dieser Phase jedoch engagiert dagegen, spielten körperbetont und konnten das Spiel offen gestalten. Nach 33 Minuten wurde das Engagement der Stuttgarter mit Toren belohnt. In Überzahl traf Georg Hessel nach Vorarbeit von Corey-Joe Ficek zum 1:1.

Das Schlussdrittel war nichts für schwache Nerven. Neuwied war spielerisch überlegen, die Wizards hielten mit Kampf und Einsatz dagegen. Die Rheinland-Pfälzer kamen zu mehr und besseren Chancen und Stuttgarts Keeper Tyrone Garner musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um das Unentschieden festzuhalten. Die Wizards hatten im Vergleich dazu nur wenige Möglichkeiten, und dabei stand stets der Neuwieder Keeper Marc Gronau im Weg. Bis zur 44. Minute. Nach einem gewonnen Bully in der Angriffszone der Gäste passt Wizard Mike Bader die Scheibe zu Christian Seeberger, der zieht ab - als Marc Gronau den verdeckten Schuss des Ex-Neuwieders realisiert, ist es bereits zu spät: 2:1 für Stuttgart.

In der Folgezeit versäumten es die Wizards, aus ihren wenigen Gelegenheiten weiteres Kapital zu schlagen und ein drittes Tor nachzulegen. Statt dessen kam Neuwied noch einmal auf. Garant des Stuttgarter Erfolges war aber wieder einmal Tyrone Garner.

Das unterstrich nach Spielende auch Neuwieds Trainer Fred Carroll: "Glückwunsch an die Wizards. Wir haben heute nicht gegen Stuttgart, sondern gegen Tyrone Garner verloren. Man hatte den Eindruck, als stünde da kein normaler Mensch im Tor, denn er hat wirklich unglaubliche Paraden gezeigt. Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt, doch mehr war nicht drin. Auffällig sind die Schiedsrichterleistungen in der Liga. Die Unparteiischen sind immer wieder überfordert, das haben wir heute gesehen. Mit dem nicht anerkannten Tor hat uns der Referee mindestens einen Punkt geklaut", schloss der Gästecoach sein Statement. Carrolls Stuttgarter Kollege Wilbert Duszenko lobte auf der Pressekonferenz den Charakter und Kampfgeist seines Teams, sagte aber auch: "Wir haben heute zwar drei wichtige Punkte geholt und sind weiter dabei, doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Man hat gesehen, dass unsere Abwehr nicht oberligatauglich ist. Es kann nicht sein, dass Spieler wie Markus Wartosch das Team durch unnötige Fouls und Strafen fast um den verdienten Lohn bringen. Solche individuellen Fehler in der Defensive schaden der gesamten Mannschaft und haben uns schon manchen Punkt gekostet. Daran müssen wir arbeiten", fand der Übungsleiter deutliche Worte.

Tore: 0:1 (21:56) Sami Leinonen (Jaroslav Majer), 1:1 (32:54) Georg Hessel (Corey-Joe Ficek) 5-4, 2:1 (43:45) Christian Seeberger (Mike Bader). Strafen: Stuttgart 18, Neuwied 14 + Spieldauer (Trainer Fred Carroll). Zuschauer: 699.


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