Wieder kein Sieg für die Bayreuth Tigers

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Einmal mehr haben zwei Minuten eines Spiels ausgereicht, um den ESV Bayreuth weiter in die Tiefe der Oberliga-Tabelle zu stoßen. Bei den Eisbären Juniors verloren die Tigers am Donnerstagabend mit 3:5.

Dabei wird immer fraglicher, wo die Punkte herkommen sollen, die die Tigers dringend für ihren Aufstieg aus dem Tabellenkeller benötigen. Die Eisbären waren immerhin noch eines der beiden Teams, die in der ersten Hinrunde geschlagen werden konnten. Allerdings sah der Kader der Eisbären bei diesem ersten Zusammentreffen anders aus als beim Rückspiel am Donnerstag in Berlin. Weil zeitgleich die DEL-Mannschaft der Eisbären kein Spiel hatte, konnten die kleinen Eisbären auf zahlreiche Förderlizenz-Spieler aus Deutschlands höchster Spielklasse zurückgreifen.

Doch das allein kann die Niederlage nicht erklären, hielten die Tigers über weite Strecken des Spiels gut mit und hatten bis zur Hälfte des zweiten Drittels einen 0:2-Rückstand wieder ausgeglichen. Der Einbruch kam am Ende dieses Spielabschnitts. Drei Tore erlaubte die Bayreuther Defensive den Gastgebern im Berliner Wellblechpalast innerhalb von nur zwei Spielminuten – Konfusion oder mangelnde Konzentration?

Das Spiel war entschieden; selbst der dritte Treffer der Tigers von Jan Barta änderte nichts mehr an der Niederlage, zumal der ESV in den letzten Phase der Begegnung noch einmal in Unterzahl geriet, als Christoph Splitter auf der Strafbank Platz nehmen musste – nichts war es mit einer möglichen Aufholjagd. Da mag es nur wenig trösten, dass Neuzugang Tom O’Grady in seinem zweiten Spiel für die Tigers an zwei der drei Tore beteiligt war, und Mittelstürmer Jim Shepherd sogar bei allen drei Treffern seine Finger im Spiel hatte.

Weiterhin macht sich der kleine Kader der Tigers bemerkbar. Zu wenige Alternativen hat Trainer Joe West, um eine solche Partie einmal zu Gunsten des ESV entscheiden zu können. Verteidiger Manuel Bayer wird zu allem Übel nach einer Operation am Sprunggelenk auf unbestimmte Zeit ausfallen. Damit verfügt West nur noch über fünf Verteidiger. Noch ist Verstärkung nicht in Sicht – bisher scheiterten die Verhandlungen immer an den Finanzen. Dabei wären neue Akteure wichtig, die Konstanz in die Mannschaftsleistung bringen, denn meist genügt eine kurze mentale Auszeit einiger Akteure, um den Tigers ein erneutes Null-Punkte-Erlebnis zu verschaffen. Die Bayreuther Tigerpfote umklammert die Rote Laterne der Liga immer fester.

Entscheidende Bedeutung kommt somit dem Heimspiel am Sonntagabend (18 Uhr) gegen den Tabellen-9. aus Höchstadt zu. Nur mit einem Sieg in dieser Begegnung könnten die Tigers immerhin Kontakt zu den Plätzen vor ihnen halten. Bei einer Niederlage verdüstert sich die Lage des ESV in der Liga weiter, trotz zusätzlicher Trainingseinheiten, die die Mannschaft in dieser Woche absolvierte. (Ingo Schorlemmer)

Eisbären Berlin Juniors – Bayreuth Tigers 5:2 (0:0; 5:2; 0:1)

Tore: 1:0 (22.) Sommerfeld; 2:0 (24.) Draxinger (Busch); 2:1 (27.) Shepherd (Carrabs, O’Grady; Überzahltor); 2:2 (33.) Pastika (Shepherd, O’Grady; Überzahltor); 3:2 (38.) Rankel (Tepper; Überzahltor); 4:2 (39.) Busch (Rankel, Tepper); 5:2 (40.) Hördler (Fiedler); 5:3 (54.) Barta (Shepherd, Splitter)

Schiedsrichter: Van Gameren (Berlin). – Strafminuten: 16/22