Wie in den Testspielen: Füchse sind der Rolle

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Trainer Andreas Lupzig hatte erneut seinen bisherigen Hauptkritikpunkt ausgemacht. „Die Mannschaft, die Kampf, Wille, Ehrgeiz und Aggressivität über 60 Minuten zeigt, wird immer gegen Talent gewinnen.“ Das ist schon richtig, aber auch nur ein Teil der ganzen Wahrheit. Schließlich darf man von einer Mannschaft wie den Füchsen auch spielerische Klasse im Vergleich mit Ratingen erwarten. Doch auch davon war weit und breit nichts zu sehen. Ein planvoller Spielaufbau war nur rudimentär auszumachen, Pässe gingen schief – und auch Versuche, mit Puck am Gegner vorbeizukommen, waren oft zum Scheitern verurteilt. Nutzten die Füchse ihre Geschwindikeit und Technik – wie beim 1:2, als Kevin Cooper die entscheidende Vorarbeit für Brad Burym leistete – konnten die Aliens vergleichsweise wenig dagegen ausrichten. Der Kampf, den Lupzig zurecht fordert, ist sicherlich die Grundlage, doch der muss einhergehen mit spielerischen Mitteln, die ein potenzielles Spitzenteam einfach vorweisen muss. In diesem Punkt müssen einige als Führungsspieler eingeplante Cracks wie beispielsweise Toni Bader deutlich zulegen.

Das Spiel begann allerdings auch schlecht für den EVD. In der zehnten Minute griff Keeper Etienne Renkewitz an einem harmlosen Schuss des Ex-Duisburgers Shahab Aminikia vorbei und klagte kurz darauf über Schwindelgefühle. Nach 20 Minuten blieb der Goalie mit Kreislaufproblemen in der Kabine, sodass Ersatz Christoph Oster ranmusste. Zuvor hatte Christian Kohmann auf 2:0 erhöht und Burym kurz vor der Pause auf 1:2 verkürzt.

Die Vorentscheidung fiel im zweiten Abschnitt. Ein schlimmer Scheibenverlust von Tom Fiedler, ein „Prallenlassen“ von Oster – und schon stand es 4:1 durch einen weiteren Ex-Fuchs, Artur Tegkaev (25.), und Marc Hoeveler (28.). Im direkten Gegenzug gelang Bader zwar das 2:4, doch selbst als sich der EVD im letzten Drittel bemühte, ging nur wenig Gefahr von den Duisburgern. Stattdessen traf erneut Aminikia (55.) zum Endstand.

Tore: 1:0 (9:21) Aminikia, 2:0 (12:21) Kohmann (Woidtke), 2:1 (19:27) Burym (Cooper, Bader/5-4), 3:1 (24:45) Tegkaev (Gries, Hoeveler), 4:1 (27:07) Hoeveler (Kruminsch, Kohmann), 4:2 (27:26) Bader (Fritzmeier), 5:2 (54:17) Aminikia (Werner, Schiefner). Strafen: Ratingen 10, Duisburg 6. Zuschauer: 702. (the)

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