Wende zum Guten?

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Am Freitag Abend bezwangen die Starbulls Rosenheim vor 2070 Zuschauern im heimischen Stadion den TEV Miesbach mit 4:2.

In einem sehr starken ersten Drittel legten die Starbulls den Grundstein zum verdienten Heimsieg gegen die Miesbacher. Nach 20 Minuten lagen sie mit 2:0 vorne, ließen im zweiten Drittel etwas nach und mussten in der Schlussphase noch einmal richtig Gas geben, um die drei Punkte zu sichern. Doch der so wichtige Dreier musste teuer bezahlt werden. Drei Spieler mussten nämlich vorzeitig die Partie beenden. Mitch Pohl gab nach dem ersten Drittel mit Leistenproblemen auf, Thomas Brandstädter zog sich nach einem Foul von Tobias Sterba eine Kreuzbandverletzung zu, Heini Schiffl verletzte sich am Finger, der am Abend stark angeschwollen war, so dass eine endgültige Diagnose erst nach dem Röntgen gestellt werden kann.

Nachdem erstmals nach sieben Wochen wieder alle Spieler an Bord waren, schickte SBR-Trainer Ron Chyzowski vier neubesetzte Formationen aufs Eis. Die vier Sturmreihen und drei Verteidigungspaare zeigten eine gute Leistung und so schossen die Hausherren im Eröffnungsdrittel einen 2:0-Vorsprung heraus. Bei der ersten zwingenden Chance dieses Derbys konnte TEV-Keeper Marc Anthony Franco den Schuss von Patrick Senger noch parieren, gegen den Schlagschuss von Jeremy Stasiuk aus zentraler Position war allerdings kein Kraut gewachsen. Weitere Möglichkeiten für die Grün-Weißen hatten in der zehnten Minute Brandstädter (sein Schuss ging knapp am gegnerischen Kasten vorbei) und in der elften Minute Uli Drechsler, dessen eher harmlose halb hohe Weitschuss von der blauen Linie von Franco nicht festgehalten werden konnte und der Puck daraufhin knapp am Tor vorbei trudelte. Das erste Drittel gehörte überhaupt vorwiegend den Rosenheimern. Die Gäste kamen nur zwischen der 16. und 18. Minute gefährlich vor das von Olli Häusler gehütete Gehäuse – und das war während der einzigen Miesbacher Überzahlsituation der gesamten Spielzeit. Das längst fällige 2:0 fiel schließlich in Minute 19. Stephan Gottwald knallte die Scheibe unter die Latte, der Schiedsrichter entschied bereits auf Tor, doch Drechsler beseitigte mit seinem Nachschuss noch einmal alle Zweifel.

Im Mittelabschnitt kam die Mannschaft von John Samanski besser ins Spiel. Die Warnschüsse von Michael Waldschütz (Alleingang in der 22. Minute), Werner Schäffler (stand in der 30. Minute völlig frei vor Häusler) und noch einmal Waldschütz (32. Minute) nahmen die Starbulls wohl nicht ernst genug und so brachte Ludwig Schmid in der 34. Minute seine Farben auf 2:1 heran – und das obwohl zu diesem Zeitpunkt drei gelernte Verteidiger bei Rosenheim auf dem Eis standen. Danach erholten sich die Gastgeber etwas und die Fans hatten in der 37. Minute den Jubelschrei zum 3:1 schon auf den Lippen, denn nach dem Schuss von Senger wackelte bereits das Tornetz – er traf zum Leidwesen der mehr als 2000 SBR-Anhänger aber nur das Außennetz.

Der Schlussabschnitt war von einigen Aufregern geprägt. Erst hatte Drechsler die Chance zum 3:1, es folgte die Verletzung von Brandstädter und ein eher mäßiger Powerplayversuch seiner Mannschaftskameraden. Kurz darauf musste Schiffl verletzt in die Kabine, Senger hatte in der 52.Minute bei einem Solo das 3:1 auf dem Schläger, er wurde jedoch regelwidrig gestoppt. In der 53.Minute nutzten dann die Miesbacher eine Unachtsamkeit der Rosenheimer Hintermannschaft und erzielten durch Schäffler den 2:2-Ausgleich. Die Starbulls ließen sich durch diesen „Rückschlag“ nicht irritieren, kämpften weiter und gingen 99 Sekunden später durch Stasiuk’s zweiten Treffer des Abends wieder in Front. 35 Sekunden vor Schluss holte der TEV seinen Torhüter vom Eis und brachte den sechsten Feldspieler. Diese Maßnahme half aber nichts mehr, denn fünf Sekunden vor Ende machte sich Andi Schneider selbst ein Geburtstagsgeschenk, in dem er den Puck ins leere Tor zum 4:2-Endstand einschob.

Trainerstimmen:

John Samanski (TEV Miesbach): Wir waren knapp dran zu punkten. Nachdem wir das erste Drittel etwas verschliefen, waren wir im zweiten Drittel wach und sind zurückgekommen. Für einen Punktgewinn fehlte uns das Glück.

Ron Chyzowski (SBR): Ich freue mich über die drei Punkte, die notwendig waren, um dran zu bleiben. Im ersten Drittel spielten wir sehr gut und es passte alles. Das zweite Drittel war genau das Gegenteil.

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