Weiterhin keine Punkte

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Sonntagabend vor 1223 Zuschauern

den Blue Devils Weiden mit 2:6. Schlechter könnte der Saisonstart nicht

sein: Vier Spiele – vier Niederlagen. Die Anhänger im Kathrein-Stadion

forderten mit zunehmender Spieldauer immer lautstarker die Ablösung von

Trainer Ron Chyzowski. Unglücklich für die Rosenheimer war gleich in

der Anfangsphase der Ausfall von Stephan Gottwald, der ins Krankenhaus

gebracht werden musste. Hier stellte man eine ausgekugelte Schulter

fest. Gottwald war nach Spielende aber wieder im Stadion und die

Schulter ist auch wieder „drin“. Für ihn rückte Stephan Stiebinger in

die dritte Reihe.

In der dritten Minute gingen die Gäste durch Lukas Hausmanninger, der

aus vollem Lauf den Puck unter die Latte knallte, in Führung. In der

Folge mussten zwei Weidener Cracks (Jan Penk und Sebastian Meindl)

innerhalb von 42 Sekunden auf die Strafbank, acht Sekunden später

musste aber Rückkehrer Mondi Hilger ebenfalls raus. Trotzdem spielten

die Starbulls in Überzahl, die beste Chance hatten hier jedoch die

Oberpfälzer durch Petr Korinek. Doch sowohl in dieser Situation als

auch wenig später bei einem Schuss von Mikka Jäske konnte SBR-Goalie

Olli Häusler parieren. In der siebten Minute das nächste (erfolglose)

Rosenheimer Powerplay, das sogar in einem Gegentor durch Korinek, der

einen Querpass von Jäske verwertete, gipfelte. Mitte des Drittels

kassierte Ronny Martin eine Strafzeit, Weiden zog sein Powerplay auf

und erhöhte in der zwölften Minute durch einen fulminanten Schlagschuss

von Turo Virta auf 3:0.

Nachdem die Gastgeber ein zweieinhalbminütiges Unterzahl schadlos

überstanden hatten, musste Weidens Florian Zeller in die „Kühlbox“, 54

Sekunden später folgte ihm Virta. Und diese doppelte numerische

Überlegenheit nutzten die Starbulls in der 18.Minute durch Gabriel

Krüger zum 1:3. Kurz vor der Pause hatte Patrick Hager die Chance zum

Anschlusstor, doch er wurde von Christian Witthohn regelwidrig zu Fall

gebracht, das Powerplay zu Beginn des Mittelabschnitts brachte aber

nichts ein. Kaum waren die Blue Devils komplett, kassierte mit Virta

ein weiterer Weidener eine Strafzeit. Das Powerplay war jedoch nach 20

Sekunden aufgrund einer Strafe gegen Sean Fischer wieder beendet und

Ex-Starbull Christoph Koziol nutzte den Platz auf dem Eis zum 1:4.

Hoffnung keimte auf, als sich Stiebinger in Minute 27 durch das

gegnerische Drittel „wurschtelte“ und einen Penalty erzwang. Das

Stadion forderte Mondi Hilger als Schützen, der schließlich anlief und

zum 2:4 einnetzte. Die Freude hielt aber nur etwas mehr als drei

Minuten, dann erzielte Jäske in Überzahl das 5:2 für die Oberpfälzer.

In den letzten fünf Minuten des zweiten Drittels scheiterte zunächst

Markus Kempf, danach verweigerte Hauptschiedsrichter Pfeil einen

eindeutigen Treffer von Stiebinger die Anerkennung, in der 39.Minute

vergab Hilger eine weitere Möglichkeit. Im letzten Drittel fixierte

Michael Fendt – erneut in Überzahl – den 2:6-Endstand.

Trainerstimmen:

Jiri Neubauer (Weiden):Wahrscheinlich sind wir im richtigen Moment nach

Rosenheim gekommen. Wir haben nach zwei Blamagen die drei wichtigen

Punkte gebraucht und geholt. Die ersten drei Tore haben uns sehr

geholfen, dann kamen die Rosenheimer zurück. Entscheidend war, dass wir

das zweite Drittel mit 2:1 gewonnen haben. In der Sommerpause gingen

neun Spieler aus finanziellen Gründen, wir haben junge Leute

integriert. Waldowsky, der letztes Jahr noch bei den Junioren spielte,

ist bisher unser bester Torschütze.

Ron Chyzowski (SBR): Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Nach dem

schlechten Start von letzter Woche wollten wir es dieses Wochenende

umdrehen. Wir haben fünf oder sechs Spieler, die das Team führen

müssen, die jungen Spieler haben ihre Rolle gut gespielt. Wir haben

heute einen Schritt nach vorne und dann gleich wieder zwei Schritte

zurück gemacht. Ich als Trainer kann die Mannschaft nur einstellen,

Tipps geben, den letzten Schritt müssen die Spieler auf dem Eis machen.

Mondi Hilger kann die Negativserie nicht allein umbiegen, dafür wurden

andere Spieler geholt. Die Jungs harmonierten nicht auf dem Eis, wir

trainieren täglich Überzahl, aber sie waren auch nervös, da die

Erwartungshaltung der Fans da war.


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