Vier Gegentore in 172 Sekunden

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Die Starbulls Rosenheim verloren am Sonntagabend vor 1465 Zuschauern gegen die Blue Devils Weiden mit 1:6.

„Ein Tor reicht nicht, um zu gewinnen“ – so lautete die Überschrift des Spielberichts der vergangenen Woche von der Auswärtspartie in Freiburg. Nach sechs Treffern gegen die Eisbären Juniors Berlin, gelang den Starbulls aber an diesem Wochenende wiederum nur jeweils ein Tor. Die Folge waren null Punkte und nach der 1:6-Schlappe vor heimischem Publikum auch noch unzufriedene Zuschauer im Kathrein-Stadion. Die einzigen, die am Ende feiern konnten, waren die zehn mitgereisten Fans aus Weiden.

Dabei begann die Partie alles andere als negativ für die Hausherren. In der zweiten und vierten Minute hatten Mondi Hilger und Manuel Kofler die ersten Chancen, wenig später musste Weidens Florian Zellner nach einem Check von hinten gegen Stephan Gottwald auf die Strafbank. Das folgende Powerplay klappte ebenfalls gut, wobei Thomas Weiszdorn die beste Möglichkeit hatte. Der Führungstreffer ließ nur bis zur neunten Minute auf sich warten, als Gottwald seinen Sturmpartner Stephan Stiebinger bediente, der zum 1:0 einnetzte. Die Blue Devils dagegen hatten während des gesamten ersten Drittels nur eine echte Torchance, bei der sie an SBR-Keeper Olli Häusler scheiterten.

„Das zweite Drittel hatte etwas mit besserem Hobbyeishockey zu tun“, so umschrieb Starbulls-Trainer Markus Berwanger die zweiten 20 Minuten. Nach 51 Sekunden kassierte Kofler eine Strafzeit und nur acht Sekunden später schlug es bei Häusler ein. Torschütze war Mike Zbriger. Zwischen der 25. und 28. Minute kamen schließlich die bitteren Momente: Erst traf Jan Philipp Priebsch zum 2:1, wenige Sekunden später vergab Karl Fournier, ehe erneut Priebsch mit einem Schlagschuss auf 3:1 erhöhte. Berwanger nahm eine Auszeit und versuchte seine Mannen wachzurütteln. Dass diese Auszeit sinnlos war, zeigte sich 46 Sekunden später, als der 17-jährige Verteidiger Andreas Gawlik gestandene Rosenheimer Eishockeyprofis tatsächlich wie Hobbyspieler aussehen ließ, plötzlich frei vor Häusler stand und zum 4:1 einschoss. Und es kam noch dicker, denn in Minute 28 traf Miikka Jäske zum 5:1.

Nach nur 46 Sekunden im Schlussabschnitt markierte Jäske nach einem weiteren Schnitzer der Grün-Weißen das 6:1. Berwanger stellte zwar seine Sturmreihen um, ein Erfolgserlebnis in Form eines Tores blieb ihm bzw. seiner Mannschaft versagt. Lediglich ein gutes 60-sekündiges Powerplay (danach folgte wieder eine Strafe gegen die Starbulls) mit einer guten Möglichkeit von Patrick Senger war noch positiv im letzten Drittel.

Trainerstimmen:

Alex Stein (Blue Devils Weiden): Das war unser bestes Saisonspiel. Wir haben sowohl defensiv als auch offensiv erstmals über 60 Minuten sehr gut gespielt und auch unser zweiter Torwart hat eine starke Leistung geboten.

Markus Berwanger (SBR): Nichts gegen den zweiten Torwart der Weidener, aber gegen uns ist es nicht schwer gut zu halten. Außer Gottwald und Stiebinger kann nämlich im Moment keiner Tore schießen. Wir haben im ersten Drittel wie schon am Freitag gut defensiv und diszipliniert gespielt und verdient 1:0 geführt. Dann zeigten wir kein Durchsetzungsvermögen mehr, es war kein Führungsspieler da und nach zwei Gegentoren brachen alle Dämme. Ich werde diese Woche etwas ändern und dann werden wir gegen Dresden auf 0:0 spielen, das ist die einzige Möglichkeit, um derzeit Punkte holen zu können.


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