Vermeintlich leichte Spiele – Falken in Grafing und gegen Berlin

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Haben sich die Cracks von Rico Rossi nach der bitteren Heimklatsche (2:8)

am vergangenen Sonntag gegen den SC Riessersee erholt? Diese Frage wird morgen

geklärt werden. Die Falken sind zu Gast beim EHC Klostersee in Grafing, ehe am

Sonntag die Eisbären Berlin juniors in der Knorr Arena weilen.

 

Klostersee kämpft um einen Play-Off-Platz, nur ein Punkt trennt sie vom

Achtplatzierten EHC Freiburg. Die Mannschaft von Trainer John Samanski ist immer

wieder für eine Überraschung gut, Licht und Schatten wechseln sich ab. Gegen den

aktuellen Spitzenreiter SC Riessersee gewann man vor ca zwei Wochen 7:6 nach

Verlängerung, fing sich am letzten Wochenende aber eine derbe 10:3 Klatsche beim

Schlusslicht Miesbach ein. Gegen die Falken ist die Bilanz bisher ausgeglichen.

In Grafing mussten die Falken, auch bedingt durch eine schlechte Leistung des

damaligen Torhüters Benjamin Finkenrath, eine 5:3 Niederlage hinnehmen. Das

Rückspiel in der Knorr Arena entschieden die Heilbronner mit 7:2 allerdings klar

für sich.


Bester Scorer im Team des EHC Klostersee ist Oldie Petr Zajonc. Er

zeichnet sich durch seine Schnelligkeit, Spielübersicht und Abschlussstärke aus.

29 der 131 Tore schoss der 1.70 m große Stürmer, bereitete 23 vor und belegt

derzeit den dritten Platz der ligenweiten Scorerliste. In der Liste hinter ihm

befinden sich die Brüder Florian und Michael Saller, dicht gefolgt von

Verteidiger Vaclav Ruprecht. Im Tor des EHC gab es eine Veränderung, nachdem

sich Stammtorhüter Florian Hochhäuser eine Verletzung zugezogen hatte

(Saisonende), wurde Josef Mayer zurück ins Team geholt. Simon Eitermoser blieb

Backup.

Böser Bube der Bayern ist Ulrich Drechsler mit 94 Strafminuten. Strafen

sollten sich die Bayern allerdings wenig bis gar nicht leisten, denn in der

Unterzahlstatistik belegen sie den letzten Platz. Verzichten muss Coach Samanski

auch auf Sergej Hausauer (Knie), Eric Ortlip (Knie) und Bernd Rische

(unbekannt).


Im Gegensatz zu Grafing haben die Eisbären Berlin juniors den Kampf um

die Play-Off-Teilnahme schon so gut wie verloren. 22 Punkte trennen sie von

Platz acht. Trotzdem ist das Team bekannt dafür, dass es immer alles gibt und

bis zur letzten Minute um jeden Zentimeter Eis kämpft. Das Hinspiel in der Knorr

Arena gewannen die Falken klar mit 8:3, in Berlin, mit nur 13 Spielern

angetreten, gelang den Heilbronnern ein 4:3 Arbeitssieg. Die Berliner sind, nach

Peiting, das Team mit den wenigsten Strafzeiten der Liga. Allerdings stellen die

Hauptstädter auch das schlechteste Überzahlteam (9,35%). Bester Scorer der

Eisbären ist der Kanadier Richard Mueller (33 Punkte: 23 Tore, 10 Assists),

gefolgt von Mikko Kainulainen (26 Punkte: 6 Tore, 20 Assists) und den

punktgleichen Norman Martens und Derek Dinger (beide 15 Punkte). Im Tor kann das

Farmteam der DEL-Mannschaft aus den Vollen schöpfen: sowohl Sebastian

Stefaniszin, als auch Daniar Dshunossow können schon auf DEL-Einsätze

zurückblicken. Letzterer ist gemeinsam mit Youri Ziffzer als DEL-Torhüter

gesetzt. Bei den Juniors ist somit Stefaniszin die Nummer eins, als Backup

fungiert Ole Swolensky. Verzichten muss Trainer Jeff Tomlinson nur auf Markus

Ziesche, für ihn ist nach einem Schlüsselbeinbruch die Saison beendet. Da die

Eisbären Berlin am Sonntag gegen die Duisburger Füchse antreten ist noch unklar

mit welcher Aufstellung, dh welchen Förderlizenzspielern die Juniors nach

Heilbronn anreisen werden.

 

Falkencoach Rico Rossi hat dagegen ein Luxusproblem: zu viele Spieler.

Dadurch, dass sowohl Fabio Carciola, als auch Sachar Blank wohl weiterhin bei

den Falken spielen werden, sind zwei Angreifer „zuviel“. Rossi gab an, die

Einsätze nach der Leistung im Training zu vergeben. Am Freitag muss das Team

allerdings auf Sachar Blank (Spieldauerstrafe) und Erik Lodge (Muskelfaßerriss)

verzichten. Dafür wird Henry Martens ein weiteres Spiel für Heilbronn bestreiten

und auch Heiko Vogler darf, nachdem er letztes Wochenende als überzähliger

Verteidiger pausieren musste, wieder aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Im Tor

wird voraussichtlich Sebastian Vogl stehen. Backup wird Ronny Glaser sein,

nachdem Danny aus den Birken weiterhin in Mannheim weilt. (FG82)