Unterzahltreffer bringt die Vorentscheidung

Peiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig SelbstvertrauenPeiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen
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Drei Punkte an jedem Wochenende sind das Ziel von Peitings Coach Leos Sulak. Das klappte auch am zweiten in der noch jungen Saison. Nachdem der ECP in Rosenheim noch leer ausging holten sich die Peitinger gegen Deggendorf Fire mit einem 8:3 den ersten Heimsieg.

„So eindeutig wie das Ergebnis aussagt, war das Spiel aber nicht“, wollte ECP-Trainer Sulak das Resultat aber nicht überbewerten. „Knackpunkt war das 6:3 in Unterzahl“, ergänzte Bernie Engelbrecht, der Trainer der Deggendorfer. Erst danach ließen die Niederbayern, denen in dieser Saison noch kein Sieg gelang, die Köpfe hängen. Die Hausherren hatten so keine Mühe in den Schlussminuten noch etwas für das Torekonto zu tun und den Vorsprung auf 8:3 auszubauen. Der Unterschied zwischen den beiden Teams machte letztlich das Überzahlspiel. Bei gleicher Anzahl an Strafen, die der kleinlich pfeifende Unparteiische beiden Mannschaften im Übermaß aufbrummte, erwies sich das Powerplay der Hausherren als wesentlich effektiver als bei den Deggendorfern. Drei Tore bei einem Mann mehr auf dem Eis und dazu ein Unterzahltreffer unterstrichen die Stärke der ersten ECP-Reihe mit Simon Barg, Lubor Dibelka und Andreas Guggenmos, die mit insgesamt fünf Treffer gegen die Niederbayern auch die Matchwinner waren. Im ausgeglichenen ersten Drittel eröffnete Guggenmos (12.) mit seinem 1:0 aus kurzer Distanz auch den Torreigen. Praktisch im Gegenzug stellte der starke Mike Sullivan (13.) aber umgehend auf 1:1. Fast mit der ersten Pausensirene wühlte sich Klaus Müller durch die Gästeabwehr und netzte zum 2:1 für den ECP ein. „Das war eine Schlüsselszene“, grummelte Engelbrecht über die Nachlässigkeit seiner Abwehr. Den psychologischen Vorteil baute Dibelka (27.) bei zwei Mann mehr auf dem Eis auch in eine Zwei-Tore-Führung aus. Die hielt aber nur kurz, da John Sicinski (28.) die Gäste wieder schnell heranbrachte. Nachdem die Deggendorfer bei 5-3 Chancen zum Ausgleich ausließen verschafften sich die Peitinger mit einem Doppelschlag etwas Luft. Fast im Fallen stocherte zunächst Markus Keppeler (31.) die Scheibe in den Kasten. Anschließend traf Barg (36.) im Überzahl zum 5:2. Die Deggendorfer machten es wenig später aber wieder spannend, als Daniel Krzizok (38.) einen Bandenabpraller an Stefan Vajs vorbeibugsierte. Im Schlussdurchgang war die Spannung aber schnell vorbei. Mit seinem Unterzahltor brachte Guggenmos (43.) das Deggendorfer Feuer zum erlöschen. In den letzten Minuten erarbeiteten sich die Hausherren noch zahlreiche Chancen. Joel Petkoff (55.) und Dibelka (60.) wussten zwei davon auch zu nutzen.

Stimmen zum Spiel:

Bernie Engelbrecht, Trainer Deggendorf Fire: „Für uns ist das heute enttäuschen gelaufen. In dem Spiel gab es meiner Meinung nach zwei Schlüsselszenen. Eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels bekommen wir unnötigerweise das zweite Gegentor und dann das Unterzahltor der Peitinger zum 6:3. Danach war es vorbei. Im großen und ganzen haben wir eigentlich zu viele Strafen gehabt. Peiting war besser in Überzahl. Da machten sie mehr als wir und das war der Schlüssel zum Erfolg. Unsere Defensivarbeit an diesem Wochenende war schlecht. 14 Tore in zwei Spielen ist einfach zu viel.“

Leos Sulak, Trainer EC Peiting: „Wir wollten am Wochenende drei Punkte und die haben wir. Damit bin ich zufrieden. Mit den Strafzeiten heute dagegen nicht. Da hatten wir auch zu viele für meinen Geschmack. Das Überzahlspiel hat ganz ordentlich gepasst und damit haben wir das Spiel entschieden. Bis zum 6:3 war die Partie aber noch nicht entschieden. Die Leistung der Mannschaft war heute insgesamt in Ordnung. Wir haben aber noch ein paar Spiele vor uns, ich glaube es sind noch 58. Da kann noch viel passieren und deshalb ist für uns jeder Punkt wichtig.“


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