Unnötige Niederlage in Landsberg

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Eine völlig unnötige 3:6 (1:0, 2:2, 0:4)-Niederlage fuhren die Roten Teufel Bad Nauheim beim EV Landsberg ein. Die Gäste, die ohne Heiko Vogler und Chris Eade antreten mussten, legten los wie die Feuerwehr: Nach nur 65 Sekunden verwertete Lanny Gare einen Steilpass von André Mangold zur 1:0-Führung für die Gäste, die sich in der Folgezeit vornehmlich auf's Kontern verlagerten. Landsberg drückte nämlich und kam das ein oder andere Mal gefährlich vor den Kasten von EC-Goalie Boris Ackers. Hoffmann in der sechsten sowie Switzer in der 13. Minute trafen lediglich den Pfosten des Bad Nauheimer Gehäuses, so dass die Führung ein wenig glücklich erschien. Die Kurstädter kamen gegen Ende des ersten Abschnittes aber wieder besser ins Spiel und zu einer aussichtsreichen Gelegenheit durch den vierfachen Torschützen vom Freitag, Kevin Richardson, der in der 19. Minute an Holmgren im Kasten der Bayern scheiterte.

Das zweite Drittel war kaum angepfiffen, da markierte Landsbergs Torjäger Vaitl den 1:1-Ausgleich mit einem satten Schuss unter die Latte des Bad Nauheimer Gehäuses. Aber die Hessen antworteten prompt: nur 90 Sekunden später verwandelte Baldys einen schönen Pass von Richardson zur erneuten Bad Nauheimer Führung. Die Gäste bekamen in der Folgezeit das Spielgeschehen immer besser in den Griff, während die Bayern gegen eine gut gestaffelte EC-Defensive anrannten. Die Folge war das 1:3 durch Haiduk in der 31.Minute, der einen schnellen Vorstoß in einen Treffer ummünzte. Baum hatte in der 32. Minute gar die Vorentscheidung auf der Kelle, doch diesmal hielt Holmgren die Scheibe fest und somit seine Mannschaft im Match. Die Lechstädter nahmen dies zum Anlass, um ihrerseits wieder mehr nach vorne zu tun, und prompt traf Thiel in der 36. Minute zum 2:3-Anschluss für die Landsberger. Erneut der Pfosten rettete in der 40.Minute nach einem Thiel-Schuss für die Kurstädter, die somit glücklich aber dennoch nicht unverdient mit der Führung in die zweite Pause gehen konnten.

Nur 31 Sekunden nach Wiederbeginn kassierte Alexander Baum nach einem Check an Kapicka eine Spieldauerstrafe, da sein Kontrahent verletzungsbedingt behandelt werden musste. Zudem musste Gogulla für zwei Minuten in die Kühlbox, was Wolsch in der 45.Minute im doppelten Powerplay zum 3:3-Ausgleich verwertete. Nun war es ein absolut offenes Match, und Bad Nauheim witterte seine Chance, als in der 47. Minute Andreas Schmelcher nach einem Check an Eric Haiduk mit einer Spieldauerstrafe zum vorzeitigen Duschen geschickt wurde. Kopicka ging anschließend für zwei Minuten ebenfalls auf die Strafbank, so dass die Gäste rund 1:15 Minuten 5:3-Powerplay spielen konnten. In diese Situation hinein schnappte sich Wolsch das Hartgummi nach einem Fehlpass der EC-Hintermannschaft und markierte mit einem Rückhandschuss das 4:3 in der 52. Minute. Dieser völlig unnötige Gegentreffer in eigener zweifacher Überzahl schien die Gäste zu lähmen, denn es kam so gut wie nichts mehr von den Roten Teufeln. Die Strafe gegen Landsberg war gerade abgelaufen, da traf Rau in der 53. Minute gar zum vorentscheidenden 5:3 für die Lechstädter. EC-Coach Marcus Jehner nahm kurz vor Ende und nach einer Auszeit noch einmal seinen Goalie vom Eis, dies nutzte Nörenberg zwei Sekunden vor dem Ende mit einem Empty-Net-Goal zum 6:3-Endstand. „Die Strafe gegen Alex Baum soll keine Entschuldigung sein, schließlich haben wir kurze Zeit später unsererseits Powerplay gehabt und dabei die entscheidenden Treffer gefangen. Wir waren da einfach nicht konsequent genug. Diese Niederlage ist absolut unnötig“, so Marcus Jehner nach dem Spielende.

Tore: 0:1 (1:05) Gare (Schwab, Mangold), 1:1 (20:31) Vaitl (Rau), 1:2 (22:00) Baldys (Richardson, Mangold), 1:3 (30:38) Haiduk (Breiter, Althenn), 2:3 (35:24) Thiel, ,3:3 (44:46) Wolsch (Thiel, Swither/5-3), 4:3 (51:44) Wolsch (3-5), 5:3 (52:48) Rau (Kapicka, Vaitl), 6:3 (59:58) Nörenberg (ENG). Strafen: Landsberg 8 + 5+ Spieldauer (Schmelcher), Bad Nauheim 14 + 5 + Spieldauer (Baum). Zuschaschauer: 776.

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