Unnötige 3:5-Niederlage in Bayreuth

Sponsorenschießen der Ratinger Ice AliensSponsorenschießen der Ratinger Ice Aliens
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Die Ratinger Ice Aliens mussten im Kampf um den zehnten Platz in der Oberliga einen Rückschlag hinnehmen. Sie verloren bei den finanziell angeschlagenen Bayreuth Tigers mit 3:5, ließen sich vom mit nur zwei Verteidigungs- und drei Sturmreihen angetretenen Gegner auskontern. Udo Schmid hatte seine Mannschaft eindringlich gewarnt, den Gegner womöglich zu unterschätzen, da die Begegnungen für alle Bayreuther Spieler nun auch ein Schaulaufen mit Blick auf den direkten Wechsel zu einem anderen Verein sind.

Nachdem die Bayreuther bereits in der vierten Spielminute in Führung gegangen waren, glichen die Außerirdischen im direkten Gegenzug durch Chris Gustafson wieder aus. Die Tigers waren der vom Trainer erwartet schwere Gegner. Zwar hatten die Ice Aliens mehr Spielanteile und die besseren Tormöglichkeiten, doch die Gastgeber lieferten eine engagierte und kämpferische Leistung ab. Vor eigenem Publikum erkämpften sie sich immer wieder gefährliche Chancen, die zumeist aus schnellen Kontern entstanden. Nachdem in der Ratinger Offensive trotz zahlreicher Chancen kein weiterer Treffer zu verzeichnen war, kassierten die Aliens in der 17.Minute den erneuten Rückstand.

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nichts am Kräfteverhältnis auf dem Eis. Die Ratinger schafften es nicht, ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzuwandeln, während auf Bayreuther Seite früh attackiert und die Aliens damit immer wieder zu leichten Fehlern getrieben wurden. Erst als die Kräfte bei den Tigers zusehends schwanden, gelange den Außerirdischen der Ausgleichstreffer zum 2:2 Pausenstand.

Als Peter Staron im letzten Spielabschnitt die 3:2-Führung erzielen konnte, schien die Partie endgültig zugunsten der Ice Aliens zu kippen. Die Bayreuther bäumten sich mit letzten Kräften gegen die drohende Niederlage. Trotz einer zu diesem Zeitpunkt erdrückenden Offensiv-Leistung der Ratinger, gelang den Tigers immer wieder der Ausbruch aus der eigenen Zone und damit jeweils ein brandgefährlicher Konter. Da auch im letzten Spielabschnitt die Chancenverwertung mehr als zu wünschen übrig ließ, war es kaum verwunderlich, dass die Bayreuther in der 51.Spielminute den erneuten Ausgleich erzielten und in der Folgezeit das Spiel durch den Treffer von Bigam für sich entschieden. Das letzte Tor des Abends hatte lediglich noch statistischen Wert, da Trainer Udo Schmid kurz zuvor seinen Goalie vom Eis beordert hatte, um einen zusätzlichen Feldspieler aufbieten zu können.

Der Aliens-Coach fasste sich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel kurz: "Bayreuth war hochmotiviert und hat kämpferisch eine ganz starke Leistung gezeigt", meinte Udo Schmid. "Wir haben es leider nicht geschafft, die hohe Anzahl von Torchancen zu nutzen und dieses Spiel für uns zu entscheiden." Der Abstand zum zehnten Tabellenplatz beträgt nun vier Punkte. Die direkten Konkurrenten aus Berlin und Peiting konnten am gestrigen Spieltag jeweils nur einen Punkt nach Penalty-Schießen ergattern. Allerdings dürfen auch die Teams auf den Plätzen 13 bis 15 nicht aus den Augen verloren werden, denn die Konkurrenz aus Füssen, Klostersee und Miesbach konnte ebenfalls Punkte gutmachen und den Abstand zu den Ice Aliens verkürzen.