Unglückliche Niederlage in der Schlussphase - Falken verspielen 4:3-Führung

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Den zahlreichen mitgereisten Fans aus Heilbronn bescherten die Falken

ein
Wechselbad der Gefühle. Führung, Rückstand, Führung, Niederlage – so

der
Spielverlauf in Kurzform. Durch den gleichzeitigen Sieg der Tölzer

Löwen über Freiburg sind die beiden Kontrahenten um Platz zwei nun

wieder punktgleich.


Es war ein Auftakt nach Maß für den HEC, der schon

nach 45 Sekunden durch
einen Schlagschuss von Caig in Führung ging.

Schiedsrichter Sicorschi hatte
frühzeitig zwei Spieler der Gastgeber auf

die Strafbank geschickt und Heilbronn die doppelte Überzahl ausgenutzt.

Anschließend musste Goalgetter Campbell nach einem Foul an Fischer unter

die Dusche, doch die folgenden fünf Minuten in Überzahl brachten die

Gäste sehr wenig zustande.


Aufgrund des andauernden Spiels in Unterzahl

hatten die Oberschwaben anfangs keine Torchancen, erst in der 10. Minute

tauchte man bei eigenem Powerplay gefährlich vor Ronny Glaser auf. Bei

ausgeglichener Mannschaftsstärke
entwickelte sich auch ein ausgeglichenes

Spiel auf gutem Niveau, in dem Ravensburg nach einem Bullygewinn im

Falken-Drittel den Ausgleich erzielte.


DelMonte setzte sich am Bullypunkt

durch, Bagu zog ab und traf in den Winkel. Doch Heilbronn schlug in der 17.

Minute zurück und kam nach einer Energieleistung von Weibler zur erneuten

Führung, bei der EVR-Keeper Lonscher keine glückliche Figur machte.


Auch

das zweite Drittel begann mit doppelter Überzahl für Heilbronn, doch

in
dieser Phase hätte von den Jungs von Rico Rossi viel mehr kommen müssen


– der fehlende Rhythmus nach zwei Wochen Spielpause machte sich

deutlich
bemerkbar. Im weiteren Verlauf des mittleren Abschnitts

neutralisierten sich
beide Teams, Torchancen blieben folgerichtig

Mangelware. Nun waren es die
Falken, die mehrere Male in Serie auf die

Strafbank wanderten, und in der 36. Minute war es Newhook, der einen

Schuss von Wedl in Überzahl zum 2:2-Ausgleich abfälschte.


Nachdem in den

zweiten 20 Minuten wenig passiert war, sollte es der
Schlussabschnitt dann so

richtig in sich haben und die Nerven der Fans strapazieren. Zunächst stand

das Spiel weiter auf des Messers Schneide, kein Team konnte sich

entscheidend in Szene setzen, es gab weiter nur wenige klare Torchancen.

Einer dieser Gelegenheiten nutzte in der 49. Minute Vogt per Backhander

zur erstmaligen Führung der Oberschwaben. Doch die Falken
schlugen nach

kurzer Zeit zurück – endlich einmal klappte das Powerplay, und
Heilbronn

schien sich durch einen Doppelschlag auf die Siegerstraße zu schießen.

Zunächst fuhren Caudron und Mauer eine 2-gegen-1-Situation,


Mauer stocherte nach JFC´s Querpass die Scheibe irgendwie über die Linie.



Kaum eine Minute später war es wieder Caig, der mit einem Schlagschuss


Lonscher bezwingen konnte. Doch die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt

und bliesen zur Schlussoffensive. Zunächst hatte schon Loth die

Riesenchance zum 4:4, dann war es wieder nach einem Bullygewinn im

Drittel der Falken, dass
Newhook frei zum Schuss kam und einen Abpraller zum

Ausgleich verwertete.


Der HEC war anschließend wieder im Powerplay und

bei 4-gegen-3 alles andere
als clever. Drei Stürmer verloren im

gegnerischen Drittel in der Ecke den Puck, der EVR konterte und Newhook

zum Dritten brachte die Scheibe drei Minuten vor Schluss zum vielumjubelten

Siegtreffer über die Linie.


Fazit: Eine ausgeglichene Partie, die die Falken

nach dem Spielverlauf nicht hätten verlieren müssen. Rico Rossi war

dementsprechend etwas unzufrieden
mit dem ein oder anderen

Leistungsträger, der besonders an den Gegentoren im letzten Drittel

seinen Anteil hatte, und kritisierte die schwache Bullybilanz. Auf der

Gegenseite kann auch das Statement von Schorsch Holzmann nicht unerwähnt

bleiben. Zunächst hatte der EVR-Coach  ausgerechnet nach dem eigenen

Siegtor eine Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen mehrerer obszöner Gesten

Richtung Schiedsrichter kassiert, dann legte er auf der Pressekonferenz nach.

„Wir haben auch gegen den Schiedsrichter gespielt. Das war vorsätzlich,

was heute gelaufen ist. Schon an seinem Laufstil sieht man, dass er keine

Eier in der Hose hat. Wenn er ein Mann wäre, wäre er hergekommen und wir

hätten das untereinander geregelt und ich ihm zwei Ohrfeigen gegeben. Das war

peinlich!“, so der in der Tat mehr als zweifelhafte Kommentar des

Eisenschorsch auf der Pressekonferenz. (SB)

Die Statistik in

Kurzform:


EV Ravensburg – Heilbronner Falken 5:4 (1:2, 1:0, 3:2)
Tore:

0:1

Caig 1. 5-3, 1:1 Bagu 13., 1:2 Weibler 17., 2:2 Newhook 36. 5-4, 3:2 Vogt

49., 3:3 Mauer 51. 6-4, 3:4 Caig 52. 5-4, 4:4 Newhook 56., 5:4 Newhook 58.

4-4


Strafminuten: Ravensburg 29 + 20 (Campbell) + 20 (Trainer Holzmann),

Heilbronn 22 + 10 (Schietzold)

Schiedsrichter: Sicorschi
Zuschauer:

3.050


SB


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