Überraschungs-Coup der Tigers – Sieg gegen Spitzenreiter Bremerhaven

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„Wir haben noch viel Arbeit bis zur Zwischenrunde.“ Trainer Peter Draisaitls nüchterne Analyse nach 60 Minuten wenig begeisterndem Auftreten seines REV Bremerhaven fiel knapp aus und trug keinen Zorn. Als Favorit ins Rennen gegangen, geschlagen in die Kabine zurückgekehrt: Die 1:2-Niederlage der Norddeutschen in Bayreuth hat überraschte Freude in die Gesichter der Tigers-Fans gezaubert. Und schon ist er wieder da: Bayreuths Traum von Platz 5.

„Wir haben heute gezeigt, dass wir nicht aufgeben“, gab sich Tigers-Trainer Doug Irwin nach dem Spiel angriffslustig. Noch immer ist die Meisterrunde in Bayreuth nicht abgeschrieben, auch wenn die Tabelle eine Lücke von sechs Punkten ausweist. Um das Loch zu schließen, müssen noch einige Überraschungen her.

Aber die sind möglich, das haben die Tigers am Sonntag gezeigt. Gästecoach Draisaitl zollte dem siegreichen Gegner am Ende Respekt: „Der Sieg geht vollkommen in Ordnung. Bayreuth war über 60 Minuten die bessere Mannschaft auf dem Eis.“ Allerdings hatten auch die Tigers eine lange Anlaufzeit gebraucht, möglicherweise bedingt durch den frühen Rückstand. Das erste Drittel bot wenig an spielerischem Glanz, fast schien es, als müssten beide Teams nach der kurzen Weihnachtspause erst wieder ein wenig warmlaufen.

Aber spätestens ab dem zweiten Abschnitt präsentierte sich der ESV frischer, energiegeladener und schwungvoller. Bremerhaven hingegen verharrte in der passiven Erwartungshaltung, dass man das Ding schon irgendwie schaukeln werde. Diese Rechnung ging diesmal allerdings nicht auf, weil sich Bayreuth zunehmend in den Rang der spielbestimmenden Mannschaft schob. Trainer Irwin erklärte das mit dem fehlenden Druck, niemand hatte schließlich den Oberfranken die Favoritenrolle zugesprochen.

Befreit und keineswegs mutlos waren Irwins Mannen aufs Eis marschiert, nachdem sie schon in der Kabine darüber gesprochen hatten, dass der Tabellenführer keineswegs unschlagbar ist. Die beiden bisherigen Begegnungen zwischen Bayreuth und Bremerhaven waren eng, diesmal erstmals mit dem besseren Ende für die Tigers. „Wir befinden uns auf einer sportlichen Talfahrt“, bilanzierte Pinguins-Coach Draisaitl nach der Niederlage. Drei Mal in Folge hat sein Team nun verloren, der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Dresden ist auf fünf Punkte geschmolzen.

Den Tigers könnte dieser Sieg noch einmal Auftrieb geben, denn schon am heutigen Dienstag müssen sie wieder gegen Bremerhaven antreten – diesmal an der Nordseeküste. Irwin ist vor dem neuerlichen Vergleich nicht bange: „Wir können auch am Dienstag gewinnen.“ Und dass, obwohl ihm nur vier echte Verteidiger zur Verfügung stehen, nachdem Marco Zimmermann und Petr Precan, der nach seiner schweren Gesichtsverletzung in diesen Tagen operiert wird, ausgefallen sind. Philipp Sintenis hat die Lücke in der Defensive aufgefüllt, der noch fehlende Posten wird im Rotationsprinzip unter den Verteidigern übernommen. Doch angesichts der Ideenlosigkeit der Bremerhavener Sturmreihen war dies am Sonntag zumindest kein Nachteil. Die Überraschung jedenfalls soll heute noch einmal wiederholt werden. (Ingo Schorlemmer)

ESV Bayreuth – REV Bremerhaven 2:1 (0:1; 2:0; 0:0)

Tore:

0:1 (2.) Caudron (Pysz, Streu); 1:1 (25.) Kustermann; 2:1 (30.) Maidment. – Schiedsrichter: R. Aumüller (Planegg-Würmtal). – Strafminuten: 14 / 10 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe gegen Del Monte. – Zuschauer: 1260.

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