Torfestival in Bad Tölz – Löwen demontieren den TEV Miesbach

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Parallelen zum Vorjahr,

als der TEV Miesbach in Bad Tölz mit 1:12 auseinander genommen wurde, waren

nicht zu übersehen. Eine völlig überforderte Mannschaft von der Schlierach, ein

entfesselt aufspielender EC Bad Tölz und Tore am Fließband. Wieder wurde es

bitter für die Kreisstädter. Die Löwen zeigten sich nur unwesentlich gnädiger

als vor Jahresfrist, gewannen das Derby der ungleichen Kräfteverhältnisse mit

10:1 (3:0,4:0,3:1). Vor 1700 Besuchern trafen Yanick Dubé und T.J.Mulock

dreifach. Sechs Tore der Gastgeber fielen in Überzahl.

Lange dauerte es nicht, ehe

der Sieger dieser Partie feststand. Nach fünf Minuten führten die Hausherren

mit 3:0 und hatten ihre Arbeit damit im Vorbeigehen verrichtet. Bereits nach

nur 13 Sekunden lupfte Floppo Zeller die Scheibe ins Netz. Yanick Dubé im Powerplay

sowie Matthias Bergmann per brachialen Fernschuss erledigten den Rest. Miesbachs

Förderlizenz-Torhüter Mirco Theurer hatte genug vom Treiben, ließ sich zeitig

gegen Marc-Anthony Franco austauschen.

Das zweite Drittel hatte

gerade begonnen, als die Scheibe neuerlich im Netz der Gäste zappelte. Kapitän

Yanick Dubé traf mit Präzision aus der Halbdistanz. Miesbach fand zu keiner

Zeit einen Weg auf Augenhöhe zu agieren. Bei einer doppelten Unterzahl

erdreistete sich Axel Kammerer sogar die erste Sturmreihe aufs Eis zu schicken

– wohlgemerkt ohne gelernten Verteidiger. Und als die Tölzer wieder die gleiche

Anzahl an Spielern zur Verfügung hatten, lenkte T.J. Mulock ein wunderbares Zuspiel

von Michael Pfaff über die Torlinie. Der junge Kanadier war es auch, der wenig

später mit einem tollen Überzahltor das halbe Dutzend voll machte. Plötzlich

durfte sich auch die vierte Angriffsformation der Isarwinkler über Einsätze im

Powerplay freuen. Das nächste Powerplaytor gelang allerdings Yanick Dubé. Mit

zwei Spielern mehr auf dem Eis hämmerte die Zaubermaus den Puck flach in die

Ecke.

Das Katz und Maus-Spiel fand

auch in den letzten zwanzig Minuten seine Fortsetzung. Erst aber hatte der TEV

die große Möglichkeit zum Ehrentreffer. Weil Matthias Bergmann die Scheibe in

Überzahl an der blauen Linie durchrutschen ließ und der Ex-Tölzer Thomas

Fritzmeier zum Break startete, entschied Roland Seckler nach Bergmanns

regelwidrigen Rettungsversuch auf Penalty. Warum mit Ronny Martin ein Spieler

antrat, der eher der grobmotorigen Fraktion zuzuordnen ist, erschloss sich den

1700 Zuschauern nicht. Thomas Ower parierte ohne Mühe und hielt die Null fest.

Mit dem Shut-Out wurde es für den vormaligen Weidener dennoch nichts, weil

Andreas Veicht wenig später mit der Rückhand erfolgreich war. Dazwischen lag

das 8:0 von Christian Urban. Gefallen ist der Treffer wiederum bei numerischem

Vorteil; ebenso wie das 9:1 durch Christoph Fischhaber. Um gänzliche Monotonie

zu vermeiden, entschied sich Travis-James Mulock den zehnten Tölzer Torerfolg

in Unterzahl herbeizuführen. Der Endstand in einer ebenso kurzweiligen wie

einseitigen Partie.

Oliver Rabuser

Tore: 1:0 (00:13) Zeller

(Pfaff), 2:0 (04:34) Dubé (Borzecki, Mulock, 5-4), 3:0 (05:16) Bergmann (Urban,

Melchert), 4:0 (20:34) Dubé (Campbell, 5-3), 5:0 (31:12) Mulock (Pfaff), 6:0

(35:47) Mulock (Zeller, Borzecki, 4-3), 7:0 (39:30) Dubé (Borzecki, Zeller,

5-3), 8:0 (45:20) Urban (Baindl, Dubé, 5-4), 8:1 (46:13) Veicht, 9:1 (48:08)

Fischhaber (Albanese, 5-4), 10:1 (51:55) Mulock (Dubé, 4-5)

Strafminuten:  Bad Tölz 22 – Miesbach  36

Schiedsrichter:  Roland Seckler (ESC Geretsried)

Zuschauer: 1678

Spieler des Spiels: Yanick

Dubé

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