Tolles Spiel geliefert

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Die Starbulls Rosenheim unterlagen am Freitagabend vor 3253 Zuschauern den Tölzer Löwen mit 1:2.

Es war flottes Derby, ein Match auf hohem Niveau, doch nach 60 Minuten standen die aufopferungsvoll kämpfenden Starbulls gegen den Favoriten aus Bad Tölz mit leeren Händen da. Die Rosenheimer agierten in dieser Partie mit vier Sturmreihen (neben den drei erfolgreichen Reihen der Vorwoche bildeten Daniel Bucheli, Markus Schütz und Paul Weismann den vierten Sturm) und sahen sich zunächst Chancen der Gäste durch Christoph Fischhaber, Adam Borzecki und Travis James Mulock gegenüber. Diese Möglichkeiten entschärfte aber SBR-Keeper Olli Häusler. Nach guten Chancen für Simon Wenzel und Ryan Smith folgten zwei Powerplays für die Grün-Weißen, die jedoch nicht zum Erfolg führten. In der elften Minute hatte zunächst Franz Mangold den Führungstreffer für die Löwen auf dem Schläger, im direkten Gegenzug verzog Anton Bernard. In der 13. Minute klappte es allerdings für die Tölzer, als Terry Campbell aus vollem Lauf von der blauen Linie abzog und seine Farben mit 1:0 in Führung brachte. Die beste Ausgleichsgelegenheit vor der Pause hatte Stephan Stiebinger, er traf aber nur den Pfosten.

Nach überstandener Unterzahl fanden die Schützlinge von Markus Berwanger schnell zurück ins Spiel und in der 22. Minute durften sie und ihr zahlreicher Anhang jubeln, denn ein Schuss von John Snowden fand den Weg über die Linie zum 1:1. Nach dem zweiten schadlosen Unterzahlspiel hatten Wenzel bei einem Break (30. Minute) und Stephan Gottwald (33.) Chancen zur Rosenheimer Führung, doch das Glück war an diesem Abend nicht auf Seiten der Starbulls. Gegen Ende des Mittelabschnitts schimpfte ECT-Trainer Axel Kammerer lautstark mit seinen Mannen, die in der Schlussphase sogar noch zwei Strafzeiten kassierten. Die Gastgeber konnten allerdings aus einer Minute Fünf gegen Drei und weiteren 55 Sekunden bis zur Pause Fünf gegen Vier kein Kapital schlagen.

Die Entscheidung fiel schließlich in der 46. Minute im Tölzer Powerplay, nachdem gegen Patrick Senger vom ansonsten sehr gut leitenden Hauptschiedsrichter Lenhart eine fragwürdige Strafzeit ausgesprochen wurde. Die Top-Überzahlformation der Löwen war auf dem Eis, über Yannick Dube und Florian Zeller kam die Scheibe zu Mulock, der zur Tölzer Führung vollendete. Mehr als eine gute Chance von Andi Schneider in der 50. Minute hatten die Starbulls hingegen nicht mehr zu verzeichnen und so blieb es trotz tollen Kampfs, Einsatz und Laufbereitschaft bei der knappen Niederlage vor großartiger Kulisse.

Trainerstimmen:

Axel Kammerer (Bad Tölz): Das war Werbung für Eishockey. Es war ein großartiges Spiel mit toller Atmosphäre. Beide Mannschaften haben sehr gut gespielt und wir hätten das Spiel deutlicher gewinnen müssen.

Markus Berwanger (SBR): Es war ein tolles Eishockeyspiel vor toller Kulisse. Das Pendel hätte auch zu unseren Gunsten ausschlagen können. Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen, aber die Strafe gegen Patrick Senger, die zum 1:2 führte, war keine Strafe. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, stattdessen hat sie ein Kompliment verdient.