Tölzer Löwen: Spät aufgewacht, am Ende trotzdem gelacht

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Hausherren mussten mit den

weitaus schlechteren Voraussetzungen in die Partie starten. Während Bad Tölz

komplett auflief, meldeten sich beim EHC beide Torhüter grippekrank ab. Zudem

mussten Rische und Rupprecht das Bett hüten. Auf dem Eis gestaltete sich die

Angelegenheit indes schnell wider den Erwartungen. Klostersee legte mit zwei

schnellen Treffern den Grundstein für ein überzeugendes erstes Drittel.

Jonathan Hobson durfte einnetzen, weil auf seiner rechten Angriffseite kein

Gegenspieler zu finden war. Das 2:0 staubte Raymund Nickel reaktionsschnell ab,

der zum Verteidiger umfunktionierte Uli Drechsler hatte zuvor den Pfosten

getroffen. Vom Ligafavorit war herzlich wenig zu sehen. Einmal landete die

Scheibe hinter dem geschlagenen Beppi Mayer, konnte aber noch gerade so vor der

Torlinie geklärt werden. Hatten die Tölzer das Glück, dass Joe Wieser nur den

Außenpfosten anvisierte, nahm das Unglück drei Minuten später seinen Lauf.

Michael Saller traf vorbei an Freund und Feind von der blauen Linie. Die Tölzer

hatten Probleme, durchdacht in die Grafinger Verteidigungszone einzudringen.

Selbst im Powerplay lief der Puck zu ungenau durch die eigenen Reihen. Einziger

Lichtblick bei den Isarwinklern: Das 1:3 durch Marcel Waldowsky kurz vor der

Pause.

 

Wer Axel Kammerer kennt, weiß,

dass die Pausenansprache an die Seinen keine Harmonie in sich barg. Wenngleich

de 43jährige hinterher zu Protokoll gab, er sei ungewohnt ruhig gewesen und

habe lediglich gemeint: „Ihr habt euch das eingebrockt, jetzt regelt das auch.“

Dementsprechend ausgeglichener gestalteten die Buam das Geschehen nach

Wiederbeginn. Nach zwei überstandenen Unterzahlsituationen traf Michael Pfaff

wunderbar freigespielt zum 3:2.  Zwar

musste Florian Kirschbauer nach einem Stockschlag an Oliver Wälde mit

Spieldauerstrafe vom Eis, doch konnten sich die Gastgeber so gut wie gar nicht

gegen das aggressive Penalty-Killing der Gelb-Schwarzen durchsetzen. Die

Isarwinkler ihrerseits erhöhten die Schlagzahl, bekämpften den Gegner mit hohem

Kraftaufwand. Bei numerischem Vorteil gelang es Sandro Schönberger noch vor dem

letzten Seitenwechsel, den Spielstand zu egalisieren.

 

Ein Doppelschlag der Tölzer

durch Florian Zeller früh im Schlussabschnitt schien den Grafingern zunächst

neben der schwindenden Physis auch den Biss zu rauben. Dann aber traf der bis

dato unauffällige Oldie Petr Zajonc zum 4:5 und sorgte dadurch für eine

spannende Schlussviertelstunde. Der oftmals kleinlich leitende Unparteiische

griff zum Ende über Gebühr ins Geschehen ein und bescherte dem Favoriten nahezu

dauerhafte Unterzahl. Selbiges konnten sich die Hausherren allerdings nicht

einmal mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis zu Nutze machen, so dass es am Ende

für die Gelb-Schwarzen den ersten Auswärtserfolg zu bejubeln gab. (or)

Tore: 1:0 (03:53) Hobson

(Wieser), 2:0 (04:47) Nickel (Drechsler,5-4), 3:0 (11:54) M. Saller (Zalonc, F.Saller,

5-4), 3:1 (19:25) Waldowsky (Borzecki, Ower), 3:2 (26:28) Pfaff (Dubé, Mulock),

3:3 (37:14) Schönberger ( Waldowsky, Campbell, 5-4), 3:4 (40:28) Zeller (Mulock,

Dubé), 3:5 (42:02) Zeller (Dubé, Morin, 5-4), 4:5 (45:25) Zajonc (F.Saller)

Strafminuten:  Klostersee 24 + 10 (Hobson) + 10 (Mudryk)  -  Bad

Tölz 20 + 10 (Borzecki) + 5 + Spieldauer (Kirschbauer)

Schiedsrichter: Hatz (TSV

Trostberg)

Zuschauer: 631

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