Tölzer Löwen: Der dreifache Melchert wahrt Heimnimbus

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Manchmal ist Eishockey ein

richtig hartes Stück Arbeit. Selbst für eine Mannschaft wie die Tölzer Löwen,

die in der Oberliga bislang eine imposante Heimstärke offerierten. An diesem

Nimbus hat sich nach dem Spiel gegen Peiting nichts geändert, aber der Erfolg

war auf weitaus mehr Mühen begründet als das nackte Ergebnis es aussagt.

Letzten Endes behielten die Isarwinkler mit 7:3 (0:1,2:1,5:1) vor 1500

Zuschauern die Oberhand.

Sollte das Quiz-Taxi in

dieser Woche nach Bad Tölz kommen, wäre die Frage nach dem zweitbesten

Torschützen der Löwen hinter Kurt MacSweyn sicherlich eine ansprechende Hürde

für die Kandidaten. Selbst kundige Stadiongeher werden vermutlich auf Yanick

Dubé oder Alan Reader tippen. Die richtige Antwort lautet indes: Martin

Melchert. Erinnert der 20jährige schon vom Laufstil und der Rückennummer an

seinen Vorgänger Troy Bigam, tut er es dem jetzigen Dresdner auch auf

sportlicher Ebene gleich. Fünf Treffer hat Melchert bislang erzielt. In der

vierten Angriffsformation wohlgemerkt. Gegen Peiting war der Geretsrieder

unstrittiger Mann des Abends. Mit einem lupenreinen Hattrick entschied er eine

zuvor enge Partie zugunsten der Hausherren.

Dass die Partie überhaupt eng

wurde, hatten sich die Buam selber zuzuschreiben. Sie vergaben im ersten

Abschnitt unglaublich viele Torchancen. Das Raunen auf den Rängen fand kaum

einmal ein Ende. Peiting überstand die zahlreichen heiklen Phasen und trat das

erste Mal nach 18 Minuten in Erscheinung. Da erzielte Werner Kößl im Powerplay

per Schlagschuss die Führung für die Elche. Von Selbigem geknutscht musste sich

die Tölzer Fankurve kurz nach Wiederbeginn gefühlt haben. Da traf der frühere

Garmischer Anton Saal glatt zum 2:0. Zwar intensivierten die Tölzer ihre

Bemühungen noch einmal, doch dauerte es bis über die Hälfte der Spielzeit, bis

der Musikverantwortliche den Can Can einspielen konnte. Yanick Dubé hatte aus

einem Gewühl heraus abgestaubt. Den Gleichstand besorgte Michael Endraß wenig

später mit einem schön herausgearbeiteten Treffer. Spätestens als im letzten

Abschnitt Alan Reader und Jan Schinköthe schnell auf 4:2 stellten, musste man

sich um die Gäste Sorgen machen. Schließlich fehlten dem Team nach den Abgängen

von Schreiber und Wedl gestandene Spieler. Weit gefehlt ! Als Max

Prommersberger auf die Sünderbank musste, schaffte Simon Maier den Anschluss

bei 13 verbleibenden Minuten. Doch statt der erwarteten Schlussoffensive aus

Peiting, war es der junge Martin Melchert, der die letzten Akzente der

Begegnung setzte. Eines seiner Tore machte der Linksaußen sogar in Unterzahl. Das

war freilich selbst für die tapferen Gäste zuviel. (or)

Tore:  0:1 (17:49) Kößl (Saal, Keppeler, 5-4), 0:2

(21:04) Saal (Müller), 1:2 (32:04) Dubé (Schönberger, Urban, 5-4), 2:2 (36:35)

M.Endraß (Curth, Baindl), 3:2 (42:57) Reader (Borzecki, Schinköthe, 5-4), 4:2

(44:34) Schinköthe (Kirschbauer), 4:3 (47:36) Maier (Hain, Zeck, 5-4), 5:3

(52:07) Melchert (Borzecki, Schinköthe,5-4), 6:3 (53:14) Melchert (Fritzmeier,

Borzecki), 7:3 (59:25) Melchert (Dubé, Borzecki, 4-5)

Zuschauer: 1504

Schiedsrichter: Axel

Rademaker (Krefeld)

Strafminuten:  Bad Tölz 

14  -  Peiting 

24

Spieler des Spiels:  Martin Melchert

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