Tölzer Löwen: 5:1-Sieg über Ravensburg

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Den neunten Sieg im zehnten Heimspiel feierten die Tölzer Löwen am

Freitagabend gegen den EV Ravensburg. Beim 5:1 (2:0, 3:0, 0:1) zeigte

auch Neuzugang Travis James Mulock eine bereits sehr ansprechende

Leistung an der Seite von Yanick Dubé und erzielte seinen ersten

Scorerpunkt im Trikot der Löwen. Die Partie war bis knapp zur Hälfte

bereits entschieden. Im Schlußdrittel begnügten sich die Löwen damit,

den Sieg sicher nach Hause zu schaukeln.



Gleich das erste Powerplay brachte die Hausherren in Front.

Matthias Bergmann traf mit einem verdeckten Schuß von der blauen Linie.

Ravensburg zeigte sich bemüht in einem ersten Drittel, das nach dem

Geschmack von Axel Kammerer "zu offen" war. "Es gab zuviele Torchancen

für den Gegner." Die Bemühungen fruchteten allerdings nicht, denn zum

einen verfehlten die Gäste aus Schwaben desöfteren das Gehäuse und zum

anderen hatte Goalie Marko Suvelo einen Sahnetag erwischt. Aus einer

hektischen Phase heraus ergab sich für die Löwen das zweite

Überzahlspiel des Abends, das wieder erfolgreich gestaltet werden

konnte. Yanick Dubé war der Torschütze, die Vorlage lieferte Neuzugang

T.J. Mulock.



Vom Anfangsbully des zweiten Drittels an war zu spüren, dass die

Löwen das Spiel nun schnell entscheiden wollten. Sandro Schönberger

hatte wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die Chance dafür auf dem

Schläger. Nach einem Traumpaß aus der eigene Zone hatte Kurt MacSweyn

drei Minuten später einen Alleingang. Da er regelwidrig davon

abgehalten wurde, selbigen erfolgreich abzuschließen, entschied

Schiedsrichter Sander auf Penalty. Yanick Dubé trat an und verfehlte,

begeisterte die Zuschauer aber trotzdem mit der Art und Weise, wie er

den Penalty zu verwandeln suchte. Auch sein Trainer war davon angetan:

"Es war zwar erfolglos, aber trotzdem schön." Erfolgreich war ein

anderer Löwe nichtmal eine Minute später. Florian Kirschbauer schoß aus

spitzem Winkel das 3:0 für die Hausherren. Es war das erste Tor für den

jungen Verteidiger. Ravensburg ließ nicht locker, eine doppelte

Überzahl hatten die Buam zu überstehen, in der die Gäste durchaus

Chancen hatten. Die Entscheidung kam knapp eine Minute vor Drittelende

per Doppelschlag. Kurt MacSweyn traf in Überzahl, nach einer schönen

Kombination: Mit dem Schlittschuh leitete der Kanadier den Puck zurück

an die blaue Linie, der über Adam Borzecki und Sandro Schönberger den

Weg zurück zu ihm fand. Einen Bullygewinn im gegnerischen Drittel 16

Sekunden vor Ende des Abschnitts nutzte erneut Matthias Bergmann. Ein

brachialer Schlagschuß von der blauen Linie schlug im Ravensburger Tor

ein.



Im Schlußabschnitt bemühten sich die Löwen um die Sicherung des

Sieges. Viele Chancen wurden nicht mehr herausgespielt. Einziger

Wermutstropfen, vorallem für Goalie Marko Suvelo, war der

Ravensburger-Treffer durch Stefan Vogt. Mehr als Ergebniskosmetik war

es aber nicht.



Der neue Ravensburger Coach Georg Holzmann sprach in der

Pressekonferenz von einem verdienten Tölzer Sieg. "Bei 5 gegen 5 war

der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht so groß. Das

konsequentere und erfolgreichere Überzahl-Spiel der Tölzer war

ausschlaggebend." Natürlich trage auch die Ausgangsposition beider

Teams ihren Teil dazu bei. Während es bei den Löwen derzeit sehr gut

läuft, hinken die Ravensburger weiterhin ihren Ansprüchen hinterher.

"Tölz spielt selbstbewußt und druckvoll zum Tor. Meine Mannschaft ist

unsicher und dadurch entstehen individuelle, dumme Fehler."



Axel Kammerer war von seiner Truppe begeistert. "Das war eine sehr

gute Leistung und ein flüssiges Spiel." Das erste Drittel sei zwar zu

offen gewesen, aber "wir haben im richtigen Augenblick die Tore

erzielt." Für das Publikum sei es auch ein schönes Spiel gewesen,

gerade ob der "Leckerbissen", wie Yanick Dubés Penalty oder Kurt

MacSweyns Einlage im Powerplay.


Beim Neuen, T.J. Mulock, habe er ein "durchweg positives Gefühl. Das Zusammenspiel mit Yanick heute war schon eine Augenweide."



Die Tölzer bleiben trotz dieses Sieges auf Tabellenrang drei,

konnten aber den Abstand auf den Tabellenvierten Weiden auf acht Zähler

vergrößern. (mb)



Tore: 1:0 (4:22) Bergmann (Urban, Curth) 5/4 2:0 (17:52) Dubé

(Mulock, Schinköthe) 5/4, 3:0 (24:16) Kirschbauer (Melchert, Borzecki),

4:0 (39:08) MacSweyn (Schönberger, Borzecki) 5/4, 5:0 (39:44) Bergmann

(Baindl, Curth), 5:1 (49:25) Vogt (Schütz, Fritz)


Strafen: Tölz 12 - Ravensburg 16


Schiedsrichter: Sander (Peiting)


Zuschauer: 1381

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