Tölzer Löwen: 4:0-"Eishockeyfest" gegen Starbulls Rosenheim

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Viel Werbung hatte es für das Spiel der Tölzer Löwen gegen die  
Starbulls Rosenheim gegeben. Sollten es die Isarwinkler schaffen,  
eine Kulisse von 3333 oder mehr Zuschauern anzulocken, würden auch  
für die Nichtmitglieder die Dauerkarten für die Playoffs  
freigeschaltet. Auch dank eines veritablen Andrangs von Rosenheimer  
Fans wurde die angepeilte Marke sogar überschritten. Vor 3443  
Besuchern gewannen die Hausherren mit 4:0 (0:0, 3:0, 1:0).
Nach torlosen ersten 20 Minuten, sorgte ein starkes zweites Drittel  
mit drei Powerplaytoren für die Vorentscheidung. Im Schlußabschnitt  
bemühten sich die Hausherren dann, den Shut-Out für ihren Keeper  
Marko Suvelo festzuhalten.

Die Gäste aus Rosenheim konnten anfangs gut mithalten. "Wir haben gut  
begonnen", merkte auch Starbulls-Trainer Markus Berwanger an. Aber im  
ersten Abschnitt sollte kein Tor fallen. Kurt MacSweyn und Alan  
Reader hatten die besten Chancen auf Seiten der Tölzer, aber selbst  
bei doppelter Überzahl wollte kein Treffer gelingen.

Wie bereits am Freitag in Ravensburg erwies sich auch gegen Rosenheim  
der Mittelabschnitt als entscheidend. Eine weitere doppelte Überzahl  
nutzte Yanick Dubé zum Führungstreffer. Von da an fand das Spiel  
hauptsächlich im Rosenheimer Drittel statt. "Durch unser hohes Tempo  
haben wir das Spiel in  untere Bahn gelenkt", so Axel Kammerer nach  
der Partie. Dazu kam, dass die Löwen aus vier Überzahlgelegenheiten  
in diesem Drittel dreimal Profit schlagen konnten. "Die drei  
Powerplay-Tore im zweiten Drittel waren die Vorentscheidung", wie  
Löwentrainer Kammerer befand. Besonders Alan Readers 3:0 nach  
millimetergenauem Zuspiel von Adam Borzecki war sehenswert.

Im letzten Drittel schalteten die Löwen noch einen Gang zurück. In  
der 47. Minute gab es die einzige richtige Gefährdung für Suvelos  
Shut-Out. Aber der Tölzer Schlußmann fischte den Puck von der Linie.  
Drei Minuten vor dem Schlußpfiff wurde dann der endgültige Spielstand  
durch Christoph Fischhaber hergestellt: "Ein herrliches Tor der  
vierten Reihe",  schwärmte Axel Kammerer.

Rosenheims Coach Markus Berwanger bemängelte, dass die Seinen in  
manchen Situationen nicht cool genug geblieben seien. "Da hätten wir  
geduldiger sein müssen. Je länger es 0:0 gestanden wäre desto besser  
wären unsere Chancen gewesen." Auch er sah die gute Powerplay-
Auswertung der Tölzer im zweiten Drittel als spielentscheidend an.

Axel Kammerer sprach von einem "Eishockeyfest. Körperlich waren wir  
Rosenheim überlegen. Aufgrund unseres hohen Tempos waren die Tore  
zwangsläufig eine Folge." Getrübt wurde die Freude über den Sieg  
allerdings von der Kunde über zwei weitere Verletzte: Yanick Dubé  
handelte sich eine Knöchelverletzung ein, Michael Rohner verletzte  
sich an der Schulter. Die genaue Diagnose muss allerdings noch  
abgewartet werden.
Seinem Team verordnet Kammerer nach der drei-Spiele-Woche nun  
zunächst Regeneration, um für das Freitagsspiel gegen Füssen wieder  
voll bei Kräften zu sein. (mb)

Tore: 1:0 (23:23) Dubé, MacSweyn 5/3, 2:0 (29:46) Schönberger, Urban,  
Curth 5/4, 3:0 (39:08) Reader, Borzecki 5/4, 4:0 (56:54) Fischhaber,  
Albanese, Fritzmeier
Strafen: Bad Tölz 14 - Rosenheim 14 + 10 Stasiuk (Check gg. Kopf)
Schiedsrichter: A. Aumüller
Zuschauer: 3443

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