Tölz macht alles klar

Die Tölzer Löwen stehen im Halbfinale. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)Die Tölzer Löwen stehen im Halbfinale. (Foto: Carsten Schürenberg - www.stock4press.de)
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Während der Tölzer Halbfinalgegner noch ermittelt wird, hat für die unterlegenen Essener die Sommerpause begonnen. 6:2, das hört sich an, als sei das Spiel eine klare Angelegenheit gewesen. Das war es jedoch beileibe nicht. Tatsächlich waren die überraschend starken Moskitos im ersten Drittel das überlegene Team und in der restlichen Spielzeit ebenbürtig. Entschieden wurde das Match erst in den letzten beiden Spielminuten, als Essen beim Stande von 2:3 den Torhüter vom Eis nahm und für diese Maßnahme mit zwei Empty Net Goals bestraft wurden. Die Tölzer wussten, bei wem sie sich nach der erlösenden Schlusssirene zu bedanken hatten: Bei Torwart Andy Jenike, der seinem Team mit zahlreichen Glanzparaden mehrfach einen durchaus möglichen Rückstand erspart hatte. Am Ende schossen Hannes Sedlmayr, Thomas Merl, Yasin Ehliz, Michael Fischer, Pascal Sternkopf und Christoph Fischhaber einen deutlich zu hohen Löwen-Sieg heraus. Für Essen hatten Frank Petrozza (zum 1:1) und Sören Hauptig (zum 2:3) getroffen.

„Der Torwart der Löwen war hervorragend, er hat phantastisch gehalten und das Spiel für die Löwen gewonnen“, urteilte Essens Coach Jari Pasanen anschließend bei der Pressekonferenz. Vor seiner Mannschaft zog Pasanen symbolisch den Hut: „Wir hätten nur früher so spielen müssen wie heute. Ich hätte mir gewünscht, dass alle Spiele so spannend gewesen wären.“ Löwen-Trainer Florian Funk zollte dem Gegner Anerkennung und gab freimütig zu: „Im ersten Drittel war Essen die Mannschaft, die die Chancen hatte. Aber wir haben 1:0 geführt. Am Ende war‘s aber ein Sieg, scheißegal wie hoch, wir sind im Halbfinale.“ Zehn Tage haben die Löwen nun Zeit zum Regenerieren. Und die brauchen sie offenbar auch. Wie Funk sagte, sei die Mannschaft erst am Montagfrüh um sieben Uhr aus Essen zurückgekehrt. „Dann sind die Spieler direkt zur Arbeit oder in die Schule gefahren. Das hat den einen oder anderen sicher Substanz gekostet.“