Tilburg Trappers, Hannover Scorpions und Selber Wölfe im ViertelfinaleBereits nach vier Spieltagen alle Oberliga-Serien entschieden

Die Selber Wölfe stoppten die Hannover Indians im Play-off-Achtelfinale der Oberliga. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)Die Selber Wölfe stoppten die Hannover Indians im Play-off-Achtelfinale der Oberliga. (Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Die Indians zeigten dabei über die ganze Saison auch eine starke Leistung, mussten aber erkennen, dass ein schlechtes Heimspiel alles verderben kann. Interessantes Detail: Beide Ligadritten haben damit nach der ersten Runde bereits die Sommerpause eingeläutet – und dafür haben beide Tabellensechste das Play-off-Viertlfinale erreicht.

EV Lindau Islanders – Tilburg Trappers 2:3 (0:0, 1:1, 1:1, 0:1) n.V.

Play-off-Stand: 1:3

Das war zum Saisonabschluss noch einmal eine reife Leistung der Lindauer. Sie rangen dem Nordmeister ein 2:2 nach regulärer Spielzeit ab und wurden erst mit einem Tor von Brock Montgomery in der 80. Minute, 25 Sekunden vor dem möglichen Penaltyschießen, besiegt. Überragend war dabei Lindaus Keeper David Zabolotny, der 56 von 59 niederländischen Schussversuchen abwehrte und auf die traumhafte Fangquote von 96,1 Prozent kam. Zabolotny wurde dabei in den ersten 20 Minuten nicht bezwungen und mit dieser Sicherheit gelang dann Simon Klingler in der 27. Monate sogar die Lindauer Führung. Die herausgeforderten Trappers verstärkten daraufhin ihre Angriffe, brauchten aber bis zur 36. Minute, ehe Ivy van den Heuvel das 1:1 erzielte. Als Viktor Lennartsson die Islanders in der 46. Minute erneut in Führung brachte, da entsprach das Ergebnis exakt dem Gegenteil der Spielverteilung. Tilburgs bester Akteur war van den Heuvel und dieser legte in der 52. Minute Jordy Verkiel vor und der bezwang Zabolotny zum 2:2. Mit diesem Ergebnis ging es bis in die Verlängerung, in der dann die Niederländer in letzter Sekunde die Penaltyschusslotterie verhinderten.

Blue Devils Weiden – Hannover Scorpions 3:4 (1:2, 1:1, 1:0, 0:1) n.V.

Play-off-Stand: 1:3

Der Vizemeister aus dem Norden hat sich in Weiden durchgesetzt und der Sieg war letzten Endes hoch verdient. Allerdings wehrten sich die Bayern verzweifelt, gingen sogar durch Marco Habermann frühzeitig nach nur vier Minuten in Führung. Die immer stärker auftretenden Scorpions waren jedoch in der Lage, bis zur 20. Minute aus dem 0:1 ein 2:1 machen, nachdem Matt Wilkins (16.) und Marian Dejdar (20.) getroffen hatten. Als Marius Garten bereits nach 41 Sekunden im zweiten Drittel das 3:1 markierte, da schien die Partie entschieden, aber die Weidener zeigten sich kampfstark und konnten durch Michael Kirchberger und Matt Abercrombie (47.) sogar noch ausgleichen. In der folgenden Verlängerung zeigten sich die Scorpions wieder auf der Höhe und dann war auf ihren Topscorer Patrick Schmid Verlass. Der gebürtige Nürnberger war es dann, der mit seinem Tor in der 64. Minute das Tor zum Viertelfinale endgültig aufstieß.

Selber Wölfe – EC Hannover Indians 4:1 (2:1, 1:0, 1:0)

Play-off-Stand: 3:1

Am Ende war es ein eindeutiges Ergebnis, aber das Spiel war deutlich enger. Die Hannoveraner wussten, was auf dem Spiel stand und als sie noch in der ersten Minute durch Branislav Pohanka in Führung gingen, da befürchteten viele Selber, dass ihre Mannschaft in der vierten Begegnung in dieser Serie ihre Grenzen aufgezeigt bekommt. Aber hier irrten die 2695 Zuschauer, denn Selb drehte noch in den ersten zwanzig Minuten das Ergebnis, ging durch Noah Nijenhus (13.) und Ian McDonald (18.) in Führung. Im Mitteldrittel war die Partie hart, aber fair, umkämpft und als Charley Graaskamp (35.) das 3:1 erzielte, da merkte man den Gästen an, dass sie dieser Treffer schwer getroffen hatte. In den letzten 20 Minuten warfen sie alles nach vorne, aber alle guten Möglichkeiten verfingen sich in der variablen Selber Defensive mit einem Schlussmann Niklas Deske, der mit seinen Paraden seiner ehemaligen Mannschaft die Lust am Stürmen nahm. Ein Beispiel für das am Ende verzweifelte Handeln der Indians: Drei Minuten vor Schluss handelten sich Trattner und Peleikis je eine Strafe ein, mussten mit drei gegen fünf spielen, trotzdem wagte Valasek einen Konter, wurde dabei gelegt und holte einen Penalty heraus, den Weyrauch verschoss. Dann ging trotzdem Beech noch raus und Hannover kassierte prompt durch McDonald noch das vierte Gegentor.

Das Viertelfinale:

EC Peiting – Herner EV

Tilburg Trappers – VER Selb

EV Landshut – Saale Bulls Halle

Hannover Scorpions – Starbulls Rosenheim