Teilerfolg im Hangar 3

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Vor 185 Zuschauern gehörte das erste Drittel den Chemnitzern. Coach Mannix Wolf sprach sogar vom besten Drittel der bisherigen Saison. Von Beginn an bemüht in Führung zu gehen, wurden die Wild Boys dann in der achten Minute mit dem 1:0 belohnt. Hinten ließen sich nichts anbrennen und wenn es doch mal brenzlig wurde, stand Roman Kondelik sicher zwischen den Pfosten. In der 14. Minute die erste Überzahl der Preussen, aber die Chemnitzer Führung geriet nicht einmal ins Wanken. In der 18. Minute gelang es dann Esa Hofverberg sogar für die Wild Boys auf 2:0 zu erhöhen. Mit dieser beruhigenden Führung ging es dann in die Pause.

Im zweiten Drittel wollten die Chemnitzer das 3:0 nachlegen und kamen nach nur 36 Sekunden in den Genuss einer Überzahlsituation. Diese verstrich allerdings ungenutzt und in der Folge kamen die Preussen immer besser ins Spiel und setzten Chemnitz mächtig unter Druck. Somit erzwangen sie Fehler und Fouls der Wild Boys und kamen somit in den Genuß von Überzahlspielen. Als Esa Hofverberg dann auf die Strafbank musste, zeigten die Preussen das sie in Überzahl spielen können. Die Chemnitzer hatten noch drei Sekunden Strafzeit vor sich, da schlug ein Schuss von Rick Giermann ein und die Berliner waren dran. Das Chemnitzer Spiel glich jetzt dem zweiten Drittel des Heimspiels gegen FASS. Preussen drückte die Chemnitzer ins eigene Drittel und nutzte gleich die nächste Überzahl, um durch Nils Watzke auszugleichen. Es war nun ein offener Schlagabtausch. Die große Chance zu erneuten Führung durch Esa Hofverberg in Überzahl, doch Björn Leonhardt roch den Braten und hielt das Unentschieden fest. Aber auch Roman Kondelik zeigte erneut seine Klasse. Er blieb sogar einmal Sieger, als gleich zwei Preussen auf sein Tor zuliefen. So ging es mit einem gerechten 2:2 in die zweite Pause.

Beide Teams schienen sich viel für das letzte Drittel vorgenommen zu haben und nun sahen die Zuschauer ein Schlussdrittel, welches nichts für schwache Nerven war. Die Wild Boys kamen wieder besser ins Spiel. Chancen auf beiden Seiten, aber zunächst keine weiteren Tore. Plötzlich ging es Schlag auf Schlag. Gerade als die Preussen eine Unterzahl überstanden hatten, brachte Tobias Rentzsch die Wild Boys erneut in Führung. Allerdings währte die Freunde nur ganze 59 Sekunden. Da nämlich stand der Schwede auf Berliner Seite, Eric-Pär Karen richtig und erzielte den Ausgleich. Postwendend war jedoch Mike Losch zur Stelle und die Wild Boys gingen zum dritten Mal in Führung. Wer nun dachte der Wille der Preussen sei endgültig gebrochen, der irrte. In Person von Philipp Reuter glichen die Berliner wieder aus und Allen war klar, wer jetzt das nächste Tor schießt kann der Sieger sein. Dabei kamen die Wild Boys in den Schlussminuten nochmals in den Vorteil einer Überzahl, aber was vorher schon nicht klappte, gelang auch diesmal nicht. So verstrichen die Sekunden und nach 60 Minuten hieß es 4:4.

So ging es in die erste Overtime, welche seit dieser Saison neu im Reglement ist. Dabei werden fünf Minuten mit Vier gegen Vier gespielt und wer das erste Tor erzielt erhält den Zusatzpunkt. Es war also reichlich Platz auf dem Eis und beide Teams wollten den Sieg. Die Wild Boys vielleicht mit den besseren Chancen, aber das entscheidende Tor machten dann doch die Hausherren. Die Chemnitzer befanden sich gerade in den letzten Sekunden im gegnerischen Drittel, vorloren die Scheibe an die Preussen und ganze 17 Sekunde vor dem Ende ließ Nils Watzke mit einem Hammer die Preussen jubeln.

Es ist müßig zu spekulieren, ob in einem möglichen Penaltyschießen, der zweite Punkt nach Chemnitz gewandert wäre. Fakt ist aber, dass die Chemnitzer das Spiel im zweiten Drittel verschenkt haben, als sie die Berliner zu sehr eingeladen haben. Nach diesem kräfteraubenden Spiel geht es nun heute Abend gegen die Saale Bulls Halle. Die wiederum kommen mit einer klaren Empfehlung eines 7:0-Sieges gegen Erfurt an den Chemnitzer Küchwald.

Tore: 0:1 (7:52) Vymazal (Hofverberg), 0:2 (17:21) Hofverberg (Losch, Vymazal), 1:2 (28:49) Giermann (Hurbanek, Scholz/5-4), 2:2 (33:22) Watzke (Giermann, Hurbanek/5-4), 2:3 (51:18) Rentzsch (Oertel, Vymazal), 3:3 (52:17) Karen (Verelst, Reuter), 4:3 (52:29) Losch (Hofverberg, Kohlstrunk), 4:4 (54:43) Reuter (Verelst, Karen), 5:4 (64:43) Watzke (Reuter, Verelst). Strafen: Berlin 12, Chemnitz 8.

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