Zweiter Kontingentspieler für die EV Lindau IslandersPaul geht in elfte EVL-Saison, Krohnfoth hört auf

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Mulvey ist der erste Amerikaner, der für die Islanders in der 40-jährigen Vereinsgeschichte die Schlittschuhe schnüren und die zweite Kontingentstelle neben Lubos Sekula besetzen wird. Der 25-Jährige spielte zuletzt in der ECHL für South Carolina und Cincinatti. Allerdings ist der Rechtsaußen in Deutschland kein Unbekannter: Vorletzte Saison bestritt Mulvey 45 Spiele in der Oberliga Süd für die Erding Gladiators und erzielte dabei 62 Punkte (34 Tore). Eingefädelt hat den Transfer eine in Lindau ansässige Agentur. „Hier herrscht ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Colin weiß, was auf ihn zukommt, und wir sind uns sicher, dass er sich vom ersten Tag an in Lindau wohlfühlen wird“, sagt der sportliche Leiter des EVL, Bernd Wucher über den 1,78 Meter großen und 79 Kilogramm schweren Spieler, der seine Ausbildung im Universitäts-Eishockey in den USA genossen hat. „In der NCAA ist laufstärke ein wesentliches Kriterium und das erfüllt Colin. Er ist pfeilschnell und torgefährlich“, berichtet Geschäftsführer Sebastian Schwarzbart. „Er kennt die Liga, er kennt Deutschland. Das gibt uns ein positives Gefühl – so wertet es auch unser Trainer.“

Während Mulvey, der die Nummer 51 tragen wird, neu zu den Islanders kommt, bleibt mit Sascha Paul ein langjähriger Leistungsträger. Seit 2006 absolvierte Paul 212 Spiele für den EVL und erzielte 190 Punkte (84 Tore). In der vergangenen Saison kam der 28jährige auf gute 27 Punkte (9 Tore) in 38 Bayernliga-Spielen. „Einstellung, Hingabe, Kampfgeist – Sascha tut alles für die Mannschaft, egal wie schmerzhaft es ist. Das ist die Mentalität, die wir Islanders brauchen und das wird er auch in seiner elften Saison einbringen“, sagt Wucher. Der Unterzahlspezialist hat sich in dieser Zeit mit dem EVL von der Landesliga in die Oberliga hochgearbeitet und erntet nun den verdienten Lohn für seinen Einsatz. Paul wird damit zum dienstältesten Spieler der Islanders – denn der bisherige Inhaber dieser Marke wird seine Karriere beenden.

Timo Krohnfoth, der schon 2002 sein Debüt in der ersten Mannschaft gegeben hat, wird seine Karriere aus beruflichen Gründen beenden. „Das ist unabhängig von der Liga. Es ist mit 30 eigentlich zu früh, um mit Eishockey aufzuhören, aber Timo macht sich neben seinem Beruf selbstständig und konzentriert sich komplett auf seine neue Aufgabe, da bleibt leider keine Zeit für seine Leidenschaft Eishockey“, sagt Wucher. „Dafür wünschen wir ihm viel Erfolg und bedanken uns für eine beachtliche Karriere im EVL Trikot – von der Laufschule bis zur ersten Mannschaft hat er immer alles gegeben und war eine Bereicherung.“ In 13 Spielzeiten bei den Senioren absolvierte das Eigengewächs 323 Spiele für die Islanders und erzielte dabei 243 Punkte (132 Tore). Im Herbst soll Krohnfoth gebührend verabschiedet werden.