Zwei Topspiele für BayreuthTigers empfangen den Spitzenreiter

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Mehr Spitzenspiel geht nicht. Am Freitag trifft der Tabellenzweiten der Oberliga Süd, der EHC Bayreuth, um 20 Uhr daheim auf den Klassenprimus EV Regensburg.

Die Gäste haben den torgefährlichsten Angriff (130) und stellen mit dem vielleicht besten Spieler der Liga, Nikola Gajowsky, und seinen Kollegen Vitali Stähle und Peter Flache alleine drei der fünf aktuellen Topscorer. Daneben kassieren sie die wenigsten Gegentore (52), haben mit Thomas Ower und dem jungen Cody Brenner das sicherste Torwartduo in ihren Reihen und verfügen mit Barry Noe oder Daniel Stiefenhofer über stabile und auch noch offensivstarke Verteidiger. Aber auch hinter diesen Topstürmern stehen mit Jeff Smith, Bill Trew oder den großen Talenten aus der eigenen DNL-Schmiede um Marius Stöber, Lukas Heger oder Yannick Drews richtig viel Qualität im Team von Coach Doug Irwin. Mit fast 35 Prozent Powerplayquote und zuletzt 20 Siegen in Folge ist der EVR kurz gesagt das Nonplusultra der Liga.

Doch da gibt es einen weiteren Punkt, der diese Partie zu etwas Besonderem macht. Die Wagnerstädter sind der letzte und einzige Bezwinger des Tabellenführers um Trainer Doug Irwin, als sie im Oktober in einem mitreißenden Spiel zu Hause mit 4:3 nach Verlängerung die Oberhand behielten.

Das Spiel am Sonntag um 18 Uhr in Peiting verblasst unter diesem Gipfeltreffen fast etwas, doch der Tabellenvierte stellt selbst ein echtes Spitzenteam in dieser Saison. Trainerneuling John Sicinski hat um den routinierten Mittelstürmer Ty Morris als absoluten Dreh- und Angelpunkt eine schlagkräftige Mannschaft gebastelt, die besonders in der heimischen Halle extrem stark und gefährlich ist. Inzwischen ist man mit Anton Saal, Simon Maier, Dominik Krabbat und Florian Stauder im Angriff auch breiter aufgestellt. Dazu kommt noch die Offensivpower der beiden Verteidiger Brad Miller und Andreas Feuerecker sowie der starke Florian Hechenrieder im Tor und fertig ist ein echter Play-off-Kandidat. Im Powerplay- und Unterzahlspiel hat man ähnliche Werte wie der EHC, nur die Zuschauerresonanz ist am Lech ziemlich überschaubar. Das hindert die Macher beim ECP aber nicht, als Urgestein der Liga immer wieder eine Topmannschaft in der Oberliga zu stellen. Wie man bei ECP bestehen kann, zeigten die Gelb-Schwarzen bei ihrem 2:1-Auswärtssieg und zu Hause erlebte man beim 4:6 am eigenen Leib wie stark und gefährlich diese Truppe dieses Jahr wieder ist.

Vier Siege in Folge bei stattlichen 25:7 Toren zeigen deutlich wie gut die Bayreuth Tigers nun wieder drauf sind und besonders die extrem deutlichen Heimsiege über Klostersee (8:0) und Deggendorf (8:1) ließen aufhorchen. Das durch die bisherige Spielzeit große Manko Chancenverwertung war jedenfalls zuletzt deutlich verbessert und auch die Entlastung der Paradelinie um Spielmacher Ivan Kolozvary durch die anderen beiden Linien klappte immer mehr. Mit 97 eigenen Treffern hat man sich inzwischen auf Platz 2 der erzielten Treffer geschoben und bei der Masse an weiteren ungenutzten Torchancen, die man sich schon die ganze Saison über immer wieder erspielt, kommt der zweite Tabellenplatz für die Wagnerstädter sicher auch nicht ganz zufällig. Die Stimmung im Team wirkt wieder deutlich besser und gelöster, was sich auch auf dem Eis sofort bemerkbar macht. Die Verletztenliste entspannt sich auch langsam wieder. Zumindest trainieren Reiter und Feuerpfeil wieder vollständig mit, aber bei Stettmer kommt ein Einsatz vermutlich noch zu früh. Daneben steht man beim EHC in intensivem Kontakt mit der Kooperationspartnern wegen der Förderlizenzspieler. Entscheidungen dazu fallen aber wie üblich erst kurzfristig. Alle anderen Akteure sind fit und heiß auf die kommenden Spitzenspiele.


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