Zurück an die Stätte des TriumphesSelber Wölfe

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Der VER Selb kehrt am Freitag (20 Uhr) zurück an die Stätte seines bislang größten Erfolges: Am 14. Februar feierten die Wölfe in der altehrwürdigen „Scheune“ des EHC Klostersee mit einem 4:2-Sieg die Meisterschaft in der Oberliga Süd. „Daran denkt man natürlich gerne zurück“, sagt Trainer Cory Holden, der mit seinem Team heute zwar nicht den Titel, aber zumindest wieder die drei Punkte nach Selb holen will. Nichts anderes als ein Sieg ist auch das Ziel am Sonntag (18 Uhr) im Heimspiel gegen den Deggendorfer SC. „Dann könnten wir zufrieden in die Länderspielpause gehen, und die Jungs hätten sich ein paar freie Tage verdient“, sagt Holden, nachdem knapp ein Viertel der 44 Hauptrundenspiele absolviert sind.

Acht Siege und zwei Niederlagen in den ersten zehn Spielen können sich aufgrund der vielen Ausfälle wegen Verletzungen oder Sperren zwar durchaus sehen lassen, ganz zufrieden ist der Trainer aber nicht. „Wir können noch einen Tick besser spielen.“ Was Holden besonders wurmt, sind die vielen Strafzeiten gegen sein Team. Bereits stolze 58 Mal standen die Selber in dieser Serie mit ein oder zwei Spielern weniger auf dem Eis. Nur Freiburg und Füssen mussten öfter in Unterzahl kämpfen. Was noch verblüfft: Die Wölfe haben bislang die wenigsten Überzahlsituationen (39) der gesamten Liga. Zahlen, die Cory Holden nicht ganz nachvollziehen kann. „Als Topteam müsste es eigentlich umgedreht sein – nämlich wenig Unterzahl und viel Überzahl.“ Ausdrücklich erwähnt der 43-Jährige aber, dass dies nicht nur an den Schiedsrichtern liegt. „Auch wir müssen uns besser kontrollieren und disziplinierter verhalten.“

Als „sehr unangenehm“ schätzt der VER-Coach die Aufgabe am Freitag ein. Zuhause hui, auswärts pfui: Auf diesen Nenner kann man die bisherige Bilanz des EHC Klostersee bringen. Zwölf ihrer 13 Punkte sammelten die Grafinger im heimischen Stadion, die erste Heimniederlage setzte es vor einer Woche gegen Freiburg (0:2). „Klostersee arbeitet hart und spielt sehr körperbetont. Wir bekommen dort sicher nichts geschenkt“, weiß Holden.

Das werden die Wölfe auch vom Deggendorfer SC nicht bekommen, der am Sonntag seine Visitenkarte in Selb abgibt. Die Niederbayern haben im Sommer unter dem Motto „Qualität statt Quantität“ einige Spieler mit großem Namen eingekauft, hinken aber nach einem ordentlichen Start den Erwartungen hinterher und sind mittlerweile auf Rang neun zurückgefallen. Was auch schon die erste Trainerentlassung der Oberliga zur Folge hatte. Für Klaus Feistl steht seit knapp zwei Wochen Christian Zessack in der Verantwortung. „Von daher sind die Deggendorfer schwer einzuschätzen“, warnt Holden. Er weiß um die Qualitäten von Spielern wie Dustin Whitecotton, der jahrelang in der DEL gespielt hat, Ex-Nationalmannschaftskapitän Jan Benda oder Stanislav Fatyka und Patrik Beck vom DEL2-Meister ERV Bremerhaven. „Was dort intern los ist, weiß ich aber nicht.“

Verzichten muss der VER Selb am Wochenende neben den Langzeitverletzten Patrik Schmid und Simon Schwarzmeier auch auf den gesperrten Herbert Geisberger und Leon Lilik. Der 18-jährige Verteidiger hat sich in Regensburg verletzt. Im Tor der Wölfe steht am Freitag Marko Suvelo, der seinen 39. Geburtstag feiert. Am Sonntag will Cory Holden die Torwartfrage neu entscheiden.

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