Zerwesz will sich mit dem Titel verabschiedenLetztes Spiel der Serie in Waldkraiburg

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An sich wäre allein durch die Paarung Waldkraiburg gegen Lindau und die Tatsache, dass es sich um das letzte und entscheidende Spiel der Best-of-Fünf-Serie des Playoff-Finales handelt, schon genug Gesprächsstoff geboten. Nicht zuletzt auch wegen des geplanten Fan-Festes im Anschluss, das unabhängig vom Ergebnis stattfinden wird. Die Oberliga-Trikots werden versteigert, außerdem wird in der Löwen-Bar ein DJ der Feier-Meute einheizen. Neben all diesen positiven Neuigkeiten gibt es jedoch auch nicht so schöne Infos: Denn Spiel 5 wird das letzte sein, bei dem Erfolgscoach Rainer Zerwesz an der Bande der Löwen steht. „Das fällt mir natürlich sehr schwer, denn Eishockey ist ein Teil meines Lebens“, begründete Zerwesz seine Entscheidung. „Aber in der Oberliga ist der Trainer-Job so nebenbei nicht machbar. Ein Jahr geht das vielleicht, aber auf Dauer ist der Zeitaufwand zu hoch. Im Endeffekt ist es ein Beruf, mit dem man sich mehr beschäftigen muss, doch ich habe bereits einen verantwortungsvollen Beruf. Außerdem merke ich auch körperlich erste Abnutzungserscheinungen nach diesen drei intensiven Jahren. Aber es war eine tolle Zeit und wirklich außergewöhnlich“, so der 48-Jährige weiter. „Mein größter Wunsch ist jetzt natürlich, dass wir am Freitag gewinnen, auch wenn mit der Meisterschaft letztes Jahr schon ein sehr großer Wunsch in Erfüllung gegangen ist“, berichtete Zerwesz weiter. „Aber natürlich wäre das ein krönender Abschluss für alle, die in den letzten drei Jahren so tolle Arbeit geleistet haben. Die Zusammenarbeit mit dem Team hat mir die größte Freude bereitet und dass man eine Entwicklung bei den vielen jungen, auch Waldkraiburger Spielern gesehen hat. Außerdem freue ich mich, dass wir auch in der Oberliga nicht den Kopf verloren haben und der Verein auf richtig soliden Beinen steht. Wir können alle stolz auf das sein, was hier aufgebaut wurde.“

Rainer Zerwesz hatte den EHC Waldkraiburg zur Saison 2014/ 2015 übernommen und in seinem ersten Jahr mit begeisterndem und mitreißendem Eishockey gleich das Playoff-Halbfinale erreicht, welches knapp gegen den späteren Meister Lindau verloren ging. Letztes Jahr holte sein Team dann den Titel im Freistaat, stieg in die Oberliga auf und schaffte beim „Abenteuer Oberliga“ in dieser Saison sensationell den Klassenerhalt. Nun wird das letzte Endspiel gegen Lindau sein letzter Einsatz an der Bande der Löwen sein und irgendwie schließt sich damit auch der Kreis beim Rückblick auf seine erste Trainer-Saison. „Jetzt kann wieder alles passieren. Die Serie ist richtig offen – wir haben zehnmal in dieser Saison gegen Lindau gespielt und fünfmal gewonnen und fünfmal verloren“, weiß Zerwesz.

Ein Erfolg im elften Aufeinandertreffen wäre aber dennoch etwas für die Geschichtsbücher: Nach 1988, 2008 und 2016 könnten die Löwen nämlich zum vierten Mal den Titel holen, wären damit Rekordmeister in der höchsten Liga des Bayerischen Eissport-Verbandes. Außerdem wäre man die erste Mannschaft, die den Titel verteidigen könnte- für besondere Motivation dürfte gesorgt sein, auch wenn Lindau natürlich im Duell der Meister von 2016 und 2015 alles in die Waagschale werfen wird. Für Lindau ist es das 55., für den EHC das 54.Saisonspiel- das zeigt den besonderen Charakter beider Teams und auch dafür hat die Partie einen würdigen Rahmen verdient!

Karten für den Showdown um den bayerischen Titel und die anschließende Fan-Feier gibt es bis 24 Stunden vor Spielbeginn online unter ehcwaldkraiburg.com, sowie auf der Geschäftsstelle am Mittwoch (10 bis 12 Uhr) und Donnerstag (18 bis 20 Uhr). Außerdem öffnen die Abendkassen wie gewohnt um 17.45 Uhr, also zwei Stunden vor Spielbeginn.

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