Wölfe wie im TrainingSelber Wölfe

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Die Wölfe legten furios los. Bereits nach 33 Sekunden kam Geisberger erstmals in eine gute Schussposition, scheitere hier aber noch. Den Elan der Hausherren bremste nur Schiedsrichter Singer kurz aus, indem er Hördler für zwei Minuten auf die Strafbank schickte. Nach überstandener Unterzahl für den VER ging es aber fast nur noch in eine Richtung - dorthin, wo das Tor des EV Füssen stand. Und das hütete gestern ein Andre Irrgang, der schon bessere Tage gesehen hat. Den Torreigen der Hausherren eröffnete Ronny Schneider mit einem Kracher von der blauen Linie genau ins rechte untere Eck. Nur 24 Sekunden später zog Geisberger ab; Piwowarczyk hatte noch den Schläger dran - 2:0. Etwas unglücklich sah der Füssener Keeper auch beim dritten Treffer der Wölfe aus, der nach Schütts Heber vor das Tor auf das Konto von Piwowarczyk ging.

Auf der Gegenseite war VER-Torwart Suvelo bei den wenigen Möglichkeiten der Gäste der gewohnt sichere Rückhalt. Golts scheiterte ebenso an der Nummer eins der Oberliga wie Alisauskas, der kurz vor dem 3:0 mit einem Schlagschuss eine Kostprobe seines Könnens gab, aber in Suvelo seinen Meister fand. In der 16. Minute ließen sich die Gäste dann ein weiteres Mal düpieren. Fiedler zog mit dem Puck ins Angriffsdrittel, alle Füssener rechneten mit einem Abspiel – und plötzlich hatte der VER-Stürmer freie Bahn und traf entschlossen zum 4:0. Nur eine Minute später traf dann auch der EV Füssen nach einem schönen Spielzug durch Golts. Doch der Torhunger der Wölfe in diesem ersten Drittel war noch nicht gestillt. erneut war es Piwowarczyk, der vor dem Füssener Kasten abstaubte und die VER-Fans schon von der Bundesliga träumen – oder zumindest singen ließ.

Die deutliche Überlegenheit der Hausherren setzte sich auch im zweiten Drittel fort. Hendrikson und Mudryk erhöhten nach einer halben Stunde auf 7:1. Beide ließen dem mittlerweile für Irrgang eingewechselten EVF-Keeper Fießinger keine Abwehrchance. Die Gäste konnten den Wölfen selbst bei einem 5:3-Überzahlspiel das Wasser nicht reichen. Der Füssener Trainer Marcus Bleicher winkte hinter der Bande resigniert ab. Die Scheibe lief zeitweise wie im Training durch die Reihen der Holden-Schützlinge.

Was man den Gästen, die nach dem Aufwärmen kurzfristig auf ihren Verteidiger John Gordon verzichten mussten, zugutehalten konnte: Sie mühten sich zumindest, waren aber zu harmlos. Und kam doch einmal ein Schuss auf das Selber Tor, fischte Suvelo die Scheibe weg.

Im Schlussdrittel durfte Manuel Kümpel zwischen die Selber Pfosten. Zwar gelang den Gästen in Überzahl der zweite Treffer, das Spiel aber war da längst entschieden. So konnten die VER-Cracks schon ein wenig Kräfte schonen für den morgigen Sonntag. Da treten die Selber beim TSV Erding an. Und die Wölfe reisen dorthin als frisch gebackener Spitzenreiter, was nach Bekanntgabe des Punktverlustes des EHC Freiburg von den Fans ebenso gefeiert wurde wie der klare Erfolg ihrer Wölfe und der Sieg von Dennis Schiener im Faustkampf mit dem Füssener Lukas Jentsch.

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