Wölfe verlieren unglücklich gegen Tölzer LöwenSchönheide gibt 3:1-Führung aus der Hand

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Im ersten Spiel nach der Länderspielpause zeigte der EHV Schönheide 09 am Sonntag vor heimischem Publikum gegen die Tölzer Löwen eine gute Leistung und hatte die als Favorit angereisten Gäste lange Zeit am Rande einer Niederlage. Am Ende fehlte nicht viel und oftmals auch das sprichwörtliche Quäntchen Glück, denn statt der verdient gehabten drei Punkte konnten die Wölfe nur einen Zähler mitnehmen, da die Tölzer Löwen in Person von Routinier Klaus Kathan den zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg nach Verlängerung drehen konnten.

Nicht nur die knapp 450 Zuschauer im Wolfsbau waren gespannt, wie sich die Ereignisse unter  der Woche auf die Mannschaft ausgewirkt hatten. Das Wölfeteam, welches verletzungs- und krankheitsbedingt ohne Florian Richter, Kevin Piehler und Yannick Löhmer antreten musste, im Verbund mit Interimstrainer Holger Lenk hatte im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Landshut einige Umstellungen in den Reihen vorgenommen und sich für eine offensivere Taktik entschieden, wonach von Beginn an aggressive und zielstrebige Wölfe die Gäste aus Bad Tölz vor einige Probleme stellten. Noch mehr Selbstvertrauen tankten die Gastgeber, als bereits in der vierten Minute und in Überzahl die 1:0-Führung durch Christian Köllner gelang. Auch in der Folge hatte der EHV 09 die größeren Spielanteile und nutzte diese, um durch Richard Zerbst die Führung auf 2:0 (11.) auszubauen.

Auch im Mittelabschnitt zunächst unverändertes Bild. Die Wölfe starteten weiter viele gute Angriffe auf das Tor der Tölzer Löwen und waren, unter anderem durch einen Pfostenschuss, dem 3:0 sehr nahe. Dies erkannte auch Gästetrainer Axel Kammerer nach gut der Hälfte der Spielzeit und griff zur Auszeit. Dieses taktische Mittel sollte Erfolg haben, denn nur 22 Sekunden später erzielten die Gäste durch einen Blueliner von Sebastian Koberger den 2:1-Anschlusstreffer.

In den letzten zwanzig Minuten begegneten sich beide Mannschaften dann auf Augenhöhe, wonach auch die Spannung und Nervosität im Wolfsbau immer spürbarer wurde. Bis zur 54. Minute mussten die Wölfefans zittern, ehe sie den verdienten Treffer zum 3:1 durch Miroslav Jenka bejubeln konnten. Doch die Freude über die vermeintliche Vorentscheidung erhielt kurz darauf schon einen Dämpfer, denn nur zwei Minuten später gelang den Löwen durch Klaus Kathan das 3:2 (56.). Quasi mit dem Gegentreffer kassierten die Wölfe auch noch obendrein eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe, welche die Gäste eiskalt nutzten und nur 60 Sekunden später und erneut durch Klaus Kathan den bis dato schmeichelhaften 3:3-Ausgleich markierten. Sowohl die Tölzer Löwen per Alleingang als auch die Wölfe mit Großchance von Miroslav Jenka hätten den Sieg sogar noch in der regulären Spielzeit einfahren können, doch konnten beide Torhüter ihren Mannschaften wenigstens vorerst einen Punkt sichern.

Die danach übliche fünfminütige Verlängerung dauerte nur 18 Sekunden, denn Bad Tölz‘ Routinier Klaus Kathan wurde nun gänzlich zum Matchwinner für die Gäste, als er mit seinem dritten Treffer innerhalb von fünf Minuten den Löwen den Zusatzpunkt sicherte. Die Wölfe-Fans hatten den Schock über diese unglückliche Niederlage jedoch schnell verdaut und feierten nach Spielschluss das EHV-Team lautstark für eine gute und geschlossene Mannschaftsleistung.

Tore: 1:0 (3:21) Köllner (Schenkel, Geier/5-4), 2:0 (10:35) Zerbst (Gulda), 2:1 (31:44) Koberger (Strobl, Kathan), 3:1 (53:16) Jenka (Vrba, Hähnlein), 3:2 (55:14) Kathan (Strobl), 3:3 (56:14) Kathan (Strobl, Velebny/5-4), 3:4 (60:18) Kathan (Koberger, Velebny). Strafen: Schönheide 8, Bad Tölz 14 + 10 (Reiter). Zuschauer: 439.

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Dienstag 25.01.2022
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