Wölfe starten mit schweren PartienSelb trifft auf Bad Tölz und Landshut

Die Nezsch-Arena in Selb. (Foto: Imago)Die Nezsch-Arena in Selb. (Foto: Imago)
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Endlich geht es wieder los – am morgigen Freitag hat die eishockeylose Zeit ein Ende. Der VER Selb startet mit zehn weiteren Teams in eine neue Spielzeit der Oberliga Süd.

Die Leistungsdichte in der Spitzengruppe hat zugenommen, die Mannschaften haben sich durch die Bank namhaft verstärkt und der Kampf um die Play-off-Plätze nimmt zu. Als Topfavorit geht der EV Landshut ins Rennen, der nach DEL2-Lizenzentzug und Bangen um seine wirtschaftliche Existenz künftig eine Klasse tiefer agieren wird. Die Selber Wölfe haben das Vergnügen sich gleich zum ersten Heimspiel am kommenden Sonntag (Beginn 18 Uhr) mit dem Topfavoriten auf die Meisterschaft messen zu dürfen. „Wir haben keine Angst und auch in der Vergangenheit mehrmals bewiesen, dass wir an einem guten Tag jeden schlagen bzw. ärgern können“, sprüht Trainer Cory Holden nur so vor Selbstvertrauen. Der 44-jährige Kanadier, der seit 2009 an der Bande des VER steht und somit der dienstälteste Trainer der Oberliga Süd ist, zeigt sich optimistisch. Auch trotz des verspäteten Eistrainings in der Vorbereitung ist er positiv gestimmt: „Ich habe ein gutes Gefühl, die Jungs sind fit aus dem Sommer gekommen, wir haben viel trainiert und viel ausprobiert, auch die Vorbereitung war über alles gesehen okay und jetzt freuen wir uns alle, dass es losgeht.“

Starten müssen die Wölfe am Freitag bei den Tölzer Löwen (Spielbeginn 19:30 Uhr). Gleich ein harter Brocken zum Saisonauftakt und unangenehm zu spielen obendrein, aber es hilft nichts. Das weiß auch der Selber Coach. „Jedes Spiel wird schwer, leichte Gegner gibt es in dieser Liga keine und auch gegen den von vielen als krasser Außenseiter abgestempelten EHV Schönheide musst du erst einmal bestehen und gewinnen“. Tölz hat sich vor allem auf der Torhüterposition extrem verstärkt“, so Holden mit Blick auf den Tölzer Königstransfer. Mit dem DEL-erfahrenen Goalie Markus Janka, der 2014 mit Ingolstadt Deutscher Meister in der DEL wurde, gelang den Tölzern ein Transfercoup. Der 35-Jährige, im letzten Jahr noch in der DEL für die Schwenninger Wild Wings spielend, gilt als sehr ruhig mit einem gutem Stellungsspiel und soll mit seiner Routine zum Teamerfolg beitragen. „Wir müssen in Tölz geduldig agieren, auf unsere Chancen warten und auch auf das durchaus körperbetonte Spiel der Hausherren die passende Antwort haben, ohne zu viele Strafzeiten zu ziehen.“

Für die beiden Auftaktspiele am Wochenende stehen nach dem Mittwochstraining alle Cracks zur Verfügung, auch der zuletzt leicht angeschlagene Sebastian Eickmann ist wieder an Bord. In der Tölzer Hacker-Pschorr-Arena wird Marko Suvelo im VER-Kasten stehen, wer am Sonntag gegen Landshut das Tor hüten wird, will Cory Holden noch offen lassen: „Wir schauen von Spiel zu Spiel – und unser Fokus liegt jetzt erst einmal auf Tölz.“ Egal ob Suvelo oder Kümpel – über mangelnde Arbeit wird sich keiner beschweren können, wenn Topfavorit Landshut am Sonntag (Beginn 18 Uhr) seine Visitenkarte in der Netzsch-Arena abgibt. Sage und schreibe 13 Akteure aus dem letztjährigen DEL2-Kader stehen auch in der Oberliga zur Verfügung, mit Goalie Kristian (Kassel)und den Stürmern Hofbauer (Rosenheim) und Eberhardt (Riessersee) stießen noch drei weitere Akteure aus der DEL2 hinzu. Das klar von den Niederbayern formulierte Saisonziel: der sofortige Wiederaufstieg. Herausragender Akteur des EVL ist Toptoräger Patrick Jarrett, der im vergangenen Winter in 50 Spielen 32 Tore und 42 Vorlagen verbuchte.

„Selbstverständlich ist Landshut gegen uns Favorit, aber wir wollen alles geben, um uns so gut wie möglich zu verkaufen, mit unseren Fans im Rücken werden wir dem Gegner einen heißen Tanz liefern“, so Holden. Auf die Frage, was in diesem Spitzenspiel spielentscheidend werden kann, legt sich der Trainer fest: „Der siebte Mann und 110 Prozent Einsatz als Team.“

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