Wölfe sichern sich Platz 6Selb gewinnt in Weiden

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Mit einem verdienten 6:3 (0:2, 1:0, 5:1)-Auswärtserfolg im letzten Auswärtsspiel der Hauptrunde bei den Blue Devils Weiden und dem zeitgleichen Punktverlust des Deggendorfer SC in Schönheide, sichern sich die Selber Wölfe aufgrund des besseren direkten Vergleichs gegenüber Deggendorf Platz sechs und qualifizieren sich direkt für die erste Play-off-Runde. Trotz spielerischer Überlegenheit mussten die Porzellanstädter einen 0:2-Rückstand aufholen und haderten lange Zeit an ihrer eigenen, mangelnden Chancenverwertung. Die Mannen von Coach Henry Thom blieben in einer sehr fairen Partie aber weiter geduldig und sorgten mit fünf Treffern im Schlussabschnitt für die Entscheidung und einem nach Spielverlauf verdienten Auswärtserfolg.

Doppelt zu jubeln hatte Wölfe-Topscorer Lanny Gare, der zum zweiten Mal Vater eines gesunden Sohnes wurde. Seine Ehefrau Johanna sowie Sohn Mannix Landon sind beide wohlauf. Die Zuschauer bekamen ein unterhaltsames Auftaktdrittel geboten, beide Teams versteckten sich nicht und das Spielgeschehen ging rauf und runter. Es waren aber die Wölfe, die über die gesamten ersten 20 Minuten das Spiel machten, die spielerischen Akzente setzten und sich Torchancen in Hülle und Fülle erarbeiteten. Einzig mit dem Toreschießen sollte es nicht klappen, selbst hochkarätige Einschussmöglichkeiten ließen die Gäste ungenutzt. Weiden fand nahezu nicht statt, selbst in Überzahl konnten die Devils die Selber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Wenn Chancen für die Gastgeber zu verzeichnen waren, resultierten diese aus schnellen Kontern. Demzufolge sehr schmeichelhaft, dass die Blue Devils mit einer vom Spielverlauf heraus überraschenden 2:0-Führung in die erste Pause gingen. Zweimal begünstigten Unachtsamkeit und schlechtes Stellungsspiel der Wölfe den Devils das Toreschießen, die in Effektivität bis dato nicht zu toppen waren.         

Alles, was dem Selber Spiel fehlte, war ein Treffer. Und dieser fiel dann endlich – zur Freude der gut 300 Selber Schlachtenbummler. In Überzahl sollte es klappen – McNaughton fälschte einen Schuss von Gare unhaltbar zum 1:2 ab. Ein Treffer, der für neuen Auftrieb im Wolfsrudel sorgte, aber die Wölfe taten sich weiter schwer, ihr Übergewicht an Torchancen auch messbar auf die Anzeigentafel zu bringen. Die Hausherren hatten ihrerseits auch vereinzelte nennenswerte Aktionen, aber Suvelo stets auf der Höhe. Sein Gegenüber Hönkhaus hatte wesentlich mehr Arbeit, aber Selb war der längst mögliche Ausgleichstreffer einfach nicht vergönnt.

Können die Wölfe die Partie noch zu ihren Gunsten drehen? Eine richtige Antwort dazu setzte Herbert Geisberger – er glich nach nur 63 Sekunden im Schlussabschnitt zum längst überfälligen 2:2-Ausgleich aus. Die Wölfe machten weiter Druck, wollten mit aller Gewalt die Führung. Die Oberpfälzer waren auf Ergebnishalten bedacht, aber genau in dieser Phase setzten sie zu einem ihrer gefürchteten Konter an und gingen wieder in Front. Die Führung hatte aber nur ganze sieben Sekunden Bestand, da war Moosberger zur Stelle und es stand 3:3. Routinier Heilman besorgte wenig später sogar die erstmalige Führung an diesem Abend. Als diese Tom Pauker in Überzahl auf 5:3 ausbaute, war eine Art Vorentscheidung in der Hans-Schröpf-Arena gefallen. Geisbergers Handgelenkschuss zum 6:3 sorgte endgültig für klare Verhältnisse und besiegelte die fünfte Niederlage in Folge der Hausherren und sorgte für jubelnde Gesichter auf Selber Seite.

Tore: 1:0 (5.) Kirchberger (Laliberte, Waldowsky), 2:0 (16.) Laliberte (Wolsch, Siller), 2:1 (25.) McNaughton (Gare, Maaßen), 2:2 (42.) Geisberger (McNaughton, Schadewaldt), 3:2 (46.) Divisek (Siller, Wolsch), 3:3 (46.) Moosberger (Hördler, Pauker), 3:4 (49.) Heilman (McNaughton, Piwowarczyk), 3:5 (53.) Pauker (Maaßen, Heilman/5-4), 3:6 (57.) Geisberger (Gare). Strafen: Weiden 8, Selb 6. Zuschauer: 2110.

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