Wölfe gegen Tigers vor vollem HausSelber Wölfe

Wölfe gegen Tigers vor vollem HausWölfe gegen Tigers vor vollem Haus
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Es herrscht eitel Sonnenschein in der oberfränkischen Eishockeyregion. Der VER Selb führt die Tabelle der Oberliga Süd sechs Spieltage vor Ende der Hauptrunde souverän an. Der EHC Bayreuth belegt als Aufsteiger einen mehr als respektablen dritten Tabellenplatz und hat sich am vergangenen Wochenende ebenfalls vorzeitig für die Play-offs qualifiziert. Am Freitag (20 Uhr) stehen sich die beiden Erzrivalen zum vierten Mal in dieser Saison direkt gegenüber. Und es wird wieder richtig eng und kuschelig werden in der Netzsch-Arena, die so gut wie ausverkauft ist. An der Abendkasse wird es definitiv keine Karten mehr geben.

Nur gute Erinnerungen haben die Wölfe an das Aufeinandertreffen vor vier Wochen in Bayreuth. 8:3 hieß es am Ende für die VER-Cracks, die sich mit diesem Ergebnis einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert haben dürften. Diese Schmach nicht vergessen haben die Wagnerstädter. „Wir wollen diese schmerzliche Niederlage wieder wettmachen. Und das werden wir auch tun, glaubt mir“, gibt sich EHC-Trainer Sergej Waßmiller kämpferisch. Waßmillers Optimismus ist nicht unbegründet. Schon beim knappen Selber Heimsieg (2:1) am 10. Dezember machten die Tigers den Wölfen das Leben sehr schwer. „Uns liegen die Selber eigentlich“, glaubt auch EHC-Verteidiger Sebastian Mayer an ein ganz enges Match. Knisternde Spannung lässt auch die Statistik erwarten. In der Rückrundentabelle liegen beide Mannschaften fast gleichauf. Selb hat 32 Punkte in 16 Spielen verbucht, Bayreuth 31 Zähler. Die Tigers haben in diesem Zeitraum mit 71 Treffern sogar drei Tore mehr erzielt als die Wölfe, die aber über die gesamte Saison gesehen noch immer die mit Abstand stärkste Offensivabteilung stellen.

Im Idealfall kann der VER Selb am Sonntag bereits die Meisterschaft in der Eishockey-Oberliga Süd feiern. Dann nämlich, wenn die „Wölfe gegen den EHC Bayreuth und am Sonntag (18 Uhr) in Erding die volle Punktzahl einfahren – und gleichzeitig der Verfolger EHC Freiburg bei seinen Aufgaben gegen Bad Tölz und in Füssen ohne Punktgewinn bleibt. Alles graue Theorie. Weder Spieler noch Fans und Verantwortliche denken bereits an die finale Entscheidung an diesem Wochenende. Alles dreht sich zunächst um das Derby gegen die Tigers.

Die ganz großen Sprüche waren unter der Woche nicht zu hören vor dem mittlerweile vierten Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen. „Es wird wohl ähnlich knapp wie bei unserem 2:1-Sieg im ersten Heimspiel“, glaubt der Selber Co-Trainer Marc Thumm. Er rechnet damit, dass die Tigers nach dem 3:8-Heimdebakel mit viel Wut im Bauch und hochmotiviert anreisen. „Wir bekommen also garantiert nichts geschenkt, zumal Bayreuth ja noch um den Heimvorteil für die Play-offs kämpft.“ Ähnlich sieht es Chefcoach Cory Holden, der wie schon gegen Freiburg ein Spiel mit Play-off-Charakter erwartet und viel Qualität im Kader der Wagnerstädter sieht. „Sie stehen nicht umsonst auf Platz drei und haben sich mit dem Letten Toms Tilla noch einmal gut verstärkt. Es wird sicher ein sehr intensiv und hart geführtes Derby.“

Hart ist ein Stichwort, auf das Niki Meier natürlich gerne anspringt. „Es wird sicher ein lustiges Spiel, auf das ich mich sehr freue.“ Der VER-Verteidiger, bekanntermaßen kein Kind von Traurigkeit, ist optimistisch, dass die Punkte in Selb bleiben. „Wir sind im Kollektiv und auch individuell besser besetzt als Bayreuth.“ Personell hat der Trainer am Freitag sogar die Qual der Wahl. Bis auf Dennis Schütt (krank) und den langzeitverletzten Youngster Marco Verhoeven steht der gesamte Kader zur Verfügung. Besonders in der Verteidigung spitzt sich der Konkurrenzkampf zu nach dem sehr ordentlichen Debüt von Marius Nägele, der sich in Weiden mit dem immer stärker werdenden Eigengewächs Timo Roos die Eiszeiten geteilt hat. Bei zwölf Stürmern im Aufgebot wären sogar vier Reihen möglich. Davon will Holden aber Abstand nehmen. „Wir sind den Rhythmus mit drei Blöcken gewöhnt. Da möchte ich jetzt nicht mehr umstellen.“

Am Sonntag in Erding treffen die Wölfe auf eine Mannschaft, die derzeit auf Rang acht steht, um ihren Play-off-Platz aber noch zittern muss. Schadewaldt & Co. werden also auch in Oberbayern nichts geschenkt bekommen.

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