Wölfe-Gala geht mit 3:2-Sieg beim EHC Klostersee weiter

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Faire und tolle Geste zugleich vor Spielbeginn: „Alles Gute Gert Acker“ hieß es auf einem Spruchband der gut 150 mitgereisten Wölfe-Anhänger, und wünschten damit dem vor fünf Tagen in einem Spiel schwer verletzten Mannschaftskapitän des EHC Klostersee beste Genesung. Damit verdienten sich die Fans auch großen Respekt bei den Verantwortlichen der Gastgeber.

Temporeich begann die Partie, doch Selb musste zugleich in Unterzahl. Das nützten die Hausherren konsequent durch Bergmann aus, der einen Querpass eiskalt in die Maschen setzte. Vom frühen Rückstand zeigten sich die Wölfe unbeeindruckt. Nur 32 Sekunden später gelang es Piwowarczyk den Ausgleich zu markieren. Selb machte weiter Druck, hatte aber auch das Glück eines Pfostentreffers des Gegners. Doch nach dann erneut guten und schnellen Zusammenspiel gelang Hördler von der rechten Seite aus den Puck ins Gehäuse zur Führung zu setzen. Nach nicht genutzten Überzahlspiel, spielte Selb weiter ruhig und konzentriert in der Defensive und lauerte auf Konter. Diese bekam man immer wieder, ehe die Wölfe im Angriffsdrittel ungestört agieren durften und so durch Mudryk erhöhen konnten – gleichzeitig war die der hundertste Saisontreffer der Wölfe. Wiederum der Pfosten rettete in Unterzahl vor dem möglichen Anschluss. Dagegen waren in der Folge und auch in Powerplay-Situation für den VER gute Möglichkeiten zum Führungsausbau vorhanden. 15 Sekunden vor dem Drittelende konnte Klostersee aber doch noch verkürzen.

Der Treffer gab den Grafingern gehörig Auftrieb. Selb hatte alle Mühe, gegen die wütende Angriffe des Gegners zu bestehen. Eine Überzahlmöglichkeit brachte zwischendurch eine kurze Verschnaufpause, eigene Chancen waren dagegen Mangelware. So machten die Einheimischen auch ohne ihren im ersten Drittel verletzt ausgeschiedenen Leaders Guentzel mächtig Dampf. Keeper Ritter musste mehrfach klären, wie auch die Defensive Schwerstarbeit zu leisten hatte. Piwowarczyk gelang es in der 33. Spielminute dann nach vorne zu starten, doch am Abschluss wurde er noch per (ungeahndeten) Foul gebremst. Auch im vierten Überzahlspiel konnten die Wölfe nichts herausholen, fuhren sich immer wieder fest, um neu aufbauen zu müssen.

Mit aller Macht verteidigten die VER-Cracks den hauchdünnen Vorsprung. Dabei hatten sie auch Glpck, dass Top-Scorer White eine dicke Möglichkeit kläglich vergab. Selb versteckte sich aber auch in der Offensive keineswegs. Bei einem Break hatte Schiener den Treffer auf dem Schläger, vergab jedoch ebenso. Beide Teams lieferten sich fortan einen packenden Schlagabtausch. Ein Überzahlspiel war erneut nicht von Erfolg gekrönt, während danach Thielsch und Mudryk noch zu guten Schussmöglichkeiten kamen. Die Spannung stieg von Minute zu Minute, von Chance zu Chance ins Unermessliche, zumal Klostersee zum Ende hin für einen weiteren Feldspieler den Keeper vom Eis nahm. Doch das half den Gastgebern nichts mehr, die Wölfe machten ihren fünften Auswärtssieg in Folge perfekt. Damit ist das Team mehr als gewappnet für das Spitzenspiel gegen Bad Tölz vor heimischer Kulisse am zweiten Weihnachtsfeiertag  (18 Uhr).

Tore: 1:0 (1:51) Bergmann (Guentzel, Paderhuber; 5-4), 1:1 (2:23) Piwowarczyk, 1:2 (4:44) Hördler (Piwowarczyk, Geisberger), 1:3 (11:34) Mudryk (Piwowarczyk), 2:3 (19:45) Paderhuber(White, Bergmann). Strafen: Klostersee 10, Selb 6. Zuschauer: 778.

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