Wölfe feiern Derbysieg in BayreuthTigers melden erstmals ausverkauft

Voll bis auf den letzten Platz: 4705 Fans sahen das Derby in Bayreuth gegen Selb. (Foto: Christoph Knod/EHC Bayreuth)Voll bis auf den letzten Platz: 4705 Fans sahen das Derby in Bayreuth gegen Selb. (Foto: Christoph Knod/EHC Bayreuth)
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Die „Mutter aller Derbys“ ist für jeden Fan sicher etwas anderes. Wer es mit den Tigers oder den Wölfen hält, kommt schnell zu diesem Spiel. Schon bei den ersten beiden Aufeinandertreffen wurde die 4000er-Marke angekratzt. „Diesmal ging es schon sechs bis acht Wochen vorher los, als sich die ersten Fans über den Online-Verkauf die Karten sicherten“, berichtet EHC-Pressesprecher Alexander Vögel. Beim Vorverkauf hatten die Mitarbeiter der Tigers eine Menge zu tun – allerdings entzerrte der Online-Verkauf den Trubel.

Was dieses Spiel noch besonderer macht: Es trafen nicht nur zwei Erzrivalen aufeinander, die nur durch rund 60 Kilometer getrennt sind. Es war auch das Spiel des Tabellendritten gegen den Zweiten. Während es auf Selber Seite kaum überraschend ist, dass die Wölfe weit oben in der Oberliga Süd zu finden sind, dürfen die Tigers als Überraschungsmannschaft gelten. Denn Bayreuth ist schließlich gerade erst aus der Bayernliga aufgestiegen. „Man hatte uns schon in der Bayernliga attestiert, einen Kader zu haben, der in der Oberliga mithalten könnte. Zur neuen Saison haben wir ihn vernünftig im Rahmen der Möglichkeiten verstärkt. Wir haben Spieler dabei, die auch schon DEL-Erfahrung vorweisen können“, erklärt Vögel. So waren die Play-offs zwar das Ziel des Bayreuther Neulings, „aber Platz drei ist auch für uns überraschend“, so Vögel. Dennoch kann man sagen, dass Trainer Sergej Waßmiller und Teammanager Dietmar Habnitt einen guten Job in Bayreuth machen. Habnitt ist zudem fest mit der Bayreuther Eishockeygeschichte verwoben. Denn im einzigen Erstliga-Jahr des Eishockeysports in der Wagnerstadt, als der damalige Schwimmverein Bayreuth 1985/86 in der 1. Bundesliga spielte, stand Habnitt im Tor des SVB.

Und dann? Machen sich die Bayreuter vielleicht sogar Hoffnungen, eine der zwei Mannschaften zu sein, die in der Relegationsrunde zur DEL2 mitmachen können? „Wir wollen die Play-offs erreichen und, wenn es geht, eine Runde überstehen. Alles was noch kommt, wäre ein Bonus.“

Das aktuelle Spiel wurde im Powerplay entschieden. Fünfmal schlugen die Wölfe bei numerischer Überlegenheit zu, zweimal davon gar in doppelter Überzahl. So stand es nach den ersten vier Überzahltoren nach 20 Minuten aus Selber Sicht 4:0. Die Partie war auch ein Duell der Topscorer. Vor dem Wochenende stand Kyle Piwowarczyk von den Selber Wölfen mit 57 Punkten (23 Tore, 34 Vorlagen) an der Spitze der Oberliga Süd. Bayreuths Topmann Andreas Geigenmüller als Vierter der gesamten Liga ist mit 48 Punkten (23 Tore, 25 Vorlagen) kaum schlechter. Am Abend kamen vier Vorlagen für Piwowarczyk hinzu, Geigenmüller verbuchte einen Assist. Ein Abbild des Spiels sozusagen.

Die Stimmung war freilich riesig – zu Beginn auch auf Bayreuther Seite. Warum auch nicht: Erstmals eine volle Hütte, seitdem der Club den Namen EHC trägt. Am Ende jubelten natürlich die Selber. Die rund 1000 mitgereisten Wölfe-Fans feierten den deutlichen Derby-Sieg ausgiebig. Denn ein Erfolg schmeckt gerade dann besser, wenn er bei der „Mutter aller Derbys“ gelingt.

Tore: 0:1 (8:13) Martell (Piwowarczyk, Geisberger/5-3), 0:2 (8:51) Fiedler (Moosberger, Schütt/5-4), 0:3 (12:58) Fiedler (Hördler, Moosberger/5-4), 0:4 (18:19) Geisberger (Piwowarczyk, Martell/5-3), 1:4 (30:21) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch), 1:5 (31:49) Neumann (Hendrikson, Söllner), 2:5 (33:11) Bartosch (Mayer, Potac), 3:5 (49:29) Pietsch (Thielsch, Kasten/4-5), 3:6 (50:29) Heilman (Piwowarczyk, Geisberger), 3:7 (53:01) Geisberger (Piwowarczyk, Martell/5-4), 3:8 (53:26) Fiedler (Meier, Hördler). Strafen: Bayreuth 14, Selb 12. Zuschauer: 4705 (ausverkauft).

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