Wölfe deklassieren WeidenSelber Wölfe

Wölfe deklassieren WeidenWölfe deklassieren Weiden
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Wegen Überfüllung geschlossen, hätte es im Selber Fanblock eigentlich heißen müssen. Gut 700 Anhänger hatten ihre Mannschaft am Freitag zum Derby nach Weiden begleitet und gaben schon lange vor Spielbeginn den Ton an in der ausverkauften Eishalle. Es dauerte auch gar nicht lange, da durften die Wölfe-Fans jubeln. Die Holden-Schützlinge begannen schwungvoll - und nach ersten vergebenen Möglichkeiten durch Hördler und Fiedler lag die Scheibe nach sieben Minuten hinter Torwart Engmann im Weidener Netz. Es dauerte allerdings etwas, bis dies Spieler und Zuschauer realisiert hatten. Selbst Torschütze Tom Fiedler freute sich erst nach einer kleinen Verzögerung.

Was folgte, war eine Strafzeitenorgie gegen Spieler der Wölfe. Schiedsrichter Hatz schickte zunächst Hördler und Hendriskon, danach noch Meier und Piwowarczyk in die Kühlbox. Allerdings nicht immer aus ersichtlichen Gründen. Über vier Minuten mussten sich drei Selber gegen fünf Spieler des Gastgebers wehren. Das konnte nicht gutgehen. Zweimal verhinderte VER-Keeper Suvelo mit guten Paraden noch den Ausgleich, dann traf Grassi doch zum 1:1. Und bei 5:4-Überzahl legte Waldowsky in der 14. Minute nach für die Oberpfälzer. Deren Elan bremsten die Wölfe aber fast

Nun war Selb wieder obenauf und drängte Weiden in die Defensive. In der 19. Minute hatte der doch manchmal unsicher wirkende Engmann im EVW-Gehäuse bei einem Schuss von Piwowarczyk noch das Glück auf seiner Seite, wenige Sekunden später traf der Kanadier in Diensten des VER aber ins kurze Eck zur 3:2-Führung. Die rettete Suvelo mit einer Klasse-Parade gegen Andrasovsky in die erste Pause einer sehr unterhaltsamen und temporeichen Partie.

Auch im Mittelabschnitt schenkten sich beide Mannschaften nichts. Der EV Weiden wollte endlich seine Niederlagenserie (ssechs Spiele) beenden, der VER Selb seine Siegesserie (vier Spiele) fortsetzen. Bereits in der 21. Minute erkannte der Schiedsrichter einen Treffer der Wölfe nicht an, weil das Tor zuvor schon verschoben gewesen sein soll. Nach einer halben Stunde dann wieder ein Unterzahlspiel für die Selber, die in diesen zwei Minuten mit Glück und Geschick einen weiteren Gegentreffer verhinderten. Auch in der Folge war der VER mit mehr Abwehrarbeiten beschäftigt, als ihm lieb war. Kurios die 36 Minute: Zunächst fuhr Fiedler einen Konter, scheiterte aber an Engmann. Im Gegenzug vergab Weiden die große Chance zum Ausgleich. Wieder starteten die Wölfe einen Konter – und den schloss Hördler erfolgreich ab. „Hier regiert der VER“, skandierten die Selber Anhänger. Und sie hatten in der 40. Minute zum fünften Mal Grund zum Jubeln, als Mudryk ein Zuspiel von Piwowarczyk verwertete.

Mit der nun deutlichen Führung im Rücken konnten es die Selber im Schlussdrittel etwas gemütlicher angehen lassen. In der 46. Minute kamen sie erstmals an diesem Abend sogar zu einem Überzahlspiel. Das aber wäre fast ins Auge gegangen. Nach einem Patzer von Fiedler ging Waldowsky auf und davon, doch Suvelo im Selber Tor bewies einmal mehr seine Klasse.

Ein paar Selber Sorgenfalten gab es in der 50. Minute, als Schiener von Waldowsky von hinten gecheckt wurde und mit dem Kopf gegen das Torgestänge prallte. Während Schiener aber kurze Zeit später weiterspielen konnte, war für den Weidener die Partie wegen einer Matchstrafe beendet. Im folgenden Überzahlspiel fackelten die Wölfe nicht lange und machten durch Piwowarczyk das halbe Dutzend voll. Und Piwowarczyk war es auch, der mit seinem dritten Treffer auf 7:2 für die Oberfranken traf.

Die Selber dominierten aber nicht nur auf dem Eis. Auch auf den Rängen waren im Schlussdrittel fast nur noch die Wölfe-Anhänger zu hören. Sie stimmten sich schon ein für das Schlagerspiel am Sonntag (18 Uhr) in der Netzsch-Arena gegen den auswärts noch ungeschlagenen Tabellenführer EHC Freiburg.

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