Wölfe brauchen etwas AnlaufSelber Wölfe

Wölfe brauchen etwas AnlaufWölfe brauchen etwas Anlauf
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Der VER kam mit Volldampf aus der Kabine, wollte früh für klare Verhältnisse sorgen. Dies schien auch aufzugehen. Keine halbe Minute war gespielt, da tankte sich Schiener durch die Füssener Abwehr und konnte vom mittlerweile 40-jährigen Gäste-Kapitän Nadeau nur auf Kosten einer Strafzeit gebremst werden. Die Wölfe schossen Fießinger, der etwas überraschend für den zuletzt hochgelobten Irrgang im Füssener Tor stand, nun richtig warm. Auch nach Ablauf der Strafzeit schnürten die Hausherren die Gäste in deren eigenem Drittel ein und kamen durch Galvez und Moosberger zu zwei dicken Möglichkeiten. In der fünften Minute aber gab es eine erste kalte Dusche für den VER, bei dem Kümpel für Suvelo zwischen den Pfosten stand. Der erste Angriff der Leopards führte durch Burnell zum 0:1. Die Antwort der Hausherren folgte aber prompt. Nur 27 Sekunden nach dem Rückstand trat Geisberger entschlossen an, setzte sich gegen Jentsch durch und tunnelte auch Torwart Fießinger.

Die Selber blieben am Drücker, es haperte aber weiter an der Chancenverwertung. Immer wieder stand vor dem Tor eines der zwölf Füssener Beine im Weg. Die Gäste verlegten sich in dieser Zeit einzig auf einige Befreiungsschläge – bis zur 13. Minute. Füssen traute sich einmal nach vorne, und Schiedsrichter Ansorg schickte mit Heilman und Mudryk gleich zwei Selber auf die Strafbank. Das 5:3-Überzahlspiel nutzten die Gäste nach nur 14 Sekunden zur erneuten Führung. Die Wölfe schüttelten sich aber schnell ab und schafften durch eine schöne Einzelleistung von Piwowarczyk noch vor der ersten Drittelpause den 2:2-Ausgleich.

Im Mittelabschnitt benötigten die Holden-Schützlinge eine längere Anlaufzeit und hatten zunächst Glück, dass der Schiedsrichter bei einem Foul an Burnell beide Augen zudrückte. Die Wölfe bestimmten zwar die Begegnung, es fehlte aber weiter die letzte Entschlossenheit vor dem gegnerischen Gehäuse. Selbst zwei Überzahlspiele verpufften ohne zählbares Ergebnis. Erst in der 32. Minute war der Bann gebrochen. Zunächst scheiterte Neumann noch alleine vor Fießinger, im Nachschuss war aber Heilman zur Stelle. Der VER lag erstmals in Führung – und das wirkte befreiend. Zwei Minuten später traf Schütt von der blauen Linie zum 4:2. Der EV Füssen resignierte nun bereits ein wenig. Die Hausherren spielten teilweise Katz’ und Maus, waren aber einige Male auch zu verspielt vor dem Tor. Erst 38 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels ließ Mudryk Treffer Nummer fünf für den VER folgen. Das war die Vorentscheidung.

Endgültig um die lange so tapfer kämpfenden Gäste geschehen war es nach 46 Minuten. Mudryk machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend das halbe Dutzend voll. Nun sprang der Funke vom Eis endlich auch auf den Selber Fanblock über. Für die Spieler war derweil schon ein wenig Schonung angesagt für die Partie am Sonntag in Erding.


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