Wölfe belohnen sich für erneut nicht1:3-Niederlage gegen Landshut

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die knapp 2300 Zuschauer sahen ein spannendes, hartes und auf hohem spielerischen Niveau geführtes Playoff-Spiel, das bis zur Schlussminute auf Messers Schneide stand. Mit einer ähnlichen Leistung sind die Wölfe am Dienstag in Landshut keinesfalls chancenlos und könnten sich mit einem Auswärtssieg mindestens ein weiteres Heimspiel erkämpfen.

Gleich zu Spielbeginn übte die nominell dritte Selber Reihe Druck auf die Landshuter aus und zeigte den Niederbayern, dass die Wölfe heute unbedingt die Serie ausgleichen wollten. Landshut ließ sich davon jedoch wenig beeindrucken und hatte in der zweiten Spielminute die erste große Torchance des Spiels, als man sich bei aggressivem Forechecking die Scheibe erobern konnte. Suvelo war aber auf dem Posten. Die erste Strafzeit im Spiel zog Landshut, nachdem wiederum die Reihe um Hördler, Pauker und Moosberger für Gefahr vor dem Landshuter Tor gesorgt hatte. Das fällige Überzahlspiel brachte leider nichts Zählbares für den VER.

In der achten Minute hämmerte Hördler den Puck ans Lattenkreuz. Hier wäre der wiederum sehr gut aufgelegte Kristian im Landshuter Tor machtlos gewesen. Im Gegenangriff machten es die Niederbayern besser. Jarrett fälschte einen Draxinger-Schuss unhaltbar für Suvelo ab. Sicherlich kein Tor für die Galerie, aber effektiv. Als Abstreiter auf Landshuter Seite für einen Check gegen den Kopf die Strafbank drückte, fanden die Gastgeber endlich richtig gut ins Überzahlspiel – aber die Abschlüsse, unter anderem von Piwowarczyk, Geisberger und Pauker, fanden den Weg nicht ins Tor. In der 16. Minute zeigte Cody Thornton dann seine Klasse: In einer Kontersituation konnte er alleine auf das Selber Tor zulaufen und ließ sich nicht zweimal bitten. So stand es 0:2, weil die Niederbayern ihre wenigen Chancen einfach konsequent ausnutzten.

Wütend kamen die Wölfe nach der ersten Drittelpause aus der Kabine und kauften den Gästen in einigen Szenen tatsächlich den Schneid ab. Selb jetzt klar die tonangebende Mannschaft, man konnte sich immer wieder im Angriffsdrittel festsetzen, wartete aber immer noch auf den Anschlusstreffer. Wenn sich Landshut Entlastung schaffte, waren diese Angriffe immer wieder brandgefährlich, doch auch die Selber Abwehr um Torhüter Suvelo hielt in dieser Phase stand. In der 27. Spielminute konnte der nimmermüde rackernde Hördler endlich den Bann brechen und den Anschluss vorbei an Kristian erzielen. Die Netzsch-Arena stand spätestens jetzt Kopf und die Zuschauer peitschten die Heimmannschaft frenetisch nach vorne. Die Gäste wurden zusehends nervöser, ließen in diesem Spielabschnitt aber keinen weiteren Treffer mehr zu.

Auch im Schlussdrittel kämpften die Wölfe von Beginn an um den Ausgleich. Die Selber waren absolut auf Augenhöhe mit dem favorisierten Gast. Hördler, Meier und Maaßen hatten allesamt den Ausgleich auf dem Schläger, zogen aber entweder knapp vorbei oder fanden in Kristian ihren Meister. In der 47. Minute wurden Maaßen – ungeahndet vom Schiedsrichtergespann – die Füße weggezogen. Die daraus resultierende Kontergelegenheit entschärfte Suvelo jedoch mit stoischer Ruhe. Mitte des letzten Drittels kochte die Netzsch-Arena förmlich. Angesteckt von einer couragierten Leistung ihrer Mannschaft machten die Wölfe-Anhänger Stimmung ohne Ende. Die Chancen der Gastgeber häuften sich nun, doch niemandem gelang der ersehnte Ausgleichstreffer. Nun rannte den Selbern langsam die Zeit davon. Landshut verteidigte geschickt, auch wenn Selb den spritzigeren Eindruck machte. Große Aufregung dann nochmal in der Schlussminute: Selb hatte bereits den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen, da wurde einer der Selber Angreifer durch einen klaren Crosscheck niedergestreckt. Der Schiedsrichter wollte aber scheinbar nicht mehr ins Spiel eingreifen und verwehrte den Selbern den fälligen Strafzeitpfiff. In der letzten Spielsekunde gelang den Landshutern dann noch der Treffer ins verwaiste VER-Tor.

Tore: 0:1 (8.) Jarrett (Draxinger, Thornton), 0:2 (16.) Thornton (Jarrett, Kuhn), 1:2 (27.) Hördler (Meier, Schneider), 1:3 (60.) Jarrett (Forster, Draxinger/ENG). Strafen: Selb 10, Landshut 8 + 10 (Abstreiter). Zuschauer: 2269.

Von 2004 bis 2020 in der DEL
Chad Bassen schließt sich den Blue Devils Weiden an

​Jaroslav Hübl, Elia Ostwald, Nick Latta: alle drei bisherigen Neuzugänge der Blue Devils bringen reichlich DEL-Erfahrung mit nach Weiden. Auch der vierte Weidener N...

Spieler mit großem Potenzial
Donat Peter bleibt beim ECDC Memmingen

​Nach seiner ersten Saison im Seniorenbereich bleibt Donat Peter auch für ein weiteres Jahr am Memminger Hühnerberg. Der junge Offensivakteur bringt einiges an Poten...

Zuletzt Co-Trainer der Löwen Frankfurt
Marko Raita wird neuer Coach des EV Füssen

​Der EV Füssen hat einen neuen Trainer. Marko Raita wechselt vom DEL2-Team der Frankfurter Löwen an den Kobelhang und wird hier die nächsten beiden Spielzeiten haupt...

Termine für die Vorbereitung stehen fest
Zwei Verlängerungen bei den Blue Devils Weiden

​Die Kaderplanung der Blue Devils Weiden für die Oberliga-Saison 2021/22 geht weiter. Jetzt haben die Oberpfälzer mit zwei bewährten Kräften die Verträge verlängert:...

Weitere Abgänge stehen fest
Memminger Torhüter-Duo steht: Eisenhut kommt, Vollmer bleibt

​Der ECDC Memmingen hat beide Torhüterpositionen für die kommende Saison besetzt. Mit Marco Eisenhut sichern sich die Indians die Dienste eines starken und gleichzei...

Zweiter Mittelstürmer bleibt
Tobias Kircher verlängert seinen Vertrag beim SC Riessersee

​Der SC Riessersee kann eine weitere Vertragsverlängerung vermelden. Nach Florian Vollmer hat mit Tobias Kircher ein zweiter Center seinen Vertrag bei den Garmisch-P...

33 Punkte in der Premierensaison
Dennis Palka stürmt weiterhin für die Blue Devils Weiden

​Die Offensive der Blue Devils Weiden für die Oberliga-Saison 2021/2022 wächst: Der 29-jährige Außenstürmer Dennis Palka wird auch in der kommenden Spielzeit für die...

Draxinger, Kolb und Biberger verlängern
Drei weitere Verteidiger bleiben bei den Starbulls Rosenheim

​Dreimal Defensive auf einen Streich: Die Verteidiger Tobias Draxinger, Dominik Kolb und Alexander Biberger haben ihre Verträge bei den Starbulls Rosenheim verlänger...

Oberliga Süd Playoffs