Wo landen die Tigers nach 44 Hauptrundenspielen?EHC Bayreuth
Wo landen die Tigers nach 44 Hauptrundenspielen?Beides könnte sich erst mit den allerletzten Spielen klären und deswegen sieht man das im Lager der Oberfranken ziemlich entspannt. „Wir spielen beide Partien auf Sieg und dann schauen wir was dabei raus kommt“, fasst Tigerscoach Waßmiller dazu wie erwartet einfach zusammen. Ein spekulieren auf einen Platz oder Gegner funktioniert wegen der nicht beeinflussbaren Ergebnisse der Konkurrenz in diesem engen Feld sowieso nicht und entspricht auch nicht dem Naturell dieser Mannschaft samt Trainer.
Den Auftakt macht man Freitag um 20 Uhr im heimischen Tigerkäfig gegen Altmeister Füssen, bevor man Sonntag um 18 Uhr zu den Tölzer Löwen noch mal lange reisen muss. Pikant dabei ist, dass der ECT auch der erste Play-off-Gegner sein könnte. Zwischen Platz zwei und vier bzw. fünf und acht sind bei noch sechs zu vergebenen Punkten fast alle Konstellationen noch möglich.
Dagegen muss der EVF aber den Blick nach unten richten. Nach desaströsem Start, justierte man im Laufe der Spielzeit mit neuem Trainer und Spielern nochmals nach und konnte sich soweit konsolidieren, dass man noch aussichtsreich um das Heimrecht in den Play-downs kämpft. Dank Neutrainer Gmeiner und dem ebenfalls neuen „Spiritus Rektor“ in der Abwehr Kames liegt man aktuell mit 36 Punkten auf Platz 10. Zuletzt acht Punkte aus drei Spielen zeugen auch von der guten Form der Allgäuer. Weiteres Aushängeschild ist dieses Jahr besonders der Kanadier Joshua Burnell, der mit 39 Treffern und 38 Vorlagen Top-Torjäger und Topscorer in Personalunion ist. Unterstützung bekommt er dabei noch von den nach längeren Verletzungen zurück gekehrten Routiniers Kink und Nadeau. Mit der Reaktivierung des Füssener Urgestein Sascha Golts (fast 43 Jahre, ehemaliger russischer Nationalspieler) hat man kürzlich offensiv für die heiße Saisonphase noch etwas aufgerüstet. Die drei direkten Duelle, waren zwar allesamt siegreich für den EHC, doch auch immer knapp, was Warnung genug sein sollte.
Seitdem das Idol Yannik Dube (zuvor im Nachwuchs tätig) für den zuletzt etwas glücklosen Florian Funk den Trainerposten beim anderen Traditionsclub in Tölz übernommen hat, ist auch dort ein Aufschwung nicht übersehbar und man sammelte zehnPunkte aus den letzten vier Partien. Resultat ist momentan Platz 5 mit 66 Zählern (einer mehr als Verfolger Peiting) mit gleicher Ausbeute in Heim- und Auswärtsspielen. Probleme hat man allerdings immer noch etwas im Defensivverhalten, wo man die schlechteste Gegentorbilanz aller Play-off-Teilnehmer vorzuweisen hat und in den Special Teams. Vorwärts sieht es dann etwas besser aus besonders durch den walisischen Topscorer Joseph Lewis und Kabitzky, Tom Patric Kimmel, sowie den Altinternationaler Klaus Kathan. Eher wenig offensive Gefahr kommt aus der Abwehr und auch das Torhüter-Duo Wölfl und Goll hatte ebenfalls schon bessere Tage. Zwei Heimsiegen steht bisher gegen die Löwen eine knappe Auswärtsniederlage gegenüber.
Im Training bereitet sich das Tigerrudel relativ normal auf das Wochenende vor, hat aber natürlich auch schon die Play-offs im Blick. Wieder dabei ist vermutlich Förderlizenzstürmer Stefan Reiter, der seinen Autounfall soweit überwunden hat und wieder mit trainiert. Noch nicht für Einsätze reichen wird es dagegen wahrscheinlich bei Dennis Hermann und Marcel Juhasz. „Dieses Wochenende kommt für beide wohl noch zu früh und zu großes Risiko vor den K.o-Spielen wäre auch kaum sinnvoll“, beschreibt der Deutschrusse die aktuelle Personalsituation. Das Team hat beim Kartfahren diese Woche auch noch etwas Ablenkung genossen, bevor sich dann bei dem riesen Pensum in den Play-offs (möglicherweise lange Zeit drei Spiele pro Woche) sowieso alles nur noch um Eishockey dreht.