„Wir sind stolz auf unser Team“Bad Nauheim gewinnt in Selb

„Wir sind stolz auf unser Team“„Wir sind stolz auf unser Team“
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VER-Vorsitzender Jürgen Golly musste nach der Schlusssirene einige Tränen unterdrücken. „Wir waren so nah dran“. Bis zur 46. Minute führten die Wölfe gestern Abend im entscheidenden Play-off-Halbfinalspiel gegen Bad Nauheim und standen mit einem Bein schon im Finale. Die Gäste schlugen aber noch einmal zurück und feierten doch noch den dritten Sieg der Viertelfinal-Serie, die mit unbeschreiblichen Szenen endete. Die Fans beider Lager bevölkerten das Eis und feierten sich und ihre Mannschaften. Auch unter den Spielern gab es einen versöhnlichen Abschied nach fünf Begegnungen, in denen sie sich so hart bekämpft hatten.

Nun ist also Sommerpause für die Wölfe. Noch nicht ganz für die Anhänger, für die es am kommenden Samstag noch das Länderspiel-Schmankerl gibt. Geplant ist auch noch das Abschlussfest mit den Spielern, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten zu Helden für ihre Fans gemacht haben.

Der VER, der auf R. Schneider, Schütt (beide verletzt) und Meier (gesperrt) verzichten musste, gab im ersten Drittel klar den Ton an. Auf den Rängen ohnehin, aber auch auf dem Eis. Die Fans peitschten ihre Mannschaft förmlich zu Höchstleistungen. Trotz des kräftezehrenden Programms der vergangenen Wochen waren zunächst keinerlei Verschleißerscheinungen zu erkennen. Die Wölfe kämpften vorbildlich, setzten jedem Puck nach, und störten die ratlos und hilflos wirkenden Gäste immer wieder erfolgreich. Wenn Bad Nauheim doch einmal durchkam, stand VER-Keeper Suvelo wie ein Fels in seinem Kasten. Die meisten Akzente in der Offensive setzten aber die hausherren. Hendrikson, Schadewaldt und Roos scheiterten noch knapp, ehe sich der „Oldie“ ein Herz fasste. Heilman marschierte durch zwei Nauheimer hindurch und schloss trocken zur 1:0-Führung ab. Nun drohte das dach der Autowelt-König-Arena davonzufliegen. Möglichkeiten, die Führung sogar auszubauen, ergaben sich noch für Le hmann (1 7.) und Schiener (19.).

Die Gäste kamen dann etwas bissiger aus der Kabine und zu zwei Überzahlspielen. Beim ersten verhinderte Schadewaldt mit letztem Einsatz den Ausgleich, beim zweiten Nauheimer Powerplay war ers aber soweit. In der 27. Minute setzte Maaßen Schadewaldt mit einem Check außer Gefecht und erhielt eine Spieldauerstrafe. Der Selber Kapitän musste mit einer Gehinerschütterung in die Kabine. Im folgenden fünfminütigen Überzahlspiel fanden die Hausherren keine Wege und Mittel. Doch die Wölfe ließen nicht locker. Youngster Warkus sorgte für neuen Schwung und in der 35. Minute für die 2:1-Führung. Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und feierten ihre Spieler euphorisch.

Im Schlussdrittel führte Schiedsrichter Bauer die Partie im Zwei-Mann-System weiter, da einer seiner Linesmen Kreislaufprobleme hatte. „Werdet zur Legende, kämpfen bis zum Ende, für das Traumfinale“, hallte es aus 4000 Selber Kehlen. Es war eine unglaubliche Atmosphäre, die den nun stark dezimierten Wölfen noch ein letztes bisschen Kraft gab. Doch es sollte nicht reichen. Der VER musste doch noch den vielen Spielen dieser Saison Tribut zollen. Binnen drei Minuten drehten die Hessen die Partie. Möglichkeiten, zum Ausgleich waren in den beiden letzten Mionuten zwar noch einmal da für die Holden-Schützlinge, der Puck wollte aber nicht mehr hinter die Linie. Drei Sekunden vor Schluss traf Oppolzer dann ins längst verwaiste selber Tor zum 2:4. Was den Anhängern die Lust auf Party nicht mehr nahm. „Wir sind stolz auf unser Team“, feierten die Fans noch minutenlang. Dann ging auf dem Eis die Post ab.

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