Willensstarke Wölfe besiegen Eisbären nach VerlängerungVER Selb betreibt Wiedergutmachung nach dem Weiden-Spiel

(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)(Foto: Mario Wiedel/Selber Wölfe)
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Ein Lob für die Wölfe gab es auch von Gästetrainer Igor Pavlov: „Bei Selb waren 15 Kämpfer auf dem Eis.“ Die Gastgeber führten schon mit 2:0, doch Regensburg setzte alles auf eine Karte und glich vor Ende der regulären Spielzeit noch aus. In der Verlängerung erzielte US-Boy Charley Graaskamp den Siegtreffer.

Taktisch sehr gut eingestellt gingen die Wölfe in die Partie. Sie ließen die Gäste aus der Oberpfalz kaum ihr Spiel aufziehen, standen kompakt und sicher in der Defensive, ohne jedoch ihre Angriffsbemühungen zu vernachlässigen. Selbst in Überzahl spielend taten sich die Eisbären schwer, Chancen zu kreieren. Auf VER-Seite hatten Gollenbeck, Lüsch und Ondruschka Pech im Abschluss. So ging es torlos in die erste Pause.

Das zweite Spieldrittel begann wie das erste aufgehört hatte: Durchaus unterhaltsam, auch wenn klare Torchancen Mangelware waren. Dies änderte sich in der 26. Minute: Gare mit dem Bullygewinn in der Angriffszone, Gollenbeck steckte zurück auf McDonald, der mit seinem strammen Schuss dem verdutzten Holmgren im Regensburger Tor keine Chance ließ und zum 1:0 einnetzte. Regensburg legte nun eine Schippe drauf, erhöhte den Druck, doch die Hausherren wussten damit umzugehen. Jeder kämpfte für jeden und Deske parierte bis dahin alles, was auf sein Tor durchkam.

Der Kampf um jeden Zentimeter Eis ging weiter. Die Partie hatte schon einen Hauch Play-off-Charakter. Die Torchancen hüben und drüben häuften sich mit zunehmender Länge des Spiels. Danach kochte die Stimmung. Zunächst kassierten die Gastgeber wegen zu vieler Feldspieler auf dem Eis eine Strafzeit, was die Gastgeber anders sahen. „Dann musste Flache nicht vom Eis, obwohl wegen dessen scheinbarer Verletzung das Spiel unterbrochen wurde“, teilen die Wölfe mit. Die Selber Gemüter kochten spätestens über, als zu allem Überfluss noch Kremer hinausgestellt wurde, weil er Deske dessen verlorenen Stock ein paar Zentimeter zuschob. Diese Hinausstellung veranlasste die Gäste, noch zusätzlich Torhüter Holmgren zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers herauszunehmen. Doch die Scheibe kam über Gollenbeck und Gare zu McDonald, der keine Mühe hatte, den Puck im verwaisten Tor zum 2:0 einzuschieben. Kurz darauf – die Wölfe waren weiterhin in Unterzahl – markierte Keresztury den Anschlusstreffer. Etwas glücklich dann sogar noch der Ausgleich für die Gäste durch Schütz, der mehr angeschossen wurde als dass er selbst abschloss. So ging es in die Verlängerung. Hier fasste sich Graaskamp ein Herz und vollendete ein Solo über die komplette Eisfläche zum vielumjubelten Siegtreffer.


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