Wichtige Spiele für die Starbulls RosenheimRichtungsweisender Dreierpack zwischen den Jahren

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Zehn Spiele binnen 22 Tagen haben die Starbulls im Advent bestritten und dabei satte 21 Punkte erbeutet. Aufgrund der Absage des Heimspiels gegen den Deggendorfer SC am vierten Advent konnten die Grün-Weißen die Akkus in der Woche vor Heiligabend wieder aufladen, um gestärkt und in das richtungsweisende Spielplanprogramm vor dem Jahreswechsel zu gehen. Als Tabellendritter treffen die Starbulls dabei auf ihre Verfolger auf den Rängen vier und fünf sowie auf den vor ihnen rangierenden Tabellenzweiten.

Los geht es am zweiten Weihnachtsfeiertag um 18 Uhr mit dem Auswärtsspiel im Olympia-Eissportzentrum zu Garmisch-Partenkirchen gegen den SC Riessersee. Im ersten Saisonvergleich am ersten Adventssonntag zauberten die Starbulls und der oberbayerische Rivale einen wahren Eishockey-Leckerbissen auf das rutschige Geläuf des ROFA-Stadions, bei dem es nach regulärer Spielzeit 5:5 stand. Im Shout Out sicherte Enrico-Henriquez Morales den Grün-Weißen dann mit zwei Treffern den Zusatzpunkt. In Garmisch kann der Shooting-Youngster bei der Rosenheimer Jagd nach weiteren Punkten freilich nicht mithelfen, da er mit der U20-Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in Kanada weilt. Auch auf Stürmer Kevin Slezak muss Starbulls-Coach John Sicinski bekanntlich bis Mitte Januar verzichten. Das Comeback von Verteidiger Dennis Schütt verzögert sich nun leider ebenfalls bis nach dem Jahreswechsel. Stürmer Kilian Steinmann konnte das Training auf dem Eis dagegen wieder aufnehmen und steht vor einer Rückkehr in den Spieltagskader.

Das „Weihnachtsderby“ am Abend des 26. Dezembers in Garmisch-Partenkirchen ist gleich ein echtes Spitzenspiel. Mit einem Sieg würden sich die Starbulls in der Tabelle an den Eisbären Regensburg vorbei auf Platz zwei schieben. So die Grün-Weißen am Fuße der Alpspitze dagegen ohne Punkte bleiben, würden sie auf Tabellenrang vier und hinter den SC Riessersee zurückfallen. Allerdings hat der SCR bereits drei Partien mehr bestritten. „Die spielen trotz des knappen Kaders und oft mit nur vier Verteidigern sehr gutes Eishockey“, zollt John Sicinski der Garmischer Truppe Respekt und warnt vor allem vor dem neu etablierten Paradesturm mit Florian Vollmer, Eetu-Ville Arkiomaa und Uli Maurer: „Diese Reihe ist extrem gefährlich und die müssen wir so gut es geht ausschalten, um zu punkten“. Vor allem der 27-jährige Finne Arkiomaa hat sich neben den 35 bzw. 36 Jahre alten „Oldies“ Maurer und Vollmer zu einem Goalgetter entwickelt, der Spiele alleine entscheiden kann. Beim 2:1-Vorweihnachtssieg in Memmingen erzielte er beide SCR-Tore. Beim 4:3-Erfolg gegen Regensburg Anfang Dezember – es war die bislang einzige Saisonniederlage der Eisbären – schnürte Arkiomaa sogar einen Dreierpack.

Auf eben diese Eisbären treffen die Starbulls Rosenheim dann im letzten Spiel des Jahres – und zwar zum bereits zweiten Mal auswärts in der laufenden Saison. Grund ist der „dynamisch“ gewordene Spielplan der außerdem ungewohnten Eineinhalbfach-Runde, mit dem sinnvoll auf Quarantäne-Zeiträume von Mannschaften reagiert wird. Einen ebensolchen Quarantäne-Zeitraum haben die Eisbären Regensburg gerade hinter sich, wenn sie ihren „Re-Start“ am Abend des 30. Dezembers in der „dasStadtwerk.Donau-Arena“gegen die Grün-Weißen von der Mangfall erleben.

Am 27. November waren die Vorzeichen an gleicher Stelle genau umgekehrt. Damals standen die Eisbären voll im Saft, während das Starbulls-Team knapp zwei Wochen außer Gefecht bzw. ohne Wettkampfpraxis war. Die Partie ging zwar mit 2:1 an Regensburg, doch die Starbulls hatten sich überraschend spritzig präsentiert und hätten sich Punkte verdient gehabt, wie auch Eisbären-Coach Max Kaltenhauser feststellte. Wer nun im Topspiel am Silvester-Vorabend die größeren Vorteile hat, ist demnach völlig offen. Statistisch favorisiert sind natürlich die Regensburger. Sie haben in ihren sieben bisherigen Saisonspielen auf eigenem Eis noch keinen einzigen Zähler abgegeben. Dank des besten Punkteschnitts aller Teams sind sie der „heimliche“ Tabellenführer der Oberliga Süd. Die Selber Wölfe als Spitzenreiter hatten vor Weihnachten zwar sieben Punkte, aber auch schon vier zusätzlich absolvierte Spiele Vorsprung.

Zwischen den beiden Spitzenspielen in Garmisch-Partenkirchen und Regensburg empfangen die Starbulls am Montag, 28. Dezember (19:30 Uhr; ROFA-Stadion) den EV Füssen. Der „Altmeister“ aus dem Allgäu überrascht in der laufenden Spielzeit ähnlich positiv wie als Aufsteiger im vergangenen Jahr und geht als Tabellenfünfter in die Weihnachtsspiele. Die junge Mannschaft von Trainer Andreas Becherer agiert stark im Kollektiv, und Topscorer Samuel Payeur präsentiert sich noch effektiver als in der Vorsaison. Mit 29 Punkten aus 17 Spielen führt der Kanadier, der am Vortag des Spiels in Rosenheim seinen 23.Geburtstag feiert, die Scorerwertung der gesamten Liga an. Wie gefährlich die Gelb-Schwarzen „Fiassa“ auch auswärts sind, haben sie im Dezember mit klaren Siegen in Peiting (7:3) und Memmingen (4:0) bewiesen. Es wäre also ein Trugschluss zu glauben, dass die Heimaufgabe „zwischen den Jahren“ für die Rosenheimer Eishockeyspieler eine leichtere wäre als jene davor in Garmisch oder danach in Regensburg. Starbulls-Headcoach John Sicinski hat dazu seine eigene Philosophie: „Ich denke immer nur von Spiel zu Spiel. Und das nächste Spiel, ist immer auch das schwerste!“

Das ursprünglich am vierten Adventssonntag vorgesehene und kurzfristige abgesagte Heimspiel der Starbulls Rosenheim gegen den Deggendorfer SC wurde übrigens für den 12. Januar (Dienstagabend, 19.30 Uhr) neu angesetzt.


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