Weihnachtsderby gegen Tabellenführer MemmingenAm 26. Dezember „Kracherspiel“ im Lindauer Eichwald

(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)(Foto: Betty Ockert/EV Lindau Islanders) (BETTYOCKERT)
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Zu Gast beim großen Weihnachtsderby sind die Dauerrivalen der ECDC Memmingen Indians, die als Tabellenführer der Oberliga Süd an den Bodensee reisen. Es ist das erste Weihnachtsspiel an einem zweiten Weihnachtsfeiertag, welches die Islanders seit dem Aufstieg in die Oberliga Süd zu Hause austragen dürfen. Dementsprechend viele Zuschauer werden in der Lindauer Eissportarena erwartet.

Die Bilanz der Allgäuer in dieser Saison ist sehr beeindruckend. Nicht zu Unrecht stehen diese momentan vor Deggendorf ganz oben in der Tabelle. Die Bilanz im bisherigen Dezember ist beeindruckend, so verloren die Indians keines ihrer Spiele und siegten unter anderem auch zweimal gegen Füssen (4:1, 7:5) und die Starbulls Rosenheim (3:2 n.P.), die momentan die Tabellenplätze drei und vier der Oberliga Süd belegen.

Dass die Memminger so lange ganz oben mitspielen können, hatten vor der Saison wohl nicht viele erwartet. Als gleich zu Beginn der Saison dann auch noch das volle Verletzungspech zuschlug, hätte man erwarten können, dass die Erfolgswelle einen Dämpfer bekommen könnte, dem ist bisher aber nicht so. Es fielen unter anderem Kontingentspieler Samir Kharboutli, Daniel Huhn und auch Sven Schirrmacher aufgrund ihrer Verletzungen langfristig aus. Daniel Huhn versuchte es zwar nochmals mit einer Schiene, musste sich mittlerweile aber am Knie operieren lassen und fällt für den Rest der Saison aus. Schwerwiegend für die Indians ist auch der Ausfall nach dem letzten Spiel gegen Füssen als sich Milan Pfalzer, einer der Topscorer so schwer verletzte, dass die Saison für ihn leider ebenfalls beendet ist. Für Samir Kharboutli, verpflichtete man den Schweden Linus Svedlund nach, der bei den Indians vorwiegend in der Verteidigung zum Einsatz kommt. Svedlund erzielte aber trotz seiner defensiven Einsätze im Schnitt bisher einen Scorerpunkt pro Spiel. Ebenfalls neu am Hühnerberg ist der DEL und DEL2 erfahrene Stürmer Tim Richter. Der 30-Jährige wurde Mitte Dezember von den Bayreuth Tiger nachverpflichtet und soll den Indians nach ihren weiteren Ausfällen die wieder Stabilität verleihen. Der Topscorer der Memminger ist der Kanadier Brad Snetsinger, der bisher mit über 40 Scorerpunkten die interne Wertung anführt und auch in der gesamten Oberliga unter den besten drei Spielern ist. Auf ihn müssen die Islanders besonderes Augenmerk legen, er schließt nicht nur exzellent selbst ab, sondern setzt seine Mitspieler auch gekonnt ein und verhilft ihnen zu Torerfolgen. Die Hälfte seiner Scorerpunkte erzielte er nämlich durch Assists.

Auf dem Papier ist somit klar, wer am zweiten Weihnachtsfeiertag als Favorit ins Spiel geht. Verstecken müssen sich die Islanders mit ihrer aktuellen Spielweise allerdings ganz und gar nicht und wer das Spiel vom Freitagabend gegen Peiting gesehen hat, weiß was die Mannschaft auf das Eis bringen kann . Was im ersten Spiel Anfang Oktober, bei der 1:5 Niederlage noch nicht funktionierte, war beim zweiten Spiel im November schon viel besser. In einem irren und torreichen Spiel ging es beim Spielstand von 6:6 in die Overtime. Hier hatten die Indians dann zwar das bessere Ende für sich, als sie eine Minute vor Ablauf der Zeit den 7:6-Siegtreffer erzielten, aber der Wille und die Leidenschaft beider Teams an diesem Abend war grandios. Die Zeichen für ein hochspannendes und leidenschaftliches Derby stehen gut, denn keiner wird dem anderen auch nur einen Zentimeter Eis schenken.

Die positiven Ergebnisse der Islanders in den vergangenen Spielen lassen eine grandiose Zuschauerkulisse und eine volle Eissportarena erwarten, auch sind bei Heimspielen am zweiten Weihnachtsfeiertag immer viele Ehemalige in der Eissportarena, die sich ein Spiel der Islanders auf Heimatbesuch nicht entgehen lassen wollen. Die Fans der Memminger werden auch wieder zahlreich an den Bodensee reisen, um ihr Team zu unterstützen. Gegen die Topteams der Liga haben sich die Islanders im Saisonverlauf auswärts, aber gerade zu Hause, immer sehr gut geschlagen und das auch aufgrund der Unterstützung der Fans. Diese werden ihre Islanders im Derby noch lauter unterstützen als in so manchem „normalen“ Spiel und es gilt weiterhin Punkt für Punkt zu sammeln, um nach der Hauptrunde den so wichtigen zehnten Platz inne zu haben. Auch aufgrund der zu erwartenden großen Zuschauerkulisse, ist die Kassen- und Stadionöffnung bereits um 17 Uhr, also eineinhalb Stunden vor Spielbeginn.

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