Was lange währt, wird endlich gutBayreuth gewinnt in Grafing

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Einer erneut starken und konzentrierten Defensivleistung gestützt auf einen starken Julian Bädermann hatten es die Bayreuth Tigers zu verdanken, dass das über weite Strecken recht zähe Auswärtsspiel beim EHC Klostersee durch ein 5:2 (1:0, 0:0, 4:2) als siebter Sieg in Folge in die Statistik eingehen wird. Denn besonders zu Beginn waren die Gastgeber wacher, suchten konsequenter den Weg nach vorne und generierten Chancen – bis Marcus Marsall nach gut zehn Minuten im Powerplay richtig stand und zur Führung für Bayreuth treffen konnte. Man merkte natürlich die intensive Belastung der letzten Spiele in kurzer Zeit: Das vierte Spiel in acht Tagen forderte seinen Tribut.

Mit Glück und Kampf hielt man die knappe Führung bis zur ersten Pause und darüber hinaus. Im Mittelabschnitt war man dann erkennbar besser im Spiel und kam auch zu mehr Möglichkeiten. Dennoch lief bei weitem nicht alles nach Plan und wieder war auf die gute Arbeit in der Defensive Verlass, die kein Gegentor zuließ und damit alle Möglichkeiten für den Auswärtssieg am Leben ließ.

War bisher der offensive Ertrag noch überschaubar, zogen die Tigers zu Beginn des Schlussdrittels mit einem Doppelschlag davon. Erst Ivan Kolozvary im Zusammenspiel mit seinen Reihenkollegen und nur 51 Sekunden später Andreas Geigenmüller per Abstauber beruhigten die Nerven der mitgereisten Fans. Mit dem 4:0 durch Potac gut zehn Minuten vor dem Ende war der Deckel drauf auf dieser Partie. Den Gastgebern gelangen durch Kaefer (in Überzahl) und Gunner zwar noch zwei Treffer, der Sieg für den EHC Bayreuth geriet aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Als die Gastgeber zum Ende des Spiels auch noch Goalie Morczinietz zugunsten eines sechsten Feldspielers opferten, belohnte Sebastian Busch sich und seine Kollegen mit dem Empty-Net-Goal exakt eine Sekunde vor Ablauf der Sirene.

Mit nun zwölf Punkten Vorsprung auf den dritten (Peiting) und sogar 16 Punkten auf den vierten (Bad Tölz/Selb) Tabellenplatz bringt man sich mehr und mehr in eine sehr gute Ausgangsposition für die im März beginnenden Play-offs. Die Serie mit dem siebten Sieg in Folge wollen die Tigers am kommenden Freitag in Weiden natürlich gerne ausbauen.

Tore: 0:1 (11.) Marsall (Sevo, Thielsch/5-4), 0:2 (42.) Kolozvary (Kolupaylo, Bartosch), 0:3 (43.) Geigenmüller (Kasten, Pavlu), 0:4 (50.) Potac (Bartosch, Kolozvary), 1:4 (52.) Kaefer (P. Quinlan/5-4), 2:4 (59.) Gunner (Scharpf, Kaefer), 2:5 (60.) Busch (Sevo, Marsall/4-5, ENG).  Strafen: Klostersee 28, Bayreuth 30. Zuschauer: 329.

Förderlizenzlösung mit Weißwasser

In der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar endet die Möglichkeit in der Oberliga Spielerwechsel zu tätigen. Die Verantwortlichen bei den Tigers waren dabei schon länger auf der Suche, vornehmlich nach einem Verteidiger, um die etwas dünn besetzte Abwehr zu verstärken. Von der Vorstandschaft war dafür auch ein angemessenes Finanzbudget zugesagt und bereitgestellt.

Da der Spielermarkt mehr als überschaubar blieb, versuchte man auf allen nur erdenklichen Wegen fündig zu werden. Man führte zahllose Gespräche und Verhandlungen und war sich mehrmals schon nahezu handelseinig mit manchen Kandidaten aus verschiedenen Teams und deren Beratern. Am Ende scheiterte es dann doch immer wieder noch. Die nicht erfolgte Freigabe der bisherigen Clubs war mehrfach das letztlich entscheidende Kriterium, warum es nicht zum Abschluss kam.

Das hervorragende Verhältnis zu Kooperationspartner und DEL2-Club Weißwasser half dann allerdings noch zu einer Teillösung. Mit Förderlizenzspieler Felix Linden, der bei seinen Einsätzen im gelb-schwarzen Trikot bisher voll überzeugen konnte, hatte man einen Wunschkandidaten, der auch sehr gerne am roten Main spielt. Die sehr angespannte Personalsituation bei den Füchsen verhinderte aber einen festen Wechsel von der Lausitz nach Oberfranken. Tigers-Teammanager Dietmar Habnitt handelte mit der sportliche Leitung der Ostsachsen aber eine Einigung aus, mit der beide Seiten in dieser Situation noch gut leben können.

Weißwasser wird alles tun, was in ihrer Macht steht, damit der gerade erst 22 gewordene Abwehrspieler, die nötige Anzahl der Spiele erfüllen wird, um dann auch für die Play-offs beim EHC spielberechtigt zu sein und dort auch auflaufen zu können. Man behält sich aber vor, bei weiteren Personalproblemen den Linksschützen wieder zurück in den DEL2-Kader zu beordern, um die eigenen Ziele nicht unnötig weiter zu gefährden.

„Aus Sicht der Füchse ist das völlig legitim und für uns auch in Ordnung“, erklärte Habnitt dazu. „Natürlich hoffen wir darauf dass Felix dann bei uns spielt, aber die Handlungsentscheidung bleibt für diese Spielzeit bei seinem Stammverein in Weißwasser.“

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