Waldkraiburger Rumpfkader unterliegt Erding1:3-Niederlage für die Löwen

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Zahlreiche Ausfälle schwächten die Löwen, die sich in der Gruppe B jetzt wohl Platz 1 und 2 abschminken dürfen und auf den Kampf um die letzten beiden Play-off-Tickets konzentrieren müssen.

Es hatte sich bereits am Freitag angedeutet und am Sonntag in Erding hatte man Gewissheit, dass die personell ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Löwen gegen die Gladiators komplett auf dem Zahnfleisch daherkommen. EHC-Coach Rainer Zerwesz musste nämlich nicht nur auf die Langzeitverletzten Daniel Schmidt und Florian Ullmann verzichten, sondern auch auf den Kanadier Brent Norris, seinen Sturmkollegen Lukas Wagner und Michail Sokolov. Bis auf Sokolov waren diese zwar auch schon am Freitag beim 6:1-Heimsieg im Löwen-Lazarett gelegen, doch zwei Spiele in Folge mit diesem dünnen Kader waren offenbar zu viel des Guten. „Wir waren heute nicht in der Lage Erding zu schlagen, weil wir viel zu müde waren, denn mit zweieinhalb Reihen gewinnst Du keine Spiele“, erklärte EHC-Chefcoach Zerwesz nach der Partie. „Wir haben keinen Zweikampf gewonnen, waren läuferisch schwach, was ich eigentlich gar nicht gewohnt bin. Und mit vier Verteidigern, die 20, 21 Jahre alt sind, wird es dann eben schwer“, so Zerwesz weiter.

Der Teilzeit-Kontingentspieler Tomas Vrba übrigens ist derzeit krank und auch nicht im Training, so war Tomas Rousek einziger „Ausländer“ im Team des EHC, das nach knapp sechs Minuten durch Christof Hradek aber in Führung gehen konnte:  Max Kaltenhauser prüfte Jonas Steinmann im Tor der Hausherren und dieser ließ nur abprallen. Hradek war zur Stelle und stellte auf 1:0 für die Industriestädter (05:58). Nur 21 Sekunden später ließ aber auch EHC-Schlussmann Korbinian Sertl eine Scheibe abprallen und leider stand Lukas Krämmer parat und reagierte ebenso schnell wie Hradek (06:19). Erding wurde in der Folge stärker und mit zwei überflüssigen Strafzeiten spielten sie Erding noch zusätzlich in die Karten. Allerdings taten die rund 200 EHC-Fans ihr Bestes und so ging es mit dem gerechten 1:1 in die Kabine.

Stephan Hiendlmeyer stellte nach wenigen Sekunden im zweiten Abschnitt dann plötzlich auf 2:1 für Erding (21:09). In der Folge gaben die Gladiators plötzlich den Ton und die Löwen glänzten mit Fehler, mangelnder Konzentration, überflüssigen und vermeidbaren Strafzeiten und läuferischer Schwäche. In der 30. Minute fand ein Querpass vor Sertls Gehäuse mit Marco Deubler einen dankbaren Abnehmer und es hieß 3:1 für die Gastgeber (29:06). Rainer Zerwesz nahm umgehend seine Auszeit und es setzte ein mächtiges Donnerwetter, doch alle Blitzen verfehlten offensichtlich ihr Ziel. Nur eine Minute später taten sich in EHC-Unterzahl Räume, die von der Größe an Terminal 2 des Erdinger Flughafens erinnerten, auf und Daniel Krzizok verzog nur knapp. Eine Minute später wieder eine Strafe gegen die Löwen und Unterzahl- die Gladiators drückten, schafften den vierten Treffer aber nicht. Ihren zweiten wollten vor der zweiten Pause die Löwen im Powerplay erzielen, doch statt mit sechs Mann und ohne Torwart beim Bully schnell die Formation zu finden, übertrieb man es bereits beim Anspiel, kassierte selbst eine Strafe und damit war die Powerplay-Gelegenheit auch wieder dahin.

Im Schlussdrittel hatte Michael Trox die nennenswerteste Chance, verzog den gefühlt fünften Waldkraiburger Torschuss des Spiels aber aus kurzer Distanz. Der EHC baute sogar noch weiter ab in der Folge und als man zwei Minuten vor dem Ende Korbinian Sertl vom Eis holte und durch einen weiteren Feldspieler ersetzte, gab man nicht mal einen echten Schuss aufs Erdinger Tor ab. Dass es so aber relativ schwer wird, einen Treffer zu erzielen und eine drohende Niederlage noch abzuwenden leuchtet aber ein. Bleibt zu hoffen, dass sich die personelle Lage bei den Löwen in den kommenden Tagen weiter entspannt, sonst wird es am Wochenende mit den Spielen gegen Dorfen am Freitag in der Raiffeisen Arena und am Sonntag in Passau erneut richtig schwer für den Waldkraiburger Rumpfkader. Die ersten beiden Tabellenplätze der Gruppe B sind ohnehin bereits fast utopisch zu erreichen.

Tore: 0:1 (5:58) Hradek Ch. (Kaltenhauser M., Kanzelsberger F.), 1:1 (6:19) Krämmer L. (Schwarz S., Borrmann T.), 2:1 (21:09) Hiendlmeyer S. (Poetzel C., Zimmermann F.), 3:1 (29:06) Deubler M. (Krzizok D., Pfeiffer S.). Strafen: Erding 10, Waldkraiburg 14. Zuschauer: 823.

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