Waldkraiburger Löwen erzwingen den ShowdownSpiel vier gegen Lindau geht an den EHC

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Rund 100 Löwen-Fans begleiteten den EHC beim „Do-or-Die“-Spiel an den Bodensee und es ging auch gleich tatkräftig los: Denn schon nach zwei Minuten mussten die drei Spieler Christof Hradek, Philipp Seifert und Lindaus Jiri Mikesz vom Arzt auf die Bank zur Behandlung begleitet werden. Wie auch im letzten Vergleich zwei Tage zuvor in Waldkraiburg, als die Löwen mit 2:1 gewinnen konnten, entwickelte sich eine packende, schnelle und überaus unterhaltsame Partie. In der fünften Minute staubte Nico Vogl dann erstmals ab und stellte auf 1:0 für die Industriestädter (04:14). Nur wenig später schlug Lindau aber zurück und Troy Bigam verwertete einen Konter zum Ausgleich (07:52). In einem sehr intensiven Drittel, in dem sich beide Teams nichts schenkten und um jeden Zentimeter kämpften, vergab noch einmal Fabian Zick mit seinem Schuss knapp über das Tor und Lindau ließ sein bis dato einziges Powerplay torlos verstreichen.

Im zweiten Druchgang hatte Marco Miller zunächst zweimal früh die Chance zur Führung (23.), in der Folge nahmen die Islanders das Heft noch mehr in die Hand. Bis zur 30. Minute fand das Spiel überwiegend im EHC-Drittel statt, doch die Löwen standen defensiv sehr gut und klare Chancen konnten die Hausherren vor 1217 Zuschauern nicht verzeichnen. Ihr zweites Powerplay der Partie nutzten die Löwen dann nach 30 Sekunden zur erneuten Führung: Daniel Hilpert legte ab auf Max Kaltenhauser, der beim Lindauer Anhang wohl nicht mehr Publikumsliebling werden wird und Korbinan Sertl blieb beim Schuss des EHC-Kapitäns machtlos (30:00). Nun überschlugen sich aber die Ereignisse und das Spiel hatte seinen ersten, dramatischen Höhepunkt: Bei angezeigter Strafe gegen die Löwen setzte sich Patrick Haug im Nachschuss im Gewühl vor Björn Lindas Tor durch und glich zum 2:2 aus (31:58) und es war wieder alles offen. Nur wenige Sekunden drauf gerieten die Löwen in Unterzahl und Lindau drückte auf die Führung, doch der EHC stand kompakt und verhinderte den Rückstand. In der 36. Minute eine sinnbildliche Szene für den Einsatz der Löwen, als sich Fabian Zick innerhalb weniger Sekunden zweimal in einen Schlagschuss der Lindauer warf. Kurz drauf das nächste Powerplay für die Löwen und erneut klingelte es: Wieder war es Kaltenhauser, der mit seinem zweiten Treffer des Spiels auf 3:2 stellte (36:10) – etwas kurios, denn Lindau machte eigentlich das Spiel, doch der gnadenlos effektive EHC Waldkraiburg die Tore.

Im Schlussdrittel fehlte dem EVL dann etwas die Linie im Spiel, die Löwen kamen auf und es wurde noch mehr ein wahres Eishockeyfest. Bis zur 50.Minute rannte Lindau weiter verzweifelt an, doch die Löwen standen defensiv perfekt, machten keine Fehler und sorgten mit aggressivem Fore-Checking immer wieder für Entlastung. In der 55.Minute musste dann erneut mit Zdenek Cech ein Lindauer vom Eis und wieder zeigten die Industriestädter ihre Kaltschnäuzigkeit: Nach 17 Sekunden zog Andreas Paderhuber von der blauen Linie ab und plötzlich stand es 4:2 (54:29). Wie auch schon am Freitag holte Lindau-Coach Dustin Whitecotton kurz vor dem Ende Goalie Korbinian Sertl vom Eis, doch auch diesmal klappte es nicht mit dem Lindauer Treffer. Im Gegenteil: Der EHC schaffte die Befreiung und Jakub Marek setzte mit seinem Treffer ins verwaiste Gehäuse den Schlusspunkt (58:11). Am Freitag fällt ab 19:45 Uhr nun definitiv die Entscheidung um die bayerische Playoff-Meisterschaft in der Raiffeisen Arena. Karten gibt es bis 24 Stunden vor Spielbeginn online unter ehcwaldkraiburg.com, sowie auf der Geschäftsstelle am Dienstag (16.30 bis 18.30 Uhr), Mittwoch (10 bis 12 Uhr) und Donnerstag (18 bis 20 Uhr).

Tore: 0:1 (4:14) Vogl N. (Hradek Ch., Hilpert D.), 1:1 (7:52) Bigam T. (Sekula L., Klingler S.), 1:2 (30:00) Kaltenhauser M. (Paderhuber A., Hilpert D. PP1), 2:2 (31:58) Haug P. (Cech Z., Heider P.), 2:3 (36:10) Kaltenhauser M. (Vrba T., Paderhuber A. PP1), 2:4 (54:29) Paderhuber A. (Marek J., Kaltenhauser M. PP1), 2:5 (58:11) Marek J. (Trox M. ENG). Strafen: Lindau 10, Waldkraiburg 6. Zuschauer: 1217.

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