Waldkraiburger Löwen bleiben in der Oberliga„Sweep“ in der Qualifikationsserie

Tomas Rousek ist in starker Form. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Tomas Rousek ist in starker Form. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Man hätte nach der Partie eigentlich meinen können, dass sich Löwen-Coach Rainer Zerwesz etwas mehr freut. Nicht nur, weil er den gesichtslosen Kritikern in den sozialen Netzwerken mal wieder gezeigt hatte, was er und diese Mannschaft können, sondern auch, weil man Peißenberg per Sweep ausgeschaltet hatte und die Löwen auch im kommenden Jahr wieder in der dritten Liga der Republik spielen. Doch die Stimmung war getrübt: „Ich bin zwar erleichtert, dass wir die Serie gewonnen haben, die wirklich sehr umkämpft war“ erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz nach dem Spiel. „Die ersten Spiele waren sehr fair, aber heute hatte ich den Eindruck, dass ein wenig eine Hetzjagd auf Tomas Rousek gemacht wurde“ so Zerwesz weiter. Dies tat ihm für die Fans leid, nachdem ab dem zweiten Drittel viele Unterbrechungen das Spiel zerstörten und gleichzeitig auch viele Strafzeiten verhängt wurden: Insgesamt 51 Minuten für die Gäste, 16 für die Löwen. Und auch, dass mit Daniel Hämmerle und dem aktuellen „Playoff-Monster“ des EHC, Tomas Rousek, zwei weitere Verletzte bzw. Angeschlagene nach dem Spiel zu beklagen waren.

Doch es ging erst mal prächtig los für den EHC vor knapp 800 Zuschauern: Denn Tomas Rousek zog früh über den rechten Flügel ins Peißenberger Drittel und vollstreckte nach 72 Sekunden eiskalt zum 1:0 (01:12). Nur 40 Sekunden später konnten die Industriestädter erneut die Arme in die Höhe reißen, denn nun war es Nico Vogl, der per Bauerntrick auf 2:0 erhöht hatte (01:52). Peißenbergs Trainer Josef Staltmayr war bedient, nahm umgehend seine Auszeit und mahnte seine Mannen, die Konzentration wieder zu finden, doch sie brauchten mit der Suche noch etwas: 35 Sekunden nach Ende der Auszeit hatte nämlich Michail Sokolov zugeschlagen und auf 3:0 für die Hausherren gestellt (02:27). Mit dieser beruhigenden Führung im Rücken nahmen die Löwen nach rund zehn Minuten auch etwas vom Tempo raus, doch nach einer knappen Viertelstunde mussten sie sich wieder sammeln, denn in Überzahl erzielte Peißenberg mit Dejan Vogl den Anschlusstreffer (16:14).

Nach einer starken Einzelleistung von Brandon Morley zu Beginn des mittleren Abschnitts verkürzte Peißenberg sogar auf 2:3 (21:58) und jetzt wurde es zunehmend ungemütlicher auf dem Eis. Die von Zerwesz nach der Partie angesprochene Hetzjagd auf Tomas Rousek begann und gipfelte in einem Stockstich von Manuel Singer, die mit einer Spieldauerstrafe und vorzeitigem Duschen belohnt wurde. In der 36. Minute gab Rousek dann die richtige Antwort auf die Unsportlichkeiten und jagte die zusätzlich auch noch abgefälschte Scheibe in die Maschen hinter TSV-Schlussmann Jakob Goll (35:42).

Das Schlussdrittel startete der EHC dann ohne Daniel Hämmerle und Peißenberg verkürzte erneut mit Dejan Vogl auf 3:4 (50:42), doch bis in die Verlängerung retteten sich die Eishackler nicht mehr. Zwar traf man 37 Sekunden vor dem Ende zum 4:4, doch gab das teils überforderte Schiedsrichtergespann den Treffer zu Recht wegen hohen Stocks nicht. So geht die Reise für die Löwen durch die Playoffs und nächste Spielzeit in der Oberliga weiter, die Eishackler spielen im kommenden Jahr weiter in der Bayernliga und dürfen nun die Sommerpause starten. 

Tore: 1:0 (1:12) Rousek T., 2:0 (1:52) Vogl N. (Kanzelsberger F., Rosenkranz B.), 3:0 (2:27) Sokolov M. (Thalhammer T., Hämmerle D. PP1), 3:1 (16:14) Vogl D. (Eichberger M., Malzatzki M. PP1), 3:2 (21:58) Morley B. (Malzatzki M., Barth M. PP1), 4:2 (35:42) Rousek T. (Hämmerle D. PP1), 4:3 (50:42) Vogl D. (Lenz D., Eichberger M.). Strafen: Waldkraiburg 16, Peißenberg 26 + 5 Spieldauer (Singer M.). Zuschauer: 732.


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