Waldkraiburg startet mit einem SiegAuftakterfolg gegen Memmingen

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Den Erfolg machten die Löwen erst zwei Sekunden vor Ende der Verlängerung durch einen Kracher von Andreas Paderhuber klar. Die weiteren Treffer erzielten Philipp Seifert, Tomas Vrba und Nico Vogl.

„So wie ich ihn kenne, wird er spielen wollen, aber aktuell steht hinter Max Kaltenhauser noch ein Fragezeichen“, hatte EHC-Coach Rainer Zerwesz unter der Woche erklärt. Doch er sollte Recht behalten, der Löwen-Kapitän biss wenige Wochen nach seinem Knochenbruch auf die Zähne und lief im ersten Spiel des Play-off-Halbfinals vor knapp 1000 Zuschauern gegen Memmingen auf. Knapp 100 Fans hatten sich aus Memmingen auf den Weg gemacht und sie sahen ein packendes und spannendes Spiel, bekamen bestes Play-off-Eishockey geboten.

Das erste Drittel ging deutlich an die Hausherren, die von der ersten Minute an zeigen wollten, dass sie nicht zum Publikumslauf gekommen waren, sondern lieber den ersten Schritt in Richtung Endspiel machen wollten. Tomas Vrba und Kaltenhauser verbuchten die ersten Chancen in der siebten Spielminute, doch Ex-DEL-Crack Jochen Vollmer im der Tor der Indians zeigte seine Klasse. Auch Lukas Wagner konnte (8.) konnte Vollmer nicht überwinden, ihr erstes Powerplay ließen die Löwen ebenfalls liegen. Wenig später aber die erste Erlösung: Philipp Seiferts verdeckter Schuss von der blauen Linie ging an Freund und Feind vorbei und fand den Weg ins Tor (11:26). Kurz darauf hatte Nico Vogl das 2:0 auf dem Schläger, doch fand auch er nun einmal seinen Meister in Vollmer. Timo Schirrmacher hatte wenig später die bis dahin erwähnenswerteste Chance für die Indians, doch war auch EHC-Keeper Björn Linda im Stadion anwesend. Recht überraschend schaffte Memmingen dann aber 13 Sekunden vor dem Ende doch noch den Ausgleich durch Daniel Huhn (19:47).

Im zweiten Durchgang dann verkehrte Welt, denn plötzlich waren es nur noch die Indianer, die den Ton angaben. Marc Stotz (27:00) brachte Memmingen zunächst in Führung, wenig später nutzten die Gäste eine Überzahl und stellten auf 3:1 durch Jan Kouba (28:54). Die Löwen waren komplett von der Rolle, schauten nur verwirrt dabei zu, wie die Herren Huhn, Antti-Jussi Miettinen und Lukas Varecha sie schwindlig spielten- der 2-Tore-Rücktand war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft und allein Björn Linda im Tor zu verdanken.

Zerwesz reagierte und stellte die Reihen um und nun besserte sich das Löwen-Spiel wieder etwas. In der 49.Minute geriet der EHC aber erneut in Unterzahl, doch diesmal schaffte der bis dahin blasse Tomas Vrba den Break und verkürzte auf 2:3 (50:29). Wenig später hatten plötzlich die Löwen einen Mann mehr auf dem Eis, doch der starke Vollmer verhinderte den Ausgleich. So dauerte es bis zur kurz vors Ende der regulären Spielzeit, ehe Nico Vogl sein Team mit einem traumhaften Drehschuss in die Verlängerung rettete (55:40)- denn ihre weiteren Chancen kurz vor Ende konnten die Löwen gegen Vollmer nicht verwerten. Ohne Christof Hradek, der kurz zuvor mit Spieldauerstrafe zum Duschen musste, ging es in die Verlängerung und hier sah schon viel nach Penaltyschießen aus, doch 2 Sekunden vor dem Ende packte Andreas Paderhuber einen Schlagschuss aus dem Lehrbuch aus (64:58). Damit endete ein packender erster Eishockey-Abend zwischen den Löwen und Memmingen und die Industriestädter führen in der „Best-of-5“-Serie mit 1:0. Nach diesem Auftritt hielten es aber nicht wenige im Stadion für gut möglich, dass die Serie wohl über die volle Distanz gehen dürfte.

Tore: (11:26) Seifert Ph. (Wagner L., Zick F.), 1:1 (19:47) Huhn D. (Kouba J., Piskor D.), 1:2 (27:00) Stotz M. (Huhn D., Kouba J. PP1), 1:3 (28:54) Kouba J. (Schirrmacher S., HuhnD. PP1), 2:3 (50:29) Vrba T. (Vogl N. SH1), 3:3 (55:40) Vogl N. (Hilpert D.), 4:3 (64:58) Paderhuber A. (Hilpert D. PP1). Strafen: Waldkraiburg 8 + 10 (Thalhammer) + 5 + Spieldauer (Hradek), Memmingen 14 + 10 (Jainz). Zuschauer: 971.

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