VER verdient sich Auswärtssieg

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Erstmals keine Ausfälle in dieser Saison zu beklagen hatte VER-Coach Cory Holden zum Auswärtsspiel in Passau. Dazu hatte er die beiden Förderlizenzspieler Moosberger und Dörner mit im Aufgebot, die im dritten Block zum Einsatz kamen.

Die Wölfe hatten nach bereits zehn gespielten Sekunden die erste große Möglichkeit. Thielsch stürmte über die rechte Seite ins gegnerische Drittel, konnte Torhüter Cinibulk aber nicht überwinden. Der Keeper bekam in der Folge weiter mächtig viel zu tun. Selb präsentierte sich in guter Spiellaune und belohnte sich nach fünf Minuten mit dem Führungstreffer. Zunächst bediente Mudryk bei einem flotten Vorstoß mit einem Querpass Geisberger, der seine Gegenspieler ausspielte und im Abschluss erfolgreich war. Eine Überzahl blieb darauf allerdings ungenutzt, wenngleich sich danach noch gute Chancen ergaben, unter anderem hatte R. Schneider das Glück im Nachschuss nach einer Thielsch-Gelegenheit nicht auf seiner Seite. Die Hausherren hatten ihre Schwierigkeiten, gegen die dazu gute Defensivarbeit des VER dagegen zu halten und den Weg in Richtung Tor zu finden. Einzig Gulda war es gelungen, einen weiten Pass aufzunehmen, an Goalie Ritter jedoch scheiterte. Ansonsten erarbeiteten sich die Wölfe mit gutem Forechecking ihre nächsten Vorstöße, bis Geisberger den Kasten umkurvte und schließlich den Puck eiskalt in die Maschen setzte. Powerplay war später erneut nicht die Stärke des VER. Anstatt hier den Vorsprung auszubauen, kamen die Gastgeber danach gefährlich in die Selber Zone, ehe Stiebinger den Anschluss markieren durfte. Mit der Schlusssekunde des ersten Abschnitts stellten die VER-Cracks den alten Abstand wieder her. Geisberger war es erneut, der seinen Hattrick mit einem strammen Schuss perfekt machte.

Nach überstandener Unterzahlsituation anfangs des zweiten Abschnitts kontrollierten die Wölfe weiter das Spiel und verteidigten lange Zeit ihren Vorsprung. Mit der Zeit gelang es Passau mehr Druck auszuüben und so auch gefährlicher zu werden. Doch auch ihr nächstes Überzahlspiel konnten die Niederbayern nicht ausnützen. Erst in der 30. Minute konnte sich Piecha durch die Selber Reihen mogeln und das 2:3 erzielen. Der VER kam zeitweise nur wenig in den Angriff. In wiederum zwei aufeinanderfolgenden Unterzahlspielen ließ man allerdings nichts anbrennen und kam hier sogar zu Kontern. Hördler wurde dabei am Abschluss noch gehindert. Schließlich konnte sich der VER in der Angriffszone wieder festsetzen und durch Thielsch zu einem Treffer kommen. Der Jubel darüber war aber nur von kurzer Dauer. Selb kassierte erneut eine Strafe und diesmal waren die Gastgeber da zur Stelle und verkürzten 15 Sekunden vor der Pausensirene durch Stiebinger – wegen Reklamierens kassierte Hördler dazu eine 10-minütige Disziplinarstrafe.

Drei Sekunden alt waren im letzte Drittel absolviert, bekam Selb die nächste Strafe aufgebrummt. Als man nach zwei Minuten wieder komplett war, war es zunächst Hendrikson und im Nachschuss Heilman, die am Torhüter kein Vorbeikommen fanden. Noch ehe Passau zum Ausgleich gekommen wäre, tauchten die Wölfe wieder in der Offensive nicht nur auf, sondern erzielten durch Geisberger das 5:3 aus Selber Sicht. Wegen Spielens mit zu vielen Feldspielern kassierte man aber die nächste Strafe und musste in Unterzahl den Anschluss hinnehmen. Somit waren im bitterkalten Eisstadion noch einmal heiße Minuten angebrochen. Lange Zeit konnten die „Wölfe den knappen Vorsprung mit Kampf verteidigen, ehe sich die Ereignisse überschlugen. Zwei Minuten vor dem Ende gelang es Passau, den Selbern dem Ausgleichstreffer beinah in den Schockzustand zu versetzen. Doch Passau bekam zwei Strafminuten, was der VER konsequent ausnützte und durch Piwowarczyk das 6:5 erzielte. Die letzte Minute galt es aber wiederum in Unterzahl zu überstehen, dazu nahm Passau für einen weiteren Feldspieler den Keeper vom Eis. Es kribbelte vor Spannung im Rund, die Defensivarbeit um Keeper Ritter war aber auf dem Posten und sicherte sich den verdienten Auswärtssieg.

Tore: 0:1 (5:06) Geisberger (Mudryk, Heilman), 0:2 (14:59) Geisberger (Schadewaldt), 1:2 (18:24) Stiebinger, 1:3 (20:00) Geisberger (Mudryk), 2:3 (29:12) Piecha (4-4), 2:4 (38:41) Thielsch (Hördler, Piwowarczyk), 3:4 (39:45) Stiebinger (Weißleder; 5-4), 3:5 (44:52) Geisberger (Mudryk), 4:5 (47:39) Müller (Stiebinger; 5-4), 5:5 (58:09) Piecha (Wiecki, Müller), 5:6 (58:41) Piwowarczyk (Mudryk, Geisberger; 5-4). Strafen: Passau 8 + 10 (Stiebinger), Selb 16 + 10 (Hördler). Zuschauer: 707.


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Freitag 30.09.2022
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