VER kämpft sich nach 0:3 zurück und holt einen Punkt

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Nach vorsichtigem gegenseitigem Antasten hatten die Selber Wölfe, die auf Jeschke und Siegeris verzichten mussten, nach sechs Minuten die erste große Gefahrensituation zu überstehen. Drei gegen fünf in Unterzahl hieß es da knapp zwei Minuten. Der VER musste sich hier kräftig wehren und hatte zugleich das Glück, dass der Gegner den Puck nur an den Pfosten setzte. Unmittelbar danach kam man selbst in den Genuss eines Überzahlspiels. Geisberger konnte da ein gutes Zuspiel von Piwowarczyk nicht unterbringen. Fischer zog später die Scheibe über das Gehäuse. Weiter waren auf beiden Seiten allerdings wenige Höhepunkte geboten. Auch zwei weitere Überzahlspiele konnten die Wölfe nicht zu ihren Gunsten ausnützen, wenngleich man im Abschlussverhalten zu zaghaft war. Doch auch Regensburgs Daffner ließ kurz vor Drittelende eine Chance aus, zog da am Tor vorbei.

Nach wenigen Sekunden im zweiten Abschnitt versuchte es Thielsch mit einem Schuss aufs Tor. Mit Mühe konnte der gegnerische Torhüter den Puck noch zur Seite abwehren. Selb bemühte sich weiter, doch Regensburg fand ebenso den Zug nach vorne und drückte die Wölfe wieder in die Defensive. Erst in der 30. Minute sollte die Führung für die Hausherren aber gelingen. Über die linke Seite kam Regensburg in die Selber Zone, bis Prochazka die Scheibe elegant in die Maschen setzte. Das war die Initialzündung für den VER, der im Angriff einige Warnschüsse zwar absetzte, den Ausgleich aber nicht erzielen konnte. In Überzahl erhöhten dann die Einheimischen und zogen wenig später dank eines guten Spielzugs und perfekten Abschluss auf 3:0 davon. Selb konnte nun aber eine Antwort finden und nach Bullygewinn im Angriffsdrittel durch Hördler verkürzen. Regensburgs Brandt hatte das 4:1 darauf auf dem Schläger, verfehlte jedoch knapp. Damit wäre das Spiel für den VER wohl gelaufen gewesen. Im direkten Gegenzug traf jedoch nun Piwowarczyk nach Geisbergers Zuspiel zum 3:2-Pausenstand.

Somit war wieder für Spannung gesorgt. Zunächst musste der VER anfangs des Schlussdrittels bange Minuten in Unterzahl überstehen. Selb erhöhte dann den Druck im Angriff und kam zu seinen Gelegenheiten. Regensburg konterte mit ebenso guten Chancen, erneut wurden diese aber auf beiden Seiten ausgelassen. Zur Hälfte der letzten zwanzig Minuten mussten die Wölfe wiederum lange in Unterzahl, darunter zeitweise drei gegen fünf, antreten, überstanden die große Gefahr aber schadlos. Nun handelte sich der EVR zwei Strafen gleichzeitig ein, Selb nützte den großen Vorteil nicht aus, fand keinen richtigen Abschluss. So schwand allmählich die Zeit. Knapp zwei Minuten vor dem Ende war es dann aber ein einfacher Schuss von Geisberger aufs Tor, den der Regensburger Goalie nicht parieren konnte und so den Ausgleich hinnehmen musste. Im nächsten Momente machte er seinen Patzer wieder gut, hielt gegen Thielschs Bauerntrickversuch in letzter Not, so dass die Partie in die Verlängerung ging. Diese bestimmten weitestgehend die Wölfe, brachten den Puck jedoch selbst in Überzahl nicht unter. Am Ende musste so das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen.

Dieses begann der VER. Mudryk vergab als erstes, während Prochazka für Regensburg traf. Schließlich vergaben Geisberger (VER) und Gerike (EVR). Piwowarczyk glich aus, ehe Menauer beim EVR vergab. Dann begann Prochazka. Er brachte den Puck aber genauso nicht unter wie Piwowarczyk der die mögliche Entscheidung ausließ. Die Spannung ging weiter, denn nun trafen Gerike und Hördler für beide Seiten, Daffner und Mudryk vergaben. Jetzt startet wiederum Selb. Hördler vergab, bis Gerike mit dem gesamt 14. Penalty für den Zusatzpunkt für seine Farben sorgte.

Auf der anschließenden Pressekonferenz war VER-Trainer Cory Holden über das erste Drittel und damit dem Defensivverhalten seines Teams zufrieden. „Individuelle Fehler und Unterzahl brachten uns aber 0:3 in Rückstand. Dann muss ich meine Mannschaft aber loben für die Moral, den Charakter und für den Kampf zurück auf 3:3, wenngleich unser Überzahlspiel nicht gut war, hier Regensburg aber auch gut gestört hat Das Penaltyschießen wurde dann zwar verloren. Gerne nehmen wir den gewonnen Punkt aber mit nach Hause.“

Tore: 1:0 (29:25) Prochazka (Daffner, Ancicka), 2:0 (34:22) Brandt (Schmidt; Menauer; 5-4), 3:0 (37:09) Schmidt (Menauer, Prantl; 4-4), 3:1 (37:57) Hördler (4-4), 3:2 (39:15) Piwowarczyk Geisberger), 3:3 (57:45) Geisberger (Mudryk), 4:3 (65:00) Gerike (entscheidender Penalty). Strafen: Regensburg 14, Selb 14. Zuschauer: 2616.

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