Ungefährdeter Erfolg für den EHC Waldkraiburg gegen ErdingEin wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen

Das 18-jährige Eigengewächs Patrick Zimmermann erzielte sein erstes Tor für die erste Mannschaft der Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Das 18-jährige Eigengewächs Patrick Zimmermann erzielte sein erstes Tor für die erste Mannschaft der Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Tomas Rousek und Michael Trox trafen doppelt, die weiteren Tore erzielten Nico Vogl und Patrick Zimmermann, der sich dafür ein Sonderlob verdiente.

„Dass das entscheidende Tor der Patrick gemacht hat, hat mich sehr gefreut“ erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Sein erstes Tor in der ersten Mannschaft. Er ist jetzt schon ein paar Wochen dabei und macht seine Sache richtig gut“, so Zerwesz weiter über den 18-Jährigen, der inzwischen Woche für Woche in der „Ersten“ aufs Eis geht und aus dem eigenen Nachwuchs stammt. Eine tolle Geschichte für den EHC und eine echte Auszeichnung für die starke Nachwuchsarbeit bei den Löwen.

Nicht so toll erging es den gut 800 Fans als sie bereits beim Aufwärmen des EHC bemerkten, dass da ein paar Spieler noch beziehungsweise auch fehlten. Neben den Langzeitverletzten Florian Ullmann und Daniel Schmidt fehlten gegen die Gladiators nämlich auch die Erste-Reihe-Stürmer Brent Norris und Lukas Wagner, die bereits unter der Woche wegen Krankheit nicht trainieren konnten. Die Löwen legten allerdings mit dem Eröffnungsbully gut los und Michail Sokolov und Tomas Rousek hatten in den ersten beiden Minuten gleich gute Chancen. Nach knapp drei Minuten erhielten die Gäste bereits das erste von am Ende sechs Powerplays zugesprochen, die Gladiators gaben aber nicht einen Schuss auf Löwen-Keeper Korbinian Sertl ab. Nach gut zehn Minuten gingen die Industriestädter dann verdientermaßen in Führung: Tomas Rousek marschierte durch die gegnerischen Abwehrreihen, zielte und feuerte in den Winkel zum 1:0 aus dem Slot (10:30). Rousek hatte dann auch das 2:0 auf dem Schläger, doch sein abgefälschter Hämmerle-Schuss verfehlte das Gehäuse von Jonas Steinmann in der 17. Minute um wenige Zentimeter.

Im zweiten Abschnitt sollte dann bereits die Entscheidung fallen und hier schlug nach besserem Beginn der Gäste die Stunde von EHC-Eigengewächs Patrick Zimmermann. Mit einem Traumpass schickte ihn Verteidiger Christian Ettwein durch die neutrale Zone und seinen Alleingang verwertete Zimmermann schließlich eiskalt in den Winkel zur 2:0-Führung (28:56). In den folgenden Minuten war von Erding nichts mehr zu sehen und die Löwen legten weiter nach. Michael Trox stellte bei vier gegen vier auf 3:0, der Treffer wurde jedoch Tomas Rousek gut geschrieben (32:09) und jetzt ging es dahin mit den Gladiatoren im Waldkraiburger „Kolosseum“ namens Raiffeisen-Arena: Michael Trox stach über den Flügel ins Erdinger Drittel und ließ Steinmann mit einem flachen Schlagschuss alt aussehen (33:43), knapp drei Minuten vor der Pause vollstreckte Nico Vogl auf einem Knie zum 5:0 (37:03). „Nach dem 2:0 sind wir 10, 15 Minuten komplett auseinandergefallen“ versuchte Erdings Coach Thomas Vogl sich nach der Partie mit einer Einschätzung. „Für mich enttäuschend, wie wir uns im zweiten Drittel präsentiert haben. Bis dahin waren wir ebenbürtig, aber dann sind wir eingebrochen und das darf man sich nicht gegen eine Mannschaft, die Oberliga gespielt hat und weiter spielen will.“

Erding wechselte im Schlussabschnitt den Torhüter und für Steinmann kam Andreas Gerlspeck. Bei den Löwen blieb Max Kaltenhauser verletzt in der Kabine und auch Michail Sokolov hatte sich eine Verletzung zugezogen. Die Gladiators schafften mit Mathias Jeske in Überzahl dann früh den Ehrentreffer (41:15), recht viel mehr gab es über die Bemühungen der Erdinger aber nicht zu berichten. Da passte es, dass Michael Trox‘ Treffer zum 6:1 eigentlich als Pass vor das Tor gedacht war, Gerlspeck aber stattdessen zum 6:1-Endstand durch die Beine kullerte (45:29).

Für den EHC Waldkraiburg ein wichtiger Sieg, besonders fürs Selbstvertrauen, wie Rainer Zerwesz nach dem Spiel betonte. Gerade nach den zuletzt eher durchwachsenen Wochen. „Wir haben nur einen kleinen Kader gehabt und läuferisch war es ok. Aber es geht noch besser und daran müssen wir arbeiten“ so der Löwen-Coach. „Wir sind froh, dass wir die 3 Punkte haben, das war unser klares Ziel.“ Abzuwarten bleibt jedoch, wie es sich an der Verletzten-Front verhält – mit einer Rückkehr von Lukas Wagner und Brent Norris an diesem Wochenende rechnete Zerwesz nach dem Spiel nicht und auch bei Sokolov und Kaltenhauser wird die medizinische Abteilung des EHC gefordert sein.

Tore: 1:0 (10:30) Rousek T. (Vogl N., Hämmerle D.), 2:0 (28:56) Zimmermann P. (Ettwein Ch., Seifert Ph.), 3:0 (32:09) Rousek T. (Trox M.), 4:0 (33:43) Trox M. (Rott Th., Seifert Ph.), 5:0 (37:03) Vogl N. (Kaltenhauser M., Ettwein Ch.), 5:1 (41:15) Jeske M. (Deubler M., Michl P. PP1), 6:1 (45:29) Trox M. (Thalhammer T., Rousek T.). Strafen: Waldkraiburg 12, Erding 14. Zuschauer: 818.

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